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Aus: Ausgabe vom 24.05.2019, Seite 14 / Feuilleton

Niemals vergessen

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Im belorussischen Brest sind am Mittwoch die Gebeine von Opfern aus dem von den Nazis während der Besatzung im Zweiten Weltkrieg eingerichteten Ghetto auf dem Sewernoje-Friedhof nahe des Mahnmals für die von den deutschen Faschisten ermordeten Juden feierlich beigesetzt worden. Die sterblichen Überreste von 1.214 Opfern waren bei Bauarbeiten in der Stadt entdeckt und von Einheiten des Verteidigungsministeriums geborgen worden. Brests Bürgermeister Alexander Rogatschuk erinnerte an die Toten: »Sie hätten unsere Stadt stolz machen können. Es ist für uns, für Brest, für Belarus, ein großer Verlust, dass ihre Leben abgebrochen wurden. Die schreckliche Seite der Geschichte namens Holocaust darf nicht vergessen werden. Sie sollte uns alle und insbesondere die Jugend daran erinnern, wie weit der Hass gehen kann, wenn er einen Menschen nach der Hautfarbe, Nationalität oder Religion bewerten will.« (Belta/jW)