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Aus: Ausgabe vom 22.05.2019, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
Bora verlässt sein Heimatdorf um auf der Baustelle der Diamanten
Auf der Baustelle der »Diamanteninsel« in Phnom Penh: »Diamond Island«

Personal Shopper

Die US-Amerikanerin Maureen arbeitet als persönliche Einkaufsberaterin der widerlichen Society-Lady Kyra in Paris. Der Job ist jedoch nur ein Mittel zum Zweck, denn eigentlich ist sie auf der Suche nach dem Geist ihres verstorbenen Zwillingsbruders Lewis, zu dem sie Kontakt aufnehmen möchte. Als sie seltsame Nachrichten von einer unbekannten Telefonnummer erhält, gerät ihr Leben aus den Fugen. Mit Lars Eidinger. F 2016. Regie: Olivier Assayas.

Arte, 20.15 Uhr

Männer

Oh, das ist lang her! Wie das sich wohl gehalten hat? Julius Armbrust erfährt an seinem zwölften Hochzeitstag, dass seine Frau einen Liebhaber, Stefan, hat. Für Julius bricht seine kleine BRD-Welt zusammen. Er gibt vor, auf einen Kongress zu fahren und nistet sich statt dessen unerkannt in Stefans chaotischer WG ein. Er will seinen Feind kennenlernen, dessen Schwachstellen aufspüren und ihn vernichten. BRD 1985. Regie: Doris Dörrie. Mit all den Schauspielern, die dann später im besten Fall wieder im »Tatort« auftauchten.

3sat, 22.25 Uhr

Diamond Island

Bora verlässt sein Heimatdorf, um auf der Baustelle der sogenannten Diamanteninsel Koh Pich in Phnom Penh zu malochen. Als er mit Freunden um die Häuser zieht, trifft er seinen verschollenen Bruder Solei. Es ist die Begegnung zweier Menschen, die sich entfremdet haben – nicht zuletzt durch die verschiedene Arbeit, mit der sie Geld verdienen. Wahrscheinlich der interessanteste Film des Abends. F/KPU/D/KAT/THAI 2016.

Arte, 23.25 Uhr

Als Mutti arbeiten ging

70 Jahre Gleichberechtigung

In der Dokumentation erzählen drei Generationen Ost und drei Generationen West – Großmutter, Tochter, Enkelin – von ihren Erfahrungen. Der Parlamentarische Rat der Westzonen hatte sich ursprünglich geweigert, die uneingeschränkte Gleichberechtigung ins Grundgesetz aufzunehmen. Elisabeth Selbert ist es zu verdanken, dass im Paragraph 3, Absatz 2 des Grundgesetzes die Gleichberechtigung im Mai 1949 schließlich doch verankert wurde. Damit war sie aber noch lange nicht umgesetzt. Der sozialistische deutsche Staat garantierte die Gleichberechtigung der Frauen in Artikel 7, Absatz 1 der DDR-Verfassung. Im Absatz 2 stand der entscheidende Satz: »Alle Gesetze und Bestimmungen, die der Gleichberechtigung der Frau entgegenstehen, sind aufgehoben.«

Das Erste, 23.30 Uhr

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