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Aus: Ausgabe vom 12.04.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Rad der Geschichte

The Real News | Online
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Der selbsternannte venezolanische »Präsident« Guaidó, von den USA aufgepäppelt, um das Rad der Geschichte hinter die Bolivarische Revolution zurückzudrehen

Charlie Hardy kennt Venezuela seit 1982. Damals ging er als katholischer Priester nach Caracas, um in den Barrios zu arbeiten. Gerade ist er von einem Aufenthalt in dem südamerikanischen Land zurück und beim Internetfernsehen The Real News zu Gast. Er schildert, wie die USA Venezuela in die Krise treiben, Umstürze anzetteln und Vorwände für eine Intervention schaffen, um das Rad der Geschichte hinter die Bolivarische Revolution zurückzudrehen. Erst vor kurzem habe er zum ersten Mal das Wort »Guaidó« gehört, wobei er sich zunächst nicht habe vorstellen können, wer oder was damit gemeint sei. Wenig später sei der »Selbsternannte« von Washington als neues Staatsoberhaupt anerkannt worden: ein Vertreter der »weißen« Oberschicht, die um ihre Privilegien fürchtet. Das sei die »Opposition«. Was die »humanitäre Krise« angeht, verweist Hardy darauf, dass es in seiner Heimatstadt Cheyenne schon Kinder gebe, die nur noch in der Schule etwas zu essen bekämen. Darin sehe niemand einen Skandal. (jt)

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