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Razzia gegen Rechte in Österreich

Wien. Die Behörden in Österreich sind am Dienstag mit einer landesweiten Razzia gegen die ultrarechte Szene vorgegangen. Wie das Justizministerium mitteilte, wurden im ganzen Land zahlreiche Objekte durchsucht. Es werde gegen 32 Personen wegen des Verdachts neonazistischer Umtriebe ermittelt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden Ton- und Datenträger sowie zahlreiche Waffen, Kriegsmaterial und Nazidevotionalien sichergestellt. Darunter seien auch Messer, Wurfsterne und Granaten gewesen, verlautete aus dem Ministerium. Festnahmen gab es keine. An dem Einsatz waren etwa 220 Beamte beteiligt. Nach Angaben des Innenministeriums wurden 2018 rund 1.600 Anzeigen und mehr als 1.000 »rechtsextreme Tathandlungen« in Österreich gezählt. Das ist jeweils in etwa das Niveau des Vorjahrs. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.04.2019, Seite 1, Ausland

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