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04.04.2019
Kulturkritik

Ein Reicher ohne Geld

Subversive Perspektive: Walter Benjamins »Berliner Chronik« und »Berliner Kindheit um neunzehnhundert« in einer historisch-kritischen Edition

Von Jürgen Pelzer
Im Herbst 1931 bat die Literarische Welt Walter Benjamin darum, eine Reihe von »subjektiv gefärbten Geschichten« über seine Heimatstadt Berlin zu verfassen. Sie sollten ab 1932 in loser Folge erscheinen. Benjamin befasste sich hier erstmals mit dem Problem, von sich zu sprechen und das »Subjekt, das jahrelang im Hintergrund zu bleiben gewohnt war, an die Rampe zu bitten«. Angeregt war das Ganze von Marcel Prousts Erinnerungswerk »Auf der Suche nach der verlorenen Ze...

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