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Aus: Ausgabe vom 27.03.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Bolivien und das Wasser

SWR2 Wissen | Di., 8.30 Uhr, SWR
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Der Poopo-See im Departamento Oruro ist seit Jahren schon vollständig ausgetrocknet (16.12.2017)

Der Klimawandel führt in der Andenrepublik Bolivien zu kürzeren und intensiveren Regenzeiten. Entsprechend länger sind die Trockenperioden. Das sei eine Ursache dafür, dass mittlerweile 70 Prozent der Bevölkerung in Städten leben, wie es in der am Dienstag morgen vom SWR gesendeten Reportage heißt. Steigende Temperaturen lassen Berggletscher als wichtige Trinkwasserquelle verschwinden. Der Wasserspiegel der Flüsse schwankt. Die Folge: Wiederkehrender Wassermangel, zu Beispiel in den Schwesterstädten La Paz und El Alto.

Die wichtigsten Reservoirs seien von Abwässern alter Minenbetriebe verseucht, erfahren wir. Daher müssten die mit Schmelzwasser gefüllten Seen aufwändig gereinigt werden. Der Regierung von Präsident Evo Morales wird vorgeworfen, den Bergbau zu schützen und den Regenwald im Amazonas abzuholzen. Dies trage zum Wassermangel bei. Mehr Wasserleitungen für Metropolen würden zudem neue Konflikte zwischen Stadt und Land provozieren. (mb)

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