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Aus: Ausgabe vom 21.03.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Geprellte Vertragsarbeiter

Hintergrund | Di., 18.40 Uhr, DLF
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Ausbildung im Braunkohlewerk Welzow 1984

Mehr als 20.000 Arbeiter aus Mosambik wurden an DDR-Betriebe vermittelt. Hintergrund war, dass das südostafrikanische Land mit der DDR enge wirtschaftliche Beziehungen pflegte. Ungefähr 18.000 kehrten anschließend wieder zurück – und sahen sich nicht allein um ihren Lohn geprellt, der ihnen erst dann ausgezahlt werden sollte. Mehr noch erkennt die Bundesrepublik die von den Vertragsarbeitern geleisteten Sozialabgaben nicht an, so dass sie seit Jahren vergebens ihre einst fest zugesagten Rentenansprüche geltend machen. Der Deutschlandfunk widmete ihrem Schicksal am Dienstag einen »Hintergrund«. Anlass war eine Tagung in Magdeburg Mitte Februar, auf der der Afrika-Beauftragte der Bundesregierung Günter Nooke mit starken Sprüchen auffiel. Er sieht die Schuld bei Mosambik und schimpft, dass ein solch vertragsbrüchiges Verhalten der Grund sei, warum niemand in Afrika investiere. Auch die DDR bekommt bei der Gelegenheit ihr Fett weg. Doch warum ist Berlin nicht bereit, das Pro­blem zu lösen? (mb)

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