13.03.2019
Literaturgeschichte
Humoristische Theologie
Antifaschismus in historischem Gewand. Mit Thomas Manns »Joseph und seine Brüder« liegt nun das wohl wunderlichste Werk deutscher Exilliteratur in der »Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe« vor
Von Dennis Püllmann
Neben anderen Klassikern der Exilliteratur wie Anna Seghers’ »Transit« und »Das siebte Kreuz«, Bertolt Brechts »Furcht und Elend des Dritten Reichs« oder den »Flüchtlingsgesprächen« und selbst noch dem »Josephus« von Lion Feuchtwanger, der dem römisch-jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus gewidmet ist, nimmt sich Thomas Manns Romandichtung »Joseph und seine Brüder« reichlich merkwürdig aus. Das liegt nicht nur an dem durch das »1. Buch Mose« der Bibel überl...
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