Gegründet 1947 Mittwoch, 20. Februar 2019, Nr. 43
Die junge Welt wird von 2161 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 22.01.2019, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
Gut betuchte Menschen kennen keine Grenzen: »Ganz oben«
Gut getarnt – auch die Luxuskarossen der Superreichen werden verhüllt: »Ganz oben«

Wahre Geschichte (2)

Marshallplan. Die USA retten sich selbst

Geld, Geld, Geld. Gegen ein rote Welt. Am 12. März 1947 schlug der US-amerikanische Präsident Harry S. Truman Alarm: Der Kommunismus breite sich zunehmend aus – und für eine freie Welt der Unternehmer gelte es, diese Geißel der Menschheit einzudämmen. In dem neuen Krieg nach dem Krieg, der sich vor allem gegen die Sowjetunion richtete, waren ihm alle Mittel recht. Zu den unscheinbarsten Waffen gehörte der Marshallplan, benannt nach dem damaligen US-Außenminister, der dem westlichen Europa einen wirtschaftlichen Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg ermöglichte – woran auch die Vereinigten Staaten großes Interesse hatten. Die USA wollten die Internationalisierung der Wirtschaft zu ihren Gunsten vorantreiben und den »amerikanischen Traum« als universelles Modell propagieren. Und deswegen rauchen wir, soweit wir noch rauchen, zum Beispiel Virginia- statt Orienttabak.

Arte, 21.05 Uhr

Wünsche werden wahr

Die Entstehung des Kaufhauses

Die moderne Konsumgesellschaft nimmt im 19. Jahrhundert mit einem Pariser Kaufhaus Gestalt an: dem »Au Bon Marché«. Als Erfinder des Warenhauses gilt Aristide Boucicaut (1810–1877). Das Geschäft, 1838 eröffnet, findet schon bald Nachahmer. Die Erfindung des Kaufhauses bringt radikale Veränderung mit sich: Frauen können ohne Begleitung das Haus verlassen, um einkaufen zu gehen. Und ein neuer Beruf für Frauen entsteht: Verkäuferin. Jetzt stirbt das Kaufhaus gerade wieder aus, das Haus muss nicht verlassen werden, weil die neue Dienstbotenklasse die Pakete nach Hause liefert.

3 Sat, 22.25 Uhr

Ganz oben

Die diskrete Welt der Superreichen

Ein Prozent der Deutschen besitzt über ein Viertel der Vermögenswerte des Landes, die Hälfte der Bürger hat wiederum gar kein Vermögen. Doch während manche Medien täglich über die wachsende Armut im Land berichten und über den angeblichen Missbrauch von Sozialleistungen sich empören, ist über die wirklich Reichen wenig bekannt. Seit es keine Vermögenssteuer mehr gibt, hat man auch einfach keine Daten mehr. Gewünschter Effekt.

Arte, 23.30 Uhr

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