Aus: Ausgabe vom 10.11.2018, Seite 14 / Feuilleton

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht

Michael Moore hat dieses Mal Europa im Fokus: »Where to Invade
Michael Moore hat Europa im Fokus: »Where to Invade Next«

Mit offenen Karten

Demokratische Republik Kongo: Ein Land wird geplündert

Die Demokratische Republik Kongo ist reich, sie verfügt über unzählige Bodenschätze: Coltan, Kobalt, Kupfer, Gold und Diamanten. Doch das Land ist bettelarm, Kongo ist eine gemarterte Republik. Von der brutalen belgischen Kolonialzeit bis zur Unabhängigkeit, den mafiösen Machenschaften der Präsidenten Mobutu und Kabila bis hin zur noch immer allgegenwärtigen Korruption.

Arte, Sa., 18.10 Uhr

Verrat!

Das Ende der Habsburger im Ersten Weltkrieg

Drei Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs steht die Welt der Habsburger vor dem Zusammenbruch – und bis heute wird über dieses merkwürdige Gebilde, das zweifellos ein Hort der Reaktion war, aber in seiner Spätestzeit eine von Intellektuellen geprägte Metropole wie Freuds und Schnitzlers Wien hervorbrachte, gestritten.

Arte, Sa., 22.00 Uhr

Where to Invade Next

Michael Moore ist in geheimer Mission für das Pentagon unterwegs. Er soll Länder in Europa und Nordafrika unter der Perspektive betrachten, wie die Situation in den USA entscheidend zu verbessern sei. Und er wird überall fündig. In Frankreich bringt er Schulkinder, die in ihrer Kantine ihr Drei-Gänge-Menü genießen, zum Würgen, als er ihnen Fotos vom US-amerikanischen Schulessen zeigt. Die finnische Kultusministerin sagt ihm, wie wichtig Spielen und Freizeit für Schulkinder ist, und im slowenischen Ljubljana trifft er amerikanische Studenten, die dort ein kostenfreies Studium in englischer Sprache angeboten bekommen. In Deutschland stellt er fest, dass die Menschen durch die Stolpersteine an den Holocaust ihres Landes erinnert werden, während in den USA fast nichts an die Vernichtung indigener Völker und die Gewalt gegen Sklaven erinnert. Tja. Vielleicht mal ganz gut, dieser Mooresche Perspektivenwechsel. USA 2015. Regie: Michael Moore.

Arte, So., 21.55 Uhr

Superfrauen – die weibliche Seite des deutschen Films

Frauen im deutschen Filmbusiness holen Preise, sie sorgen für Aufsehen – und sie machen tolle Filme. Die Dokumentation bietet eine kritische Bestandsaufnahme. Zeit wurde es. Regie führt ein Mann.

Das Erste, So., 23.35 Uhr


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