29.10.2018
Deportation der Juden
Ein Tatort in Berlin
Philipp Dinkelaker hat ein Buch über das Sammellager in der Synagoge Levetzowstraße geschrieben
Von Paul Opperman
An der Kreuzung der Jagowstraße und der Levetzowstraße in Berlin-Moabit, dort, wo sich heute ein Bolzplatz und ein Denkmal befinden, stand von 1914 bis 1955 die zweitgrößte Synagoge Berlins, ein großer klassizistisch anmutender Bau. Er bot 2.000 Personen Platz und drückte zur Entstehungszeit im Kaiserreich das Selbstbewusstsein der deutschen Juden aus. Zwischen Oktober 1941 und März 1943 wurde die Synagoge als Sammellager missbraucht, von dem aus das Nazi-Regime 20....
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