Aus: Ausgabe vom 13.10.2018, Seite 14 / Feuilleton

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht

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Die Liebe zu Helena (Uma Thurman) macht es John Berlin (Andy Garcia) unmöglich, Privates und Berufliches zu trennen: »Jennifer 8«

Jennifer 8

Nachdem wir alle – oder fast alle – an der »Unteilbar«-Demonstration in Berlin-Mitte teilgenommen haben, dürfen wir uns entspannen. Zum Beispiel mit diesem konventionellen, aber gut gemachten Thriller. Der Polizist John Berlin zieht in die Kleinstadt Eureka und wird in seinen Ermittlungen mit einer Reihe von Morden konfrontiert. Dabei trifft er die ­blinde Zeugin Helena und verliebt sich in sie. Berlin will Helena ­beschützen, doch dabei kämpft er nicht nur gegen einen Serienmörder. Mit Andy ­Garcia (John Berlin), Uma Thurman (Helena Robinson), John Malkovich. USA 1992. Regie: Bruce Robinson.

ZDF Neo, Sa., 22.00 Uhr

Das Leuchten der Stille

Dieses Melodram ist schon in ­Ordnung. Vor allem, weil Channing Tatum die physische Präsenz des US-Schauspielertums wie derzeit kein anderer verkörpert. ­Während seines Heimaturlaubs in South Carolina begegnet der Soldat John der Studentin Savannah. Obwohl die beiden aus verschiedenen Welten stammen, verlieben sie sich ineinander. Zum Kennenlernen bleiben ihnen gerade zwei Wochen, denn John muss zurück zu seinem Stützpunkt in Deutschland. Vor dem jungen Paar liegen zwölf Monate des Wartens. Kurz vor dem Ende von Johns ­Militärdienst ereignen sich die Anschläge vom 11. September 2001. John ist hin- und hergerissen ­zwischen patriotischen Anwandlungen und seiner großen Sehnsucht nach Savannah. Mit Channing Tatum (John Tyree), Amanda Seyfried ­(Savannah Curtis). USA 2010. Regie: Lasse Hallström.

RBB, Sa., 22.05 Uhr

Berliner Runde

Bayern hat gewählt, Berlins Elefanten diskutieren. Und in den Redaktionen liegen die Nachrufe auf die SPD schon bereit.

Das Erste, So., 19.20 Uhr

Von der Liebe zur Musik in Georgien

Die Paliaschwili-Musikschule in Tbilissi

Auf einer Anhöhe über der georgischen Hauptstadt Tbilissi steht die Paliaschwili-Musikschule für hochbegabte Kinder. Die Wände des in die Jahre gekommenen Gebäudes haben Risse. Kaum ein Instrument ist noch zu stimmen, und viele ­Lehrer haben das Renteneintrittsalter schon überschritten. Trotzdem: Wer nach der strengen Aufnahmeprüfung durch die zerschrammte Eingangstür treten darf, tut dies voller Stolz, denn immer noch erobern ehemalige ­Paliashwili-Schüler die Bühnen der Welt.

Arte, So., 23.45 Uhr


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