Aus: Ausgabe vom 05.09.2018, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Unter Beobachtung

Interview | Di., 8.10 Uhr, DLF

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Antifaschistische Demonstration in Chemnitz, 1. September 2018

Eigentlich wollte der Deutschlandfunk-Moderator ja mit dem Mann vom Verfassungsschutz reden. Oder: den Männern. Den Chefs aus Sachsen und Thüringen, notfalls auch mit Hans-Georg Maaßen. Aber keiner will. Verständlich, geht es doch um ein Hausgewächs: die »Alternative für Deutschland«. Ist die verfassungsfeindlich? Nein, so die drei Schattenmänner schriftlich. »Keine ausreichenden Anhaltspunkte«. Vermutlich haben die V-Männer ihren Diensten erzählt, dass auf AfD-Stammtischen außer Fingerknobeln und heiteren Trinkspielen nichts passiert. Statt dessen ist nun der Politikwissenschaftler Hajo Funke zugeschaltet. Er findet klare Worte: »Entscheidend ist die Ausrichtung der Partei, und die ist rechtsradikal.« Zwar denkt auch er über eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz nach – was kaum helfen, aber, siehe NPD, schaden könne. Doch Maaßen und seine Kollegen dürften darüber nur lächeln – als ob der Geheimdienst nicht sowieso ganz nah dran wäre. Wie immer, wenn es braun wird. (sc)

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