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Kriegsverbrechen im Jemen angeprangert

Genf. Im Bürgerkriegsland Jemen gibt es nach Überzeugung von UN-Menschenrechtlern starke Anzeichen für Kriegsverbrechen. Eine Expertenkommission erhob schwere Vorwürfe gegen die nominelle Regierung und deren Verbündete Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate und verlangte, dass Verantwortliche vor einem unabhängigen Gericht zur Rechenschaft gezogen werden. Sie habe eine Liste mit den Namen möglicher Täter an den UN-Hochkommissar für Menschenrechte geschickt. »Es gibt kaum Anhaltspunkte, dass die Konfliktparteien versuchen, zivile Opfer zu vermeiden«, sagte der Vorsitzende der Gruppe, Kamel Jendoubi, am Dienstag in Genf. Die Rolle der westlichen Unterstützer der Koalition, etwa der USA und Großbritanniens, thematisierte die Gruppe nicht. Bei dem Mandat sei es um Menschenrechtsverletzungen gegangen, sagte der Mitvorsitzende Charles Garraway. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.08.2018, Seite 1, Ausland

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