Aus: Ausgabe vom 18.08.2018, Seite 6 (Beilage) / Wochenendbeilage

Denken aus Leidenschaft

Zum 120. Geburtstag des 1943 von den Nazis hingerichteten Psychiaters Dr. John Rittmei­ster (»Rote Kapelle«)

Von Cristina Fischer
John & Eva Rittmeister.jpg
Für eine sozialistische Neugestal­­tung Deutsch­lands und Europas: John und Eva Rittmeister

Im Jahr 1914 schrieb der Hamburger Schüler John Karl Friedrich Ritt­meister einen 30seitigen Aufsatz über den italienischen Naturwissenschaftler und Philosophen Gior­dano Bruno, der anno 1600 von der römischen Inquisition als Ketzer verbrannt worden war. Darin stellte er fest: »Im Gedächtnis der Nach­welt aber lebt Giordano Bruno hauptsächlich als Blutzeuge für die Wahrheit fort, der wegen seines Kampfes um die Geistes­freiheit gegen die unumschränkten Herr­schaftsansprüche der Kirche den Scheiterhaufen hat besteigen müssen! Und tatsächlich hat er durch die Unerschrockenheit, mit der er für seine Überzeugung in den Tod ging, mindestens ebensoviel für die Überwindung des hierarchi­schen Despotismus beigetragen wie durch seine wissenschaftlichen Leistungen.«¹

Als der 16jährige dies formulierte, ahnte er nicht, dass er damit auch über sein eigenes Schicksal urteilte – dass er selbst Märtyrer seiner Weltanschauung und Opfer eines tyrannischen Regimes werden würde.

John Rittmeister war einer der wenigen Ärzte, die Widerstand gegen das »Dritte Reich« geleistet ha­ben. Nach bisherigem Kenntnisstand war er der einzige deutsche Psychiater, der wegen dieses Wider­stands zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde.

*

Geboren wurde er am 21. August 1898 in Hamburg in wohlsituierten Verhält­nissen als Sohn eines Großhandels­kaufmanns, seine Mutter stammte aus einer angesehenen Senatorenfamilie. Die Familie hatte englische, holländische und hugenottische Vorfahren, was wohl eine gewisse Weltoffenheit mit sich brachte. John besuch­te das älteste Hamburger Gym­­­nasium, das Johanne­um, sowie dessen Gelehr­tenschule bis zum Abitur 1917 und war dort Mit­glied des »Wissen­schaftlichen Vereins von 1817«. Im Ersten Weltkrieg meldete er sich als Freiwilliger. Ab 1919 studierte er Medizin an den Uni­ver­si­tä­ten Mar­burg, Kiel, Mün­chen und zuletzt in Ham­burg, wo er 1925 zum Doktor der Medizin pro­mo­­vierte.

Danach ging er als Assistenzarzt an die Medizinische Poliklinik der Universität München. In der baye­rischen Metropole lernte er u. a. den aus Russ­land emigrierten Arzt Dr. Hugo Schmorell und dessen Nichte Ella Wiegand (»Dunja«) kennen, mit der er eine Beziehung einging. Ella, eine Cousi­ne von Alexander Schmorell (später Mitglied der »Weißen Rose«), weckte sein Inter­esse an der Sowjet­union, in die er 1932 auch eine Reise unternahm. »Da unten war das eigentliche Sein«, bemerkte er vor sei­nem Tod rück­­blickend.² Maßgeblich von den Philosophen Descartes und Schopenhauer beeinflußt, hatte er inzwi­schen begon­nen, sich auch mit dem Werk von Marx zu befassen.

Aus Interesse für die Psychotherapie und für die noch junge Psychoanalyse nahm er Kontakt zu Carl Gustav Jung, dem großen Rivalen Sigmund Freuds, auf, dessen Lehre ihn faszinierte. Nachdem er 1928/29 in der Psychiatrischen Abteilung des Schwabinger Kran­ken­hauses gearbeitet hatte, wurde er Volon­tärarzt an der Psychiatrischen Poliklinik Burg­hölzli und ab 1931 an der Züricher Nerven­poli­klinik. Von Jung wandte er sich aus welta­n­schau­lichen Grün­den bald wieder ab: »(...) in dem Kreis behagte mir die unklare, mystische und zugleich satte Atmosphäre nicht.«³

Verdächtiges Subjekt

Von der Schweizer Fremdenpolizei wurde er seit 1934 als Kommunist verdächtigt und überwacht, da er Mit­glied der Internationalen Arbeiterhilfe und der »Freunde des neuen Russland« war und Kon­takt zu antifaschistischen Emigranten aus Deutschland sowie Schweizer Kommunisten hatte. Er soll auch mit einem Kreis von Arbeitern und Studenten marxistisch diskutiert haben. Mitglied einer Partei war er vermutlich nie.

»Politisch ging es ihm um eine sozialistische Neugestal­­tung Deutsch­lands und Europas«, schätzte ihn der mit ihm befreundete Pfarrer Harald Poelchau ein. »Ihn be­schäf­tigte unaufhörlich die Frage, ob es mög­lich sei, die alten Kulturelemente des Abendlandes in die neue Gesell­schaftsordnung zu retten.«⁴

Allerdings störten sich die Schweizer Behörden, die ihn 1934 ausweisen wollten, nicht nur an Ritt­mei­sters politischer Aktivität, sondern auch an seinem Privatleben – er borgte sich Geld und hatte »Frauen­geschichten«. Er war damals mit einer Medizinstudentin aus Luxemburg, Armande Kinn, liiert.

1935 war er einige Monate bei Oscar Forel, Sohn des bekannten Psychiaters Auguste Forel, in dessen luxuriöser Privatklinik »Les Rives de Prangins« am Genfer See tätig, in der u. a. die ameri­kanische Schriftstellerin Zelda Fitzgerald und die Journalistin Annemarie Schwarzenbach behandelt wurden. Forel Junior war ein Freigeist mit radikalen Ansichten und wurde eben­falls argwöhnisch von der Schweizer Polizei beobachtet.

Anschließend ging Rittmeister nach Den Haag, wo er u. a. vermutlich Untersuchungen für Behörden ausführte. 1936 wurde er als Assistenzarzt in der Heilanstalt Münsin­gen/Bern angestellt und traf dort auf seinen ehemaligen Kollegen Dr. Alfred Storch, der als Jude aus Deutsch­land geflohen war und mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verband. Ende 1937 kehrte er nach Deutschland zurück, da die Schweizer Behörden keine Neigung zeigten, seine Arbeitserlaubnis zu verlängern, obwohl er nicht mehr »negativ« aufgefallen war. An Emigration dachte er wohl nicht, zumal er sich eine berufliche Existenz aufbauen und eine Familie gründen wollte.

Vielleicht war er sich des Problematischen seiner Entscheidung nicht voll bewusst. Er hatte die ver­gangenen zehn Jahre in verschiedenen Ländern Europas verbracht; er hatte zu Menschen vieler Natio­nen Kontakt gehabt; er war es gewohnt, englische, französische und holländische Literatur im Original zu lesen; er wollte sich selbst eine Meinung bilden, frei von Zwängen und Vorurteilen. Sogar in der demokrati­schen Schweiz war er unerwünscht. Wie glaubte er, im faschistischen Deutschland durchzu­kommen?

Von Gestalt klein und schmächtig, ja fragil, kurzsichtig, geplagt von Neurosen und Depression, von ständigen Selbstzweifeln, hatte er nichts von einem Helden an sich, der sich bewusst in eine Schlacht begibt, die er nur verlieren kann.

Zunächst ließ es sich gut an. In Berlin fand er eine Stelle als Oberarzt an der Psychiatrischen Klinik Waldhaus Nikolassee und kam dann zum Deut­schen Insti­tut für psychologische Forschung und Psycho­therapie unter der Leitung von Mat­thias H. Göring, einem Cousin von Hermann Göring. Dort wurde er im September 1939 Leiter der Poli­klinik und begutachtete in dieser Funktion bereits in den ersten vier Monaten etwa 100 Patienten aus allen Kreisen der Bevöl­ke­rung.

Inzwischen hatte er die 15 Jahre jüngere Krankenschwester Eva Knieper, eine hübsche und lebensfrohe Frau, die er »Mackie« nannte, kennen- und liebengelernt; sie heirateten 1939. Ihre Ehe war glücklich, blieb aber ungewollt kinderlos. Rittmeisters Gehalt von etwa 500 Reichsmark im Monat ermöglichte es, eine großzügige Woh­nung in einer Villa in der Rüsternallee 18 in Berlin-Char­lot­ten­burg zu mieten.

Die konservativ erzogene Eva war begeistert von der neuen geistigen Welt, die sich ihr auftat. Sie wollte sich weiterbilden, Schauspielerin werden, studieren und schrieb sich an der Heilschen Abend­schule ein, um zunächst ihr Abitur nach­zuholen. Dort traf sie auf Ursula Goetze, Friedrich Rehmer, Liane Berko­witz und andere junge Leute, die bereits mehr oder weniger antifaschistisch organisiert waren und mit denen sie sich anfreundete. An den gemeinsa­men Dis­kussionen in der Wohnung der Rittmeisters nahmen auch der Jungkommunist Fritz Thiel, ebenfalls Absolvent der Abendschule, und der Romanist Werner Krauss teil, den John bereits seit München kannte. Zusammen hörte man Radio London und Radio Moskau. Die Rittmeisters spendeten Geld und Lebensmittelmarken für Verfolgte und sollen auch Juden geholfen haben. Durch Ursula Goetze kamen Kontakte zu einer Neuköllner KPD-Gruppe und zu ausländischen Arbeitern zustande.

In der »Roten Kapelle«

Ende 1941 vermittelte Johns Bruder Wolfgang die Bekanntschaft mit Harro Schulze-Boysen, Ober­leut­nant im Luftfahrtmini­sterium, und dessen Frau Libertas, die geheime Informationen über die deut­sche Kriegführung, militärische Interna und Wirtschaftsinformationen sammelten, um sie der Sowjet­union und anderen von Deutschland bedrohten Ländern zur Verfügung zu stellen. Ihr Ziel war die mög­lichst rasche Beendi­gung des Krieges und ein Bündnis mit Stalin. Sie strebten eine sozialisti­sche Gesell­schafts­ordnung an und standen in Verbindung mit einer Vielzahl von weiteren Hitlergegnern und diversen Widerstands­grup­pen, die später von der Gestapo unter dem Kennwort »Rote Kapelle« zusammengefasst wurden.

Das Ehepaar Rittmeister befreundete sich mit den Schulze-Boysens und war 1942 öfter bei ihnen zu Besuch. Dort lernten sie u. a. Arvid Harnack, Walter Küchenmeister und Elfriede Paul sowie Günther und Margarete Weisenborn kennen.

Eva Rittmeister erinnerte sich: »Jeder erhielt seinen Aufgabenkreis, jeder für sich, ohne dass die ande­ren etwas davon wussten.« Ihr Mann arbeitete an dem AGIS-Flugblatt »Die Sorge um Deutsch­lands Zukunft geht durch das Volk« mit. »Die Tatsachen sprechen eine harte, warnende Sprache«, heißt es darin eingangs. »Niemand kann mehr leugnen, dass sich unsere Lage von Monat zu Monat verschlech­tert. Niemand kann noch länger die Augen ver­schließen vor der Ungeheuerlichkeit des Geschehens, vor der uns alle bedrohenden Kata­strophe der nationalsozialistischen Politik.«⁵ Das Flugblatt prophe­zeite: »Hitler geht unter, wie Napo­leon unter­gegangen ist.«⁶ Eine neue Regierung müsse geschaffen werden: »Das deutsche Volk braucht eine sozialistische Regierung der Arbeiter, der Soldaten und der werktätigen Intelligenz.«⁷ Dieses Ziel sollte durch eine Revolte von Teilen der Wehrmacht im Bündnis mit Arbeitern und Intel­lektu­ellen erreicht werden. Falls es nicht gelänge, Hitler zu stürzen, und der Krieg fortgesetzt werde, drohe der völlige Zusammen­bruch: »Millionen Menschen würden dann noch durch Bomben und Granaten fallen oder an Hunger­krankheiten und Seuchen zugrunde gehen. Am Ende aber würde die Panik und der Reichszerfall ste­hen«, sagten die Autoren voraus.⁸ Jeder Einzelne müsse daher passiven und aktiven Widerstand gegen das Regime leisten.

Auch wenn Rittmeister vermutlich nichts von den Kontakten der Schulze-Boysens zum sowjetischen Geheimdienst und den Funkversuchen wusste, besagt die Tatsache, dass er sich mit dem Inhalt dieses Flugblatts identifizierte, viel.

*

Im August 1942 flog der Widerstandskreis auf, und am 26. September wurden auch John und Eva Ritt­meister aufgrund der Aussagen der zuvor Inhaf­tierten verhaftet. Eva berichtete später: »Merkwürdiger­weise empfand ich diesen Moment wie eine Art Befreiung von einem entsetzlichen Druck, und ich war so ruhig, dass ich mich über mich selbst wunderte.«⁹ Sie kam schon am Folgetag überraschend wieder frei, wur­de je­doch Anfang 1943 erneut festgenommen.

Im Gefängnis führte John Rittmeister seine psychologischen und philosophischen Studien fort, soweit es die Bedingungen erlaubten. Er nutzte die fast acht Monate seiner Haft für eine intensive Selbstbe­fragung und legte sich Rechenschaft über sein Leben ab. »Der Mensch ist frei, die ganze Welt ist in mir«, bekundete er trotzig im Oktober 1942.¹⁰

Diese Auf­zeichnungen sind wie durch ein Wunder erhalten geblieben. Sie widerlegen auch die Auf­fassung, er habe sich als »Wahr­­heits­fana­tiker« der Gestapo gegenüber zu offenherzig gezeigt. Im Gegenteil war er bemüht, sich und seinen Freundeskreis als harmlos darzustellen und die Hochverratsvorwürfe zu entkräften. Allerdings hatten Harro und Libertas Schulze-Boysen mittlerweile umfas­sen­de Geständnisse abge­legt, mit denen er während der Verhöre konfrontiert wurde, weshalb ihm weite­res Leugnen teil­weise sinnlos erschien, zumal ihn auch Fritz Thiel erheb­lich und in gehässi­ger Weise belastete.

Nach den Todesurteilen gegen Werner Krauss, Ursula Goetze und Fritz Thiel Mitte Januar 1943¹¹ musste sich Ritt­meister auf das Schlimmste gefasst machen. Von jeher sei es sein Ideal gewesen, »Sieger zu bleiben«, notierte er, als er seine größte Erschütterung überwunden hatte: »Ich werde Sieger auch im Gefängnis und im Tod bleiben.«¹²

Tödliches Finale

Am 11. und 12. Februar 1943 stand das Ehepaar Rittmeister zusammen mit weiteren Mitgliedern der »Roten Kapelle« vor dem Reichskriegsgericht. John wurde wegen »Vorbereitung zum Hochverrat« und »Feindbe­günstigung« zum Tode verurteilt. Seine Frau hatte erfolg­reich die Ahnungslose gespielt und sich vehement gegen alle Anschuldigungen gewehrt; sie kam mit nur drei Jahren Gefängnis we­gen »Abhörens feindlicher Sender« da­von, wohl auch, weil ihr Mann sie nicht belastet hatte. Noch im Janu­ar hatte er in seinem Tagebuch betont: »Mackie, heißt es, soll sich betätigt haben. Ich weiß nichts davon.«¹³

Ihr wiederum schien es, dass er sich selbst aufgrund seines Pessimismus bereits aufgegeben hatte, und dass er mehr um sein Leben hätte kämp­­fen müssen – doch kannte sie den ganzen Umfang der Anklage gegen die »Rote Kapelle« nicht. Die Naziführung wollte ein grausames Exempel statuieren.

John Rittmeister hatte nach wochenlangem Grübeln seinen inneren Frieden gefunden. Bevor er am 13. Mai 1943 in Berlin-Plötzensee unter dem Fallbeil starb, schrieb er in seinem Abschiedsbrief an seine Frau: »Ist nicht dieser Lebensabschluss doch vielleicht der richtige, vom Unbewussten gewollte und gemeinte, ich, der ich schon mit 15 Jahren von Giordano Brunos Schicksal und Sterben schwer beein­druckt wurde? Auch mein Leben war ein Rin­gen um Erkenntnis, Sinn und um eine Idee, in erster Linie (...)«¹⁴

*

Hinterlassen hat er nur wenige publizierte Texte, teils zu speziellen medizinischen Themen, teils aber auch zu allgemeineren sozialen, psychologischen und philosophischen Problemen. Sein besonderes Interesse galt dem französischen Philosophen René Descartes, jenem Vorläufer der Aufklärung, der mit seinem »Discours de la méthode« das Subjekt ermächtigt hatte, die Welt objektiv zu erforschen und zu erkennen, und dessen Werke deshalb posthum von der Kirche auf den Index gesetzt wurden. Noch 1942 hat Rittmei­ster an seinem Institut einen brillanten Vortrag über ihn gehalten, der seine Bewunderung und Identifi­ka­tion zum Ausdruck brachte.

Er hat sich die Beantwortung komplizierter Fragen nie einfach gemacht, sondern jahrelang mit ihnen gerungen, aber er hat es verstanden, ihren wesentlichen Inhalt herauszuarbeiten und diesen in schöner, klarer Form beinahe litera­risch darzustellen. »Diesseitigkeit und Denken aus Leidenschaft sind Grund­aspekte einer humanisti­schen Einstel­lung«, lautete seine Maxime.¹⁵

In seinem 1936 in den Niederlanden erschienenen Aufsatz »Die psychotherapeutische Aufgabe und der neue Humanismus« wandte er sich gegen »alle hohlen und wirklichkeitsfremden Ideale«: »Die Erfüllung elementarer Glücksansprüche durch planvolle und verantwortliche Veränderung der Welt nicht mehr vom Jenseits oder einer verjenseitigten Zukunft, sondern vom Diesseits zu erwarten, – ist wohl eine notwendige Forderung jedes modernen Humanismus, der allein Angaben über den histori­schen Ort eines Menschen machen kann und über privates Seelenheil hinaus auf das Sozialwohl zielt.«¹⁶

Sein früher Tod nach einem bewegten, arbeits- und beziehungsreichen Leben hat verhindert, dass er seine Überlegungen in Buchform herausbringen konnte. Er selbst war sich des Unvollendeten seiner Exi­stenz schmerzlich bewusst.

Eine historisch-kritische Neuausgabe seiner Fach­artikel, Vorträge und Gefängnisma­nu­skripte, ergänzt um sachkundige Anmerkungen, wäre ebenso wünschenswert wie die Erschließung seines un­veröffent­lichten Nachlasses.

Eine Ehrung Rittmeisters an einem öffentlichen Ort in Berlin – etwa in Form einer Gedenktafel an seinem damaligen Wohnhaus – steht noch immer aus.

Anmerkungen

1 W. Bräutigam: John Rittmeister – Leben und Sterben. Ebenhausen b. München 1987, S. 16/17

2 In: J. Rittmeister: »Hier brennt doch die Welt«. Aufzeichnungen aus dem Gefäng­nis 1942–1943 u. a. Schriften. Gütersloh 1992, S. 41

3 Ebd.

4 H. Poelchau: Die letzten Stunden. Erinnerungen eines Gefängnispfarrers. Berlin 1948, S. 72

5 »Hier brennt doch die Welt«, S. 122

6 Ebd. S. 126

7 Ebd. S. 127

8 Ebd. S. 128

9 In: K. Lehmann (Hg.): Widerstand im Dritten Reich – Widerstandsgruppe Schulze-Boysen/Harnack. Zentrale Forschungsstelle der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes VVN, Berlin 1948, S. 59

10 »Hier brennt doch die Welt«, S. 55

11 Das Todesurteil von Werner Krauss wurde später in eine Zuchthausstrafe umgewandelt.

12 »Hier brennt doch die Welt«, S. 103

13 Ebd. S. 75

14 In: »Erkämpft das Menschenrecht«. Lebensbilder und letzte Briefe antifaschistischer Widerstandskämpfer. Berlin 1958, S. 430

15 »Hier brennt doch die Welt«, S. 26

16 Ebd., S. 20

Cristina Fischer, freie Autorin, schreibt regelmäßig für junge Welt und lebt in Berlin. Sie befasst sich seit etwa zehn Jahren mit der Erforschung von Biographien aus dem antifaschistischen Widerstand.

Literaturauswahl

Werner Bräutigam: John Rittmeister – Leben und Sterben. Langewiesche-Brandt, Ebenhausen b. München 1987

Regina Griebel/Marlies Coburger/Heinrich Scheel: Erfasst? Das Gestapo-Album zur Roten Kapelle. Audio­scop Halle/Saale 1992

Stean Roloff: Die Rote Kapelle. Die Widerstandsgruppe im Dritten Reich und die Geschichte Helmut Roloffs. Ullstein-Verlag, München 2004

Christine Teller (Hg.): John Rittmeister »Hier brennt doch die Welt«. Aufzeichnungen aus dem Gefäng­nis 1942–1943 u. a. Schriften. Verlag Jakob van Hoddis, Gütersloh 1992

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