Aus: Ausgabe vom 07.08.2018, Seite 8 / Abgeschrieben

Zum Mordanschlag auf Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro

KP Venezuelas, Weltgewerkschaftsbund, WBDJ und Heike Hänsel verurteilen Attentat

Die Kommunistische Partei Venezuelas (PCV) verbreitete am Sonntag eine Stellungnahme zum Attentat auf Präsident Nicolás Maduro:

Dieser Mordversuch ist ein Bestandteil des vielschichtigen Angriffs der imperialistischen Mächte und ihrer regionalen und lokalen Partner, um eine von unserem Volk rechtmäßig gewählte Regierung mittels politischer, ökonomischer, sozialer, militärischer und medialer Aktionen und Aggressionen zu stürzen.

Wir erklären unsere Solidarität mit unserem Landsmann, dem Präsidenten, und mit den Militärangehörigen, die bei diesem feigen Anschlag verletzt wurden.

In diesem Zusammenhang wird die PCV weiter auf den verschiedenen internationalen Bühnen und Foren die Drohungen und Aggressionen gegen unser Land anprangern. Wir bekräftigen unseren Aufruf zur revolutionären Einheit der Arbeiter und Bauern, der Kommunen und des Volkes, zur größtmöglichen Organisation und Mobilisierung unseres Volkes und des Heimatlandes.

Wir rufen auf, die Bildung der kontinentalen antiimperialistischen Front voranzutreiben, die es erlauben wird, Kräfte für das Niederringen des Feindes unserer Völker zu sammeln, des vor allem US-amerikanischen Imperialismus, und so den Weg zu bahnen für die Sache der nationalen Befreiung und der sozialistischen Perspektive.

Der Weltgewerkschaftsbund teilte zum selben Thema mit:

Die internationale, klassenorientierte Gewerkschaftsbewegung steht an der Seite der Volksschichten der Bolivarischen Republik Venezuela und erklärt einmal mehr, dass die einzige Instanz, die über die Zukunft des Landes entscheiden kann, das eigene Volk ist. Der Weltgewerkschaftsbund wird als einzige Gewerkschaftsinternationale, die gegen den Imperialismus und die kapitalistische Ausbeutung kämpft, weiter seine praktische Solidarität mit der venezolanischen Arbeiterklasse leisten.

Wir rufen das venezolanische Volk auf, angesichts der jüngsten Ereignisse wachsam zu sein und für die Vertiefung seiner sozialen Errungenschaften zu kämpfen, bis das Morgenrot einer neuen Welt ohne Ausbeutung des Menschen durch den Menschen anbricht.

Vom Weltbund der Demokratischen Jugend (WBDJ) kam ebenfalls eine Solidaritätserklärung:

Die Angriffe auf Venezuela sind Teil des expansionistischen Verhaltens des Imperialismus in diesem Gebiet, dessen Ziel es ist, die Ressourcen Lateinamerikas und der Karibikregion zu beherrschen und auszuplündern. Der Mordversuch ist nichts anderes als eine weitere Konsequenz aus der eskalierten Aggression der örtlichen reaktionären und faschistischen Kräfte, die, wie gewöhnlich, von den USA und ihren Verbündeten unterstützt werden. Wir stehen solidarisch an der Seite des Volkes von Venezuela und wünschen ihm, dass es stark und vereinigt zusammensteht, um sein Land gegen den Imperialismus zu verteidigen.

Übersetzungen: Redglobe

Die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag, Heike Hänsel, forderte:

Der Anschlag auf den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro muss auch von der Bundesregierung und der EU verurteilt werden. Es ist, in voller Anerkennung aller wirtschaftlichen und politischen Probleme Venezuelas, ein Armutszeugnis für Berlin und Brüssel, dass sie den bewaffneten Angriff auf einen gewählten Präsidenten nicht umgehend missbilligt haben.

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Mit Bolívar zum Sozialismus Venezuelas Kurs auf die Alternative

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