Aus: Ausgabe vom 21.07.2018, Seite 6 (Beilage) / Wochenendbeilage

An einem Montag

Von Ludwig Lugmeier
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Als ich erwachte, war helllichter Tag. Viertel vor acht. Ein Sonntag. Sonst hätte auf der Straße ja der Verkehr eingesetzt. Aber sonntags war es immer wunderbar ruhig. Da störte kein Autogedröhn und Motorradgeröhre. Selbst die Straßenbahn fuhr leiser als sonst. Das einzige, was an den Sonntagen störte, war das Glockengeläute. Da fragt man sich doch, warum gehen die Gläubigen nicht werktags zur Kirche? Da wird geläut und geläutet. Aus der Haut möchte man fahren.

Ich kochte Kaffee, fütterte meinen Kanarienvogel, goss die Kakteen und verzehrte in Ruhe mein Frühstück. In aller Ruhe! Sonst hätte ich schwerlich bemerkt, dass etwas Sonntägliches fehlte. Nämlich eben dieses Geläute. Schließlich fragte ich mich, ist heute überhaupt Sonntag?

Ich hatte am Abend ein paar Bierchen getrunken und danach noch gegessen – im Restaurant nebenan, Rinderzunge mit Meerrettichsoße und Petersilienkartoffeln. Dazu noch ein weiteres Bierchen getrunken. Und den Nachmittag, den Nachmittag hatte ich im Naturhistorischen Museum verbracht, wo ein Professor der Paläontologie einen Vortrag über Saurier hielt. Dorthin ging ich aber nur sonntags. Dann war also gestern – Wie konnte ich mich bloß so vertun in der Zeit?

Ich trat ans Fenster und sah zur Straße hinunter. Kein Mensch weit und breit. Kein Auto, kein Fahrrad. Auch an der Straßenbahnhaltestelle wartete niemand. Dabei ein herrlicher Tag. Die Sonne schien freundlich, und die Kastanienbäume waren voll prächtiger Kerzen. Ein Tag, um spazieren zu gehen. Nur eben kein Sonntag. Sonntag war ja erst gestern.

Dann musste heute ein Feiertag sein. Ostermontag! Oder schon Pfingsten? Was gab es denn noch? Ich kenne mich mit Feiertagen nicht besonders gut aus. Überhaupt, finde ich, sollten die Menschen mehr arbeiten gehen. Feiertage stoppen die Produktion, schaden der Konjunktur und die Leute werden fauler und fauler. Erst machen sie an den Montagen blau. Dann schwänzen sie auch am Dienstag die Arbeit. Schließlich bleiben sie die ganze Woche zu Haus. Sitzen vor den Fernsehgeräten und stopfen sich mit Kartoffelchips voll. Keiner zahlt Steuern und uns Rentnern wird die Rente gekürzt.

Ein Blick auf den Kalender. Ostern und Pfingsten waren vorüber. Seitdem folgte ein Werktag dem andern. Was ging also vor sich? Ein Streik? Ein Lärm- und Verkehrsstreik? Heute bleiben alle Menschen der Ruhe zuliebe zu Haus. Aber sie brauchten doch Brötchen zum Frühstück. Und Kinder wollen Tretroller fahren. Dazu all die Hunde! Sie konnten ihr Geschäft doch nicht auf dem Teppich verrichten. Ich stellte das Radio an. Musik. Musik auch auf den anderen Sendern. Kein Mensch auf der Straße, doch die Sender spielten Musik. Dafür muss man noch Gebühren entrichten.

Plötzlich schrillte eine Sirene! Wie von einer Tarantel gestochen sprang ich zum Fenster. Ein Krankenwagen jagte vorbei. Uiiii! Die Polizei hinterher. Sicher ein Unfall. Eine Karambolage mit Schwerverletzten und Toten. Das wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Die einen fahren betrunken, die andern schlafen am Steuer. Dann wundern sie sich, wenn sie im Leichenhaus enden. Allerdings war kein Mensch unterwegs. Was konnte also passieren? Das war schon recht seltsam. Als ob es nicht mit rechten Dingen zugehen würde, so kam es mir vor. Auch meinem Kanarienvogel schien es so zu ergehen. Von Zeit zu Zeit flatterte er aufgeregt mit den Flügeln.

Wäre ich jünger gewesen, ein rüstiger Rentner in der Blüte des Lebens, hätte ich in eine andere Stadt ziehen können. Oder gleich in ein anderes Land. Nach Grönland am besten. Allerdings laufen dort diese Eisbären rum. Üble Burschen, die zwischen Mensch und Seehund keinen Unterschied machen. Deshalb soll man sein Iglu auch nie ohne Büchse verlassen. Das hatte ein Zoologe geraten, der im Naturhistorischen Museum Vorträge hielt. Bald sprach er über Bären, bald über Tiger. Am liebsten hörte ich mir aber Vorträge über Saurier an. Im Vergleich zu ihnen sind Bären und Tiger friedliche Wesen. Besonders der Tyrannosaurus hatte es faustdick hinter den Ohren.

Nun jagte auch noch die Feuerwehr unter meinem Fenster vorbei. Als sei der Teufel hinter ihr her. Und noch ein Feuerwehrauto. Und noch eines mehr. Ich kam kaum nach mit dem Zählen. Stand das Rathaus in Flammen? Eine Fabrik? Gar die große Reifenfabrik? In der hatte es ja schon einmal gebrannt. Schwarzer, schwärender Rauch über Tage hinweg. Viele Menschen erstickten. Andere wurden ins Krankenhaus eingeliefert und künstlich beatmet. Kein Tag, der ohne Katastrophe vergeht. Überschwemmungen, Vulkanausbrüche, Erdbeben, Brände. Selbst vor Meteoriten ist man nicht sicher.

Plötzlich ein Geräusch in der Luft. Als griffen Hornissen an. Immer näher und lauter. Dass man sein eigenes Wort nicht verstand. Die Scheiben vibrierten, im Wohnzimmerschrank klirrten die Gläser, und auf dem Büfett hüpften die Hummelfiguren. Nur Peppi, mein Kanarienvogel, saß starr auf der Stange. Ihm war der Schreck in die Glieder gefahren. Aus gutem Grund. Denn am Himmel tauchte ein Schwarm von Hubschraubern auf. Sollten sie beim Löschen der Feuersbrunst helfen? Wie aber nur? Wasser auf die Brandstätte schütten? Oder war gar ein Krieg ausgebrochen? Es hätte mich nicht gewundert. Der Krieg liegt in der Natur von uns Menschen. Deshalb fallen wir übereinander her, wie es dunnemals die Saurier taten.

Wobei der Tyrannosaurus, so hatte der Professor erklärt, uns am ähnlichsten war. Schon weil er auf zwei Beinen herumlief. Dazu ungeheuer gefräßig. Wenn es nach Fleisch roch, gab es für den Tyrannosaurus kein Halten. Sogar über die eigene Verwandtschaft stürzte er her. Dinosaurier fraß er am liebsten, denn die hatten den dicksten Speck auf den Rippen. Streckte der Dino seinen langen Hals aus dem Sumpf, biss ihm der Tyrannosaurus mit einem Schnapper den Kopf weg. Flugsaurier holte er noch aus 30 Meter Höhe herunter. Ein Sprung und adieu schönes Leben. So ging es zu seinerzeit. Man war sich seines Lebens nicht sicher.

Und heute? Ist es heutzutage viel besser? Das frage ich mich allen Ernstes. Zwar streckt man gefahrlos den Kopf aus dem Fenster. Zwar gibt es Krankenhäuser und Ärzte. Zwar ist am Monatsende Geld auf dem Konto, nicht viel, doch genug, um Lebensmittel zu kaufen und gelegentlich ein Bierchen zu trinken. Doch all die schrecklichen Morde und die in Seniorenheimen misshandelten Rentner! Und natürlich die Kriege.

Ein Lautsprecherwagen rollte die Straße entlang. »Achtung! Achtung!« dröhnte es aus dem Megaphon. »Verschließen Sie Türen und Fenster! Suchen sie Schutzräume auf! Nehmen Sie Wasser und Vorräte mit! Achtung! Achtung! Verschließen Sie Türen ...« Mehr war nicht zu verstehen, denn ein Abfangjäger flog über die Dächer hinweg. Krieg! schoss es mir durch den Kopf. Krieg! Gott steh mir bei! Jetzt ist es soweit. Ein Angriff der Russen! Oder eine Invasion der Chinesen. Oder fielen gar die Koreaner über uns her?

Die Koreaner, und damit wiederhole ich nur, was der Professor erklärte, schrecken vor gar nichts zurück. Da hat man, um ein Beispiel zu nennen, in einer Gletscherspalte ein Mammut entdeckt, tiefgefroren, wie aus der Gefrierbox bei Aldi. Hätte man nun ein paar ordentliche Scheiben heruntergesäbelt, es hätte prima Schnitzel ergeben. Mammutschnitzel mit Pommes und grünem Salat, dazu noch ein Bierchen – das wäre etwas gewesen. Doch die Koreaner, die Koreaner saugten dem Mammut das Mark aus den Knochen, um daraus andere Mammuts zu klonen. Inzwischen laufen in Korea riesige Herden herum – darauf möchte ich wetten. Und wer einmal Mammuts geklont hat ...

Plötzlich erbebte der Boden. Kleiderständer und Stehlampe schwankten und von der Decke rieselte Kalk. Irgend etwas stampfte heran, und dann – Peppi sträubte die Federn, mir liefen eiskalte Schauer den Rücken hinunter – ein entsetzliches Brüllen.

Wer Mammuts geklont hat, schreckt auch nicht vor dem Klonen des Tyrannosaurus zurück. Knochen stehen ja genug zur Verfügung. In der Eingangshalle des Naturhistorischen Museums ein ganzes Skelett. Und wenn man sich vorstellt ...

Wieder das Brüllen. Als hätte die Hölle ihre Pforte geöffnet. Näher und näher. Mir drohten die Sinne zu schwinden. Peppi, der Trost meines Alters, kippte tot von der Stange.

... und wenn man sich vorstellt, dass die Koreaner diese Mordmonster klonen, um sie auf uns zu hetzen, auf nichtsahnende, friedliebende Bürger...

Stampfen und Brüllen. Stampfen und Brüllen. Die Sirenen heulten und schrillten. Die Glocken begannen zu läuten. Überall in der Stadt. Überall in der Stadt begannen die Glocken zu läuten. Sonntag hin oder her.

Küche im Schlaf

Was doch möglich ist, morgens um sieben in meiner Küche im Schlaf – alleine schon räumlich, denn es ist ja kaum Platz zwischen Kühlschrank und Tür, zumal der Abfalleimer viel davon einnimmt. Im Traum aber stand da noch ein Pferd, kein Pony, keines dieser Urpferdchen gar, die kaum größer als Hasen gewesen sein sollen, und auf dem Kühlschrank hockte ein Löwe, ein großer, erwachsener, und sprang plötzlich dem Pferd auf den Rücken, um ihm mit einem Genickbiss den Garaus zu machen. Doch so gefährlich der Löwe auch wirkte und sicherlich war, nun trat ich in Aktion. Ich packte ihn mit der linken Hand bei der Mähne, und eh er begriff, wie ihm geschah, watschte ich ihm ein paar mit der rechten. Aber kräftig! Und dann – der Löwe hockte erneut auf dem Kühlschrank, völlig belämmert – fasste ich das Pferd an der Trense und marschierte mit ihm Richtung Fenster.

Invasoren

Diese Geräusche – woher stammten sie nur? Sie hörten sich an wie Geflüster. Wahrscheinlich der Wind, der sich im Dachstuhl verfängt, dachte ich erst, eine Sinnestäuschung, nicht mehr. Das Phänomen ist ja bekannt. Knackst das Gebälk, schon glaubt man Diebe am Werk. Kobolde, Druden, Gespenster, – einer stolpert über den andern, eine Prügelei kommt in Gang, es scheppert und kracht, doch rafft man sich auf und sieht nach, stellt sich heraus: Die Phantasie hat dich zum Narren gehalten.

Hier verhielt es sich anders.

Ich war in die Zeitung vertieft, als ich ein Räuspern vernahm – in unmittelbarer Nähe, sehr deutlich. Danach war es ruhig. Ein, zwei Minuten. Dann das Geflüster. Nun saß ich aufrecht im Bett, verhielt meinen Atem, spitzte die Ohren und meinte, das eine und andere Wort zu verstehen.

»Der Idiot liegt im Bett ... Vorsicht ... Sei still ...«

Kein Zweifel, das Geflüster kam aus dem Schrank. So unglaublich es schien, mein Schlafzimmerschrank war bewohnt. Von Obdachlosen vielleicht – die, in meiner Abwesenheit ins Haus eingedrungen, ihn als Nachtquartier wählten und hofften, ich würde es nicht bemerken. Auch ein Liebespaar kam in Frage. Erst kürzlich hatte in der Zeitung gestanden, dass eines vor die Schranken des Gerichts treten musste, weil es in fremde Schlafzimmer drang und dort, wie es hieß, seinen Neigungen nachging.

Was mochten das für Neigungen sein? Der Journalist hätte sich deutlicher ausdrücken sollen. Man stellt sich ja alles Mögliche vor. Andererseits sollte man mit Beschuldigungen zurückhaltend sein. Es wäre ja möglich, dass der Journalist deutlich über die Neigungen schrieb, so deutlich, dass der Chefredakteur die Deutlichkeit unterband. Ich muss doch sehr bitten, Herr Journalist, in einer Zeitung wie unsrer! Sie sollten sich einer seriöseren Wortwahl bedienen. Neigungen reicht! Wie dem auch sei: Mein Schrank war bewohnt, und da mein Schrank keine Absteige ist, beschloss ich, die Bewohner dingfest zu machen und der Polizei auszuliefern. Ich sprang aus dem Bett und riss die Spiegeltür auf. Doch was fand ich vor? Auf Kleiderbügel gehängte Jacken und Hosen.

Als ich wieder im Bett lag, mit eiskalten Füßen, es war Winter und die Heizung defekt, kam ich mir schmählich genarrt vor. Wie konnte ich glauben, ein Liebespaar habe meinen Schlafzimmerschrank als Quartier ausgewählt? Wann hätte es das denn gekonnt? Ich war fast immer zu Haus. Ging ich doch einmal aus, verschloss ich sämtliche Fenster, ließ die Jalousien herunter und sperrte die Haustüre zu. Auch hatte ich noch nie einen Hinweis auf Mitbewohner bemerkt. Gewiss, es gab Kratzer und Schrammen, doch die hatte meine Tante verursacht, der das Haus einst gehörte. Sie war vor Jahren gestorben.

Nebenbei ein sehr schönes Haus, mit stuckverzierten Plafonds, Chinoiserien aus Seide und Portieren aus Samt. Vielleicht ein wenig zu dunkel. Auch ein wenig zu klein. Parterre nur Vestibül und eine winzige Kammer. Schlafzimmer und Toilette in der Etage darüber. Doch ich liebte das Haus. Vor allem des nachts, wenn nach dem Gehupe der Automobile und dem Rattern der Tram Stille einkehrte. Dann roch ich den Staub der alten Portieren, lauschte dem Ticken der Standuhr, die die kostbaren Stunden skandierte und spürte den Atem der Zeit.

»Ist jemand da?«

Es blieb mucksmäuschenstill. Doch ich wurde den Verdacht nicht mehr los, es wäre doch jemand hier. Vielleicht hinter dem Schrank. Platz genug war vorhanden, und mit eingezogenem Bauch konnte man dort über Stunden verharren.

»Ich weiß, dass Ihr da seid«, bluffte ich deshalb. »Kommt raus! Oder ich schieße.«

Zwar besaß ich keine Pistole, ja, ich hätte eine Pistole nicht einmal zu gebrauchen gewusst, doch wirkte die Drohung. Kaum ausgesprochen, hörte ich aufgeregtes Gezischel. Dann ängstliches Atmen und Keuchen. Dem folgte ein metallenes Schnappen. Mir wurde blitzartig klar, es muss vom Schloss einer Tapetentür stammen. In Häusern wie diesem sind geheime Türen ja geradezu obligat, da muss man sich nicht weiter wundern. Allerdings befand sich nebenan die Toilette, und da diese fensterlos war, saßen die Invasoren nun in der Falle. Um sie nicht entkommen zu lassen, sprang ich hinaus auf den Flur und stieß mit einem kräftigen Tritt die Toilettentür auf.

Das Weitere wage ich aus Furcht, der Leser könnte mich für wahnsinnig halten, kaum zu berichten. Nicht Mord oder Totschlag – ich hätte das Blut aufgewischt, die Polizei informiert und den Vorfall vergessen. Dies aber raubt mir für immer die Ruhe. Wenn ich daran denke, laufen mir eiskalte Schauer den Rücken hinunter. Ich weiß, ich werde nie wieder auf dem Bett ausgestreckt den Abend genießen. Damit ist es für immer vorbei. Statt dessen bestimmt Angst meine Tage. Dabei habe ich Haustür und Fenster vernagelt und in den Kamin einen Pfropf aus Jute getrieben.

Ich geh’ auf und ab. Ich steige die Treppe hinauf. Ich beklopf’ die Paneele. Ich steig’ die Treppe wieder hinunter. Um in wissenschaftlichen Büchern nach einer Erklärung zu suchen. Da tritt ein Astronom mit der Behauptung hervor, dass das Universum eine Art Papiertüte sei, aufgeblasen mit Leere und Nichts. Und ein Physiker führt den Beweis, dass sich durch die Materie Wurmlöcher ziehen, so dass sich Invasoren nur dünn machen müssen, um zu verschwinden.

Ludwig Lugmeier, geboren 1949 in Kochel am See in Oberbayern, lebt seit 1996 als freier Autor in Berlin. Veröffentlichte Romane, Gedichte, Erzählungen, Rundfunkfeatures, Reportagen und Essays, zuletzt im vergangenen Jahr »Die Leben des Käpt’n Bilbo. Faktenroman« (Verbrecher-Verlag).

An dieser Stelle erschien von ihm in der Ausgabe vom 10./11. Februar »Vom Blauenden Kahlkopf«.

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