• Pol & Pott

Aus: Ausgabe vom 14.07.2018, Seite 8 (Beilage) / Wochenendbeilage

Johannisbeer-Baiser-Kuchen

Von Ina Bösecke

»E. T. – Der Außerirdische« (USA 1982) von Steven Spielberg zählt zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten. Tatsächlich ist die Geschichte über die Freundschaft des zehnjährigen Elliott (Henry Thomas) mit dem kleinen Schildkrötenmann mit den großen Augen und den überlangen Fingern ein niedliches, anrührendes Märchen. E. T. wird von seinen Kumpels auf der Erde gelassen, weil er zu weit entfernt ist, als der Ausflug der Außerirdischen abrupt beendet werden muss. Er versteckt sich in einem Vorort von Los Angeles im Schuppen eines Hauses.

Dort wohnt Elliot mit seiner Familie, der ihn auch entdeckt, ihn in seinem Zimmer versteckt und ihm seine Welt erklärt. E. T. scheint alles zu verstehen und lernt sogar, sich in der Menschensprache zu verständigen. Sein meistgesprochener Satz gehört auch zu den bekanntesten Filmzitaten: »E. T. nach Hause telefonieren.« Denn der kleine Außerirdische hat Heimweh, und Elliott, seine Geschwister und die Freunde helfen ihm, den Kontakt zu seinen Leuten aufzunehmen. Es ist auch ein Film gegen die blöden Erwachsenen, die entweder Angst haben vor Außerirdischen (Mutter) oder sie für qualvolle Forschungen ausbeuten wollen (irgendwelche Regierungsbeamten).

Witzig sind die Szenen, wenn E. T. sich allein im Haus der Familie aufhält, weil die Kinder in der Schule sind und die Mutter arbeitet, und er sich durch Fernsehgucken informiert, was bei den Menschen los ist (nur Blödsinn, wie wir wissen), und dabei die Sprache lernt. Erhellend sind seine Spaziergänge zum Kühlschrank. Offensichtlich mögen Außerirdische der Spezies von E. T. keine herzhaften Gerichte (werden wieder ausgespuckt), dafür aber Bier und süße Speisen. Falls am Wochenende Besuch von Außerirdischen bei Ihnen ansteht, wäre folgender Sommerkuchen ganz sicher ein passendes Angebot:

Johannisbeer-Baiser-Kuchen: Für den Mürbeteig 200 g Weizenmehl 60 g Puderzucker, ein Eigelb, ein EL Milch und 100 g kalte Butter in Stücken rasch miteinander verkneten. Teig zur Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln, zwei Stunden kühl stellen. Für den Mandelbelag 150 g gemahlene Mandeln, 70 g Zucker, ein cl braunen Rum, ein TL Zimt, ein Eiweiß zu einer streichfähigen Masse verrühren. Ofen auf 220 Grad vorheizen. Teig auf wenig Mehl in Größe der Springform (26 cm) ausrollen, in die Form legen, mit einer Gabel mehrmals einstechen. Mandelmasse auf dem Teig verstreichen, das Ganze 20 Minuten im vorgeheizten Ofen (mittlere Schiene) backen. Herausnehmen und vollständig auskühlen lassen. Für die Baisermasse 400 g rote Johannisbeeren waschen, gut abtropfen lassen. Backofen auf 180 Grad vorheizen. Vier Eiweiße steif schlagen, nach und nach 150 g Zucker einrieseln lassen. Ein Drittel vom Eischnee abnehmen, in den Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. Johannisbeeren vorsichtig unter den restlichen Eischnee heben, diese Mischung auf den vorgebackenen Boden streichen. Mit der übrigen Baisermasse im Spritzbeutel ein Gittermuster sowie Rosetten auf den Kuchen spritzen. Kuchen 20 Minuten im vorgeheizten Ofen (mittlerer Schiene) backen, bis das Baiser ganz leicht gebräunt ist.

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