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Spanien

Katalanische Gefangene sollen freikommen

Barcelona. Nach der Entscheidung des schleswig-holsteinischen Oberlandesgerichts, dass der frühere katalanische Ministerpräsident Carles Puigdemont nicht wegen »Rebellion«, sondern lediglich wegen des Verdachts der Veruntreuung an Spanien überstellt werden darf, sehen sich die Verteidiger der neun inhaftierten katalanischen Politiker in ihrer Argumentation bestätigt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Barcelona kündigten sie am Freitag an, in der kommenden Woche bei Untersuchungsrichter Pablo Llarena die sofortige Freilassung ihrer Mandanten zu beantragen.

Llarena will spanischen Medienberichten zufolge auf die Überstellung Puigdemonts durch die deutsche Justiz verzichten, da dann eine Verurteilung wegen »Rebellion« nicht möglich wäre, auf die bis zu 30 Jahre Haft stehen. Bei Veruntreuung beträgt die Höchststrafe fünf Jahre. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.07.2018, Seite 1, Ausland

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