Aus: Ausgabe vom 30.06.2018, Seite 6 (Beilage) / Wochenendbeilage

Die deutsche Intelligenz und der Krieg

Ideologie während des Ersten Weltkrieges

Von Georg Lukács
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Der Erste Weltkrieg war der erste Giftgaskrieg, begonnen von deutschen Truppen im April 1915 in Flandern. Insgesamt starben 100.000 Soldaten bei Gasangriffen. Das zeitgenössische Foto zeigt vier verschiedene Gasmasken: eine US-amerikanische, eine britische, eine französische und eine deutsche (v.l.)

Im Aisthesis-Verlag erscheint dieser Tage der zweite Teilband des ersten Bandes der Lukács-Werkausgabe, der von Zsuzsa Bognár, Werner Jung und Antonia Opitz herausgegeben wird. Er umfasst frühe Schriften aus den Jahren 1914–1918, als Lukács noch kein Marxist war. Diesem Band ist der hier abgedruckte Aufsatz mit freundlicher Genehmigung des Verlages entnommen. (jW)

Die nachfolgenden Bemerkungen treten keineswegs mit der Prätention auf, dieses Problem irgendwie zu erschöpfen, und wollen dazu in keiner Beziehung eine wertende Stellungnahme einnehmen. Nur das Problem soll hier aufgeworfen werden; der Versuch ist angestrebt: die Typik des Verhaltens der deutschen Intelligenz dem Kriege gegenüber in einen geistesgeschichtlichen Sinneszusammenhang einzustellen und sie aus diesem Zusammenhang zu begreifen. Zur Beschränkung des Themas sei im voraus bemerkt, dass einerseits keine (heute sowieso unerreichbare) Vollständigkeit des Stoffes angestrebt wird und andererseits, dass sich die Untersuchung auf die Klasse der sogenannten Intellektuellen beschränkt und auch hier ausschließlich ihre intellektuelle Stellungnahme zum Krieg analysiert (und auch diese soll nur begriffen, nicht aber auf ihre Richtigkeit hin geprüft werden); Stimmungen und ethische Voraussetzungen werden nur insofern herbeigezogen, als sie zum Verständnis dieser Stellungnahmen beitragen; was ihre rein ethischen Konsequenzen betrifft, darauf kann hier – aus Gründen, die kaum einer Ausführung bedürfen – nicht eingegangen werden.

Die Erlebniskomplexe der deutschen Intelligenz bei Ausbruch des Krieges ließen sich vielleicht so am einfachsten umschreiben: eine ganz allgemeine, spontane Begeisterung, der aber jeder deutliche oder positive Inhalt fehlt. Nicht der Krieg im allgemeinen wird in diesen Erlebnissen bejaht und erst recht nicht dieser spezielle Krieg; es werden nicht bestimmte, klar umschriebene Ziele herausgegriffen und als Sinn des Geschehens und Direktive des Verhaltens gesetzt; die allgemeine Anschauung der Intelligenz war und blieb, dass der Krieg Deutschland aufgezwungen wurde und dass es während des Krieges nur auf den Krieg, nur auf das »Durchhalten« ankommt; von Zielen sei es noch zu früh zu sprechen. Immerhin lässt sich in dieser Begeisterung wenn auch nicht ein bestimmter Inhalt, so doch eine Intensitätsrichtung aufweisen: das Erlebnis eines Aufatmens, einer Befreiung aus einem – nunmehr – als unhaltbar empfundenen Zustand. Es schien fast, als ob an dem Krieg nicht etwas Positives bejaht worden wäre, sondern sein Dasein, sein Anderssein der bisherigen Existenz gegenüber. »Was die Dichter begeisterte«, schreibt Thomas Mann1, »war der Krieg an sich selbst, als Heimsuchung, als sittliche Not.« Diese Veränderung der gesamten Wirklichkeit ist es, die so jubelnd begrüßt wird. Man glaubt zu wissen: Alles, was bis jetzt gegolten hat, hat aufgehört zu gelten; etwas noch nicht Fassbares, etwas absolut Neues wird, muss kommen.

Georg Simmel schreibt: »Dass das Deutschland, in dem wir geworden sind, was wir sind, versunken ist wie ein ausgeträumter Traum, und dass wir, wie auch immer die Ereignisse auslaufen mögen, unsere Zukunft auf dem Grund und Boden eines anderen Deutschlands erleben werden. Niemand wird positiv zu bestimmen unternehmen, wie dieses nach Formen und Inhalten aussehen wird; aber vielleicht gerade weil wir das Wie nicht wissen, sondern nur das Dass, beherrscht uns um so stärker, um so allgemeiner diese sozusagen undifferenzierte Idee: Ein anderes Deutschland als das in diesen Krieg hineinging, wird aus ihm hervorgehen.«2 Und um für das Kommen dieses »Neuen« bereit zu sein, muss man »umlernen«: muss sich von allen alten »Vorurteilen« losreißen, sich bedingungslos in das Neue hineinwerfen, es miterleben: Der neue Inhalt der neuen Welt wird von selbst, ungefragt und im voraus unbestimmbar, aus dem großen Krieg entsteigen. Nur eine Bestimmbarkeit besitzt trotz allem dieses Neue: Es soll eine Einheit sein, die Aufhebung aller trennenden Differenzierungen. Das Wort des Kaisers »Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur Deutsche« wird von der Intelligenz am begeistertesten aufgegriffen und wird von ihr in eine bestimmte Richtung gelenkt: Die Isolation der Kultur und der Kulturträger, die alle vor dem Kriege als so drückend empfanden, soll verschwinden, eine Gemeinschaft aller soll entstehen. Oder noch bestimmter (und noch stärker auf die spezifische Situation der Intelligenz bezogen): Der überspannte Individualismus, der nicht nur die Intelligenz als Schicht von den anderen Gruppen trennte, sondern auch jede einzelne echte Persönlichkeit in ihr so scharf von den aller anderen abhob und isolierte, soll aufhören, soll einer neuen, brüderlichen Gemeinschaft den Platz freimachen. Das Zusammenhaltende dieser Gemeinschaft für den Krieg ist gegeben: die Kameradschaft in der gemeinsam bestandenen und überwundenen Gefahr. Dass sie aber auch nach dem Kriege fortbestehen soll, das scheint – für diese Hoffnung – unzweifelhaft, wenn man es auch nicht aussprechen will noch kann, worin diese Gemeinschaft bestehen sollte. (Ich möchte in diesem Zusammenhang das politische Ideal eines Großdeutschlands aus den entscheidenden Motiven dieser Gesamtstimmung ausschalten, denn ich glaube nicht, dass es für die Gesamtheit der deutschen Intelligenz ausschlaggebend war; ja ein nicht unbeträchtlicher Teil von ihr stand und steht sehr vielen Voraussetzungen und Konsequenzen jener Gruppen, für die dieses Ideal schon vor dem Kriege richtungweisend war, geradezu ablehnend gegenüber, ohne sich den oben geschilderten Empfindungen und Erlebnissen irgendwie entziehen zu wollen, bejahte sie sogar auf das intensivste.)

Für den phänomenologischen Tatbestand könnten noch zwei Fakta bedeutsam sein. Erstens, dass dieses Verhalten der deutschen Intelligenz das Ausland auf das heftigste überrascht und empört hat,3 und zweitens, dass man auch in Deutschland das Gefühl hat, es handle sich hier um ein Erlebnis, das ein Nichtdeutscher gar nicht verstehen kann, ja dessen Verständnis man von ihm gar nicht verlangen oder erwarten darf; also nicht um ein patriotisches Erlebnis schlechthin, sondern um eine Neugeburt, um ein beinahe religiöses unaussagbares Erlebnis, dessen Verständnis dem Außenstehenden für immer versagt bleiben muss.4

Diese Grundtatsachen sind uns gegeben, aus denen wir versuchen müssen – ohne irgendwie wertend Stellung zu nehmen –, dieses Verhalten in seiner geistesgeschichtlichen und soziologischen Bedingtheit und Einstellung zu begreifen.

Wir müssen mit Ausschaltungen beginnen. Es sind Stimmen laut geworden, die eine spezifische Hingezogenheit des Deutschtums an den Krieg überhaupt und zu dem neuen Typus des Heldentums, der sich in diesem Kriege so reich und überwältigend geoffenbart hat, aufzeigen wollen. Der erste Teil dieser Behauptung ist besonders im Auslande, und stets in einer mehr oder weniger gehässigen Form, erhoben worden. Ich sehe, soweit ich die Lage überblicken kann, nicht den geringsten Beweis für seine Richtigkeit. Selbstverständlich hat es in Deutschland auch (und auch in der »Klasse« der deutschen Intellektuellen) Menschen und Gruppen gegeben, die nicht nur ständig auf die Unvermeidlichkeit eines Krieges hingewiesen, sondern ihn auch aus dem Innersten bejaht und herbeigewünscht haben. Ich sehe aber nicht nur in ihren Inhalten, sondern auch in der Art ihrer Argumentation nichts, was ihre Ausführungen von denen ähnlicher Bestrebungen, die in jedem Lande vorhanden waren, irgendwie unterscheiden würde. Interessanter und bedeutsamer ist das andere Problem: das Entstehen eines neuen Heldentums; es fragt sich bloß, ob es sich hier um ein Phänomen handelt, das als spezifisch deutsch bezeichnet werden dürfte, das also zur Erklärung der oben skizzierten Lage etwas Wesentliches beitragen würde. Es ist freilich heute noch sehr schwer, ja beinahe unmöglich, den Heldentypus, den dieser Krieg geoffenbart hat, eingehend zu beschreiben. Als die wesentlichsten seiner Merkmale scheinen uns aber doch die folgenden herauszuheben zu sein: Der Held dieses Krieges ist ein namenloser. In schlichter, sachlicher und unauffälliger Pflichterfüllung tut er, was die Stunde gebietet, ohne daran zu denken, ob seine Leistung, in ihrer objektiven Bewertung, etwas Entscheidendes oder Episodisches ist; ohne die Frage überhaupt aufzuwerfen, ob durch sie seine Persönlichkeit, wenn auch um den Preis des Unterganges, vom Glanz des Ruhmes umgeben wird. Nicht nur die ungeheure Masse der Kriegsteilnehmer, sondern auch die Art der modernen Kriegführung macht es notwendig, dass – mit einziger Ausnahme der Führer, die wiederum aus demselben Grunde immer weniger dem Heldentypus zugehören – das Heldentum sich von Ruhm und Ruhmbegierde vollständig ablöst. Diese Versachlichung geht jedoch noch weiter: Mut ist nicht mehr die schlechthin auschlaggebende Kategorie für diesen Heldentypus, sondern nur eine unumgängliche Voraussetzung. Auch die Disziplin, mit der die Einordnung des individuellen Heroismus als Ziffer in eine Gesamtheit begann, ist Bedingung dazu: Es ist auf Grund der Disziplin, der völligen Aufgabe jeder Persönlichkeit eine – persönlich – typologisch – höchst differenzierte Sachkenntnis, Inventionsgabe, Fähigkeit zum Überblicken und Beurteilen ganz neuartiger Situationen erforderlich, damit sich der Heldenmut in Taten umzusetzen vermag. Es sind, gewissermaßen, primitivere, weniger europäische Tugenden (psychologisch gesprochen), die Tugenden der Indianerkriege, gegen die sich die damaligen europäischen Soldaten heftig sträubten: List, Anpassungsfähigkeit, kalte Beharrlichkeit, Unterdrückung der spontan heroischen Instinkte des Losstürmens, bei ständiger Bereitschaft dazu, wenn es not tut, Verachtung jedes heldenhaften Glanzes, die hier ausschlaggebend werden. Dazu kommt, als psychische Folge der Massenheere, dass Heldensein nicht mehr als ein irgendwie aristokratischer Ausnahmezustand angesehen wird: In diesem Krieg ist jeder Soldat (seiner Idee nach) ein Held und jeder Mann, der es physisch zu leisten vermag, ein Soldat. Dadurch steigert sich die aus der Sachlichkeit geborene Schlichtheit und – gewollte – Glanzlosigkeit dieses Typus. Da aber das Heldentum so durchwegs auf sachliche Leistungen, deren Technik immer durchzuschauen, wenn auch nicht immer nachzumachen ist, gestellt ist, lebt in diesem Kriege die echte und lebendige Schätzung der Leistungen und mit ihnen der Persönlichkeit des Feindes wieder auf: die Ritterlichkeit. Es ist eine klare und kalte und bei den Kämpfen im wesentlichen hasslose Gegnerschaft, die die Vernichtung des Feindes anstrebt, ihm aber, im Innersten, nicht feindlich-affektvoll gegenübersteht. Eine Gegnerschaft also, die es nicht nur nicht auschließt, dass der überwundene Feind, vom Augenblick seines Besiegtseins an, nicht mehr als Feind betrachtet wird, sondern die auch eine sehr weitgehende, ritterlich-sportliche Kameradschaft in den Kampfpausen zwischen den feindlichen Lagern möglich macht (es ist für diese Stimmung bezeichnend, dass diese Annäherungen so häufig wurden, dass sie von den Heeresleitungen verboten werden mussten).

Dieser Typus des Heldentums ist aber nichts wesentlich Neues; und nicht etwas in Deutschland Entstandenes. Die ritterliche Gesinnung dem Feinde gegenüber finden wir gerade in primitiven Zeiten sehr häufig. Es scheint, dass dieser Krieg, geradeso wie er in seiner objektiven Form dem ganz primitiven Vernichtungskrieg zuneigt, psychisch eine Annäherung an die Zeitalter des Rittertums mit sich bringt. Ich schreibe eine Replik aus dem »Amadis«, worin sich diese Gesinnung sehr klar objektiviert, her: Der König von Irland, den Amadis tödlich verwundet hat, sagt zu seinem Gegner: »Je n’ay regret de finir par la vaillance de si gentil Chevalier que tu es: mais de bon cueur te pardonne. Bien te prie de continuer ta preud’hommie et avoir memoire de soy.« (»Ich bedaure nicht, aufgrund des Mutes eines großen Ritters zu enden, der du bist, ich vergebe dir ruhigen gewissens. Ich fordere dich auf, an deiner Menschenfreundlichkeit und Selbstgewissheit festzuhalten.«) Wie Amadis dies hört, »il fut tres desplaisant de sa mort, encores qu’ilsceut assurment, que s’il eut le meilleur du combat, il lui eust fait pis.« (»war sehr traurig über seinen Tod, obwohl er sicher war, dass wenn der andere im Kampf besser gewesen wäre, es ihm selbst schlechter ergangen wäre.«)5 Wenn die Formen auch schlichter, weniger höfisch und zierlich geworden sind, so scheint aus sehr vielen Beschreibungen eine ähnliche Stimmung hervorzugehen. Aber die wesentlichen neuen Züge – die Schlichtheit, die Sachlichkeit, die völlige Unterordnung der Persönlichkeit trotz aller persönlichen Initiative, die Vertilgung jedes dekorativen Heldentums – sind auch schon lange vorhanden. Ich will mich hier nicht auf die terroristischen Helden der großen russischen Revolution berufen: Die hatten bei all diesen Eigenschaften ein völlig anders geartetes Pathos: das des bestimmten und bejahten Zieles, während es für diesen Typus entscheidend ist, dass nach dem Ziel und seiner Rechtfertigung gar nicht gefragt wird, sondern nur nach der Aufgabe, die zu erfüllen ist. Dieser Typus scheint eine notwendige psychische Begleiterscheinung der modernen Kriegstechnik zu sein: Diese ist nur anwendbar, wo dieser Menschenschlag vorhanden ist (nach Ursache und Folge sei hier nicht gefragt). Er war also in hohem Grade in der japanischen Armee des russisch-japanischen Krieges vorhanden und prägte sich am stärksten in den Kolonialarmeen Englands aus. Ja, so stark war diese typenbildende Kraft, die sich hier geoffenbart hat, dass sie – was immer eine lange Entwicklung voraussetzt – bereits eine hohe dichterische Formung erreicht hat: die Verse und die Novellen Kiplings. Wer die beiden Bände »Puck of Pook’s Hill« und »Rewards and Fairies«6 kennt und dabei an die Gestalten des sächsischen Edelmannes und des normannischen Ritters, die alles andere um Englands willen aufgeben und an einem kleinen Punkt schlicht ihre Pflicht erfüllen, an die jungen Befehlshaber des Walles, der England vor den Nordländern schützen soll, an die Edelknaben, die als Piraten im Kampf gegen die Spanier ruhmlos untergehen, etc. denkt, dem wird diese Verwandtschaft sofort evident sein. Sie wird noch technisch hervorgehoben dadurch, dass die großen geschichtlichen Gestalten als bloß intellektuelle Urheber vor diesen namenlosen Helden künstlerisch in den Hintergrund treten müssen. Es handelt sich hier um einen unheroischen und unspontanen Mut, um eine Entschlossenheit, mit der man im voraus, wie mit etwas Bekanntem rechnen kann und soll, um den Mut – wie es im Kriegstagebuch eines ungarischen Dichters zu lesen ist – der Menschen der »Titanic« und der Scottschen Expedition. Dieses Heldentum ist etwas Internationales. Dass es in England zuerst und am stärksten in Erscheinung getreten ist, darauf scheint mir die Möglichkeit der Kiplingschen Formung hinzuweisen, im Gegensatz zu dem formfernen Stammeln, mit dem die Dichter anderer Länder, auch Deutschlands, diese Erlebnisse und Menschen auszudrücken bestrebt sind.7

Wenn also das neue Heldentum das auschlaggebende wäre, so müsste die isolierte und unverstandene Stellung der Deutschen etwas vollkommen Unbegründetes sein, auf einem einfachen Missverständnis zwischen den Nationen beruhen.

Fußnoten

  1. ^ Thomas Mann: Friedrich und die große Koalition. S. Fischer, S. 15
  2. ^ Georg Simmel: Deutschlands innere Wandlung. Strasbourg 1914, K. G. Karl J. Trübner, S. 1.766
  3. ^ Teile des überreichlichen Materials darüber zu finden in dem Aufsatz E. Bernsteins: »Die Internationale der Arbeiterklasse und der europäische Krieg«. Archiv Bd. XL, S. 267ff., und in G. F. Steffens Buch: »Krieg und Kultur«. E. Diederichs, Jena 1915
  4. ^ Vgl. Gundolfs und Simmels Bemerkungen über die »Aufklärung« des Auslandes. Frankfurter Zeitung, 1914, No. 282 und 287
  5. ^ Zitiert aus: Paul Ernst: Der Weg zur Form. Berlin 1906, S. 132
  6. ^ Beide sind bei Tauchnitz erschienen
  7. ^ Aus alledem scheint mir, dass die völkerpsychologischen Grundlagen von W. Sombarts Schrift »Händler und Helden« (München und Leipzig 1915), die auf diesen – englisch-deutschen – Gegensatz aufgebaut ist, doch einen etwas problematisch generalisierten Charakter haben. Über die Psychologie der Kriegsteilnehmer: Erich Everth: Von der Seele des Soldaten im Felde. »Tal-Flugschriften No 10« und Messers Aufsatz (Preußische Jahrbücher Feb. 1915)

Der ungarische Philosoph und Literaturwissenschaftler Georg Lukács (ungr. György Lukács de Szeged, 1885–1971) gilt als einer der einflussreichsten marxistischen Theoretiker des 20. Jahrhunderts. Zu seinen wichtigsten Werken zählen »Die Theorie des Romans« (1916), »Geschichte und Klassenbewusstsein« (1923), »Der junge Hegel« (1948) und »Zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins« (1971).

Georg Lukács: Werke Band 1 (1902–1918). Teilband 2 (1914–1918). Aisthesis-Verlag, Bielefeld 2018, 872 Seiten, 128 Euro

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