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13.06.2018
50 Jahre »68«

Zwischen Putsch und Guerilla

Die türkische 68er-Bewegung kämpfte für Unabhängigkeit und Sozialismus. Eine ihrer Schwächen war ihr Glaube an das revolutionäre Potential der Armee

Von Nick Brauns
Am 27. Mai 1960 beendete ein Militärputsch die zehnjährige Herrschaft der konservativen Demokratischen Partei in der Türkei. Die jungen Offiziere verstanden ihren Erhebung als Akt der Verteidigung des kemalistischen Erbes der Republik gegen die undemokratischen Praktiken der Regierung von Adnan Menderes, die einseitig die Großgrundbesitzer und religiöse Netzwerke gefördert hatte. Die Junta ließ Menderes hinrichten und eine neue liberale Verfassung ausarbeiten. Erst...

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