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Misstrauensantrag gegen Rajoy

Madrid. Die Korruptionsaffäre der regierenden spanischen Volkspartei PP bringt Ministerpräsident Mariano Rajoy immer mehr in Bedrängnis. Die Sozialistische Partei (PSOE), die größte Oppositionsgruppierung des Landes, brachte am Freitag einen Misstrauensantrag gegen den 63jährigen ein. Die Entscheidung fiel, nachdem die Regierungspartei am Tag zuvor wegen ihrer Verwicklung in dem Skandal »Operación Gürtel« zu einer Geldstrafe und mehrere ehemalige Parteimitglieder zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilt worden waren. Rajoy lehnte in einer ersten Reaktion eine Neuwahl ab und kritisierte den Misstrauensantrag. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.05.2018, Seite 2, Ausland

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