Aus: Ausgabe vom 21.04.2018, Seite 2 / Ausland

Bild: Joka Madruga/Agência PT

Irdischer Beistand

Leonardo Boff (79) wartete zwei Stunden lang vergeblich vor den Toren des Gefängnisses in Curitiba, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Paraná. Am Donnerstag vormittag (Ortszeit) verweigerte die Justiz dem Theologen einen Besuch bei seinem dort seit dem 7. April in Einzelhaft einsitzenden langjährigen Freund, dem früheren Präsidenten, Luiz Inácio Lula da Silva. Boff ist ein Mitbegründer der Befreiungstheologie, deren Vertreter sich auf die Seite der Armen und Unterdrückten stellen. Nach der Absage besuchte er ein Protestcamp der Lula-Anhänger. (pst)


Lesetip abgeben

Artikel empfehlen:

Mehr aus: Ausland
  • Wissenschaftlicher Dienst stuft Angriff auf Syrien als völkerrechtswidrig ein
  • Aktivisten und Einwohner üben in Curitiba Solidarität mit Lula
    Fernanda Otero, Curitiba
  • Schweigen in Berlin, Pöbeleien in Washington: Reaktionen auf den neuen kubanischen Präsidenten
    Santiago Baez
  • Frankreich: Umweltschützer in Notre-Dame-des-Landes sollen sich kapitalistischer Logik unterwerfen
    Hansgeorg Hermann, Paris
  • Monarch des Kleinstaats im südlichen Afrika verkündet Umbenennung seines Königreichs
    Christian Selz, Kapstadt
  • EU-Strafverfolgungsbehörde Europol erhält mehr Kompetenzen – und setzt sie auch gegen Linke und Geflüchtete ein. Gespräch mit Matthias Monroy
    Gitta Düperthal