Aus: Ausgabe vom 16.04.2018, Seite 15 / Politisches Buch

Neu erschienen

Inamo

Die vom Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten herausgegebene Zeitschrift informiert in ihrer neuen Nummer umfangreich und mit Texten mehrerer Autoren zum Thema Syrien. Daneben finden Beiträge zum Verhältnis von Ökonomie, Ideologie und politischer Herrschaft in Saudi-Arabien, zum deutschen Diskurs über Erdogan, zur Situation in der von Marokko besetzten Westsahara, zum völkerrechtlichen Status Jerusalems und noch einiges mehr Platz. (jW)

Inamo, Jg. 24/Nr. 93 (Frühjahr 2018), 58 S., 5,50 Euro, Bezug: Redaktion Inamo, Postfach 31 07 27, 10637 Berlin, E-Mail: redaktion@inamo.de

Arbeiterstimme

Die Nürnberger Arbeiterstimme bietet im Frühjahrsheft eine Einschätzung der Tarifauseinandersetzungen in der Metall- und Elektroindustrie, die sie als »verpasste Chance« betrachtet. Trotz Hochkonjunktur und großer Aktionsbereitschaft in den Betrieben habe die IG Metall die vielfach erhobene Forderung nach allgemeiner Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich nicht aufgegriffen und den Kampf nur bis zum Warnstreik geführt: »Ein Erzwingungsstreik hätte eine große gesellschaftliche Bedeutung gehabt. So hätte die vorhandene gesellschaftliche Lähmung und Rechtsentwicklung nachhaltig beeinflusst werden können.« In der Ausgabe finden sich auch Beiträge zur Situation der tschechischen Linken und zum Ergebnis der Wahlen in Chile. (jW)

Arbeiterstimme. Zeitschrift für marxistische Theorie und Praxis, Jg. 47/Nr. 199 (Frühjahr 2018), 31 S., 3 Euro, Bezug: Thomas Gradl, Postfach 91 03 07, 90261 Nürnberg, E-Mail: redaktion@arbeiterstimme.org

Welttrends

Hauptthema des aktuellen Heftes ist Japan. Christoph Neidhardt schreibt, dass die Herrschaftsverhältnisse in dem ostasiatischen Land klar geregelt sind: »Doch die Regierung bleibt in den Händen weniger Familien, die Gewaltentrennung ist löchrig. Die Gerichte entscheiden fast immer zugunsten der Macht oder der mit ihr verbandelten Industrie.« Das politische Führungspersonal stellt seit Jahrzehnten die Liberaldemokratische Partei, die Ralf Havertz porträtiert. Der in den 1990er Jahren zu beobachtende Trend zu einem Mehrparteiensystem habe sich wieder umgekehrt, die neoliberal ausgerichtete Sozialdemokratie sei inzwischen nahezu bedeutungslos. Céline Pajon beschreibt das Bündnis mit den USA als Dreh- und Angelpunkt der japanischen Außenpolitik, nur eine Annäherung zwischen China und den USA würde daran etwas ändern. (jW)

Welttrends. Das außenpolitische Journal, Nr. 138/April 2018, 72 S., 4,80 Euro, Bezug: Welttrends, August-Bebel-Straße 26-52, 14482 Potsdam, E-Mail: bestellung@welttrends.de

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