Aus: Ausgabe vom 09.03.2018, Seite 11 / Feuilleton

Ein Eid

Der renommierte Pritzker-Preis für Architektur geht diesmal an den Inder Balkrishna Doshi. Er habe einen »tiefen Verantwortungssinn«, hieß es in der Mitteilung der Hyatt Foundation vom Mittwoch. Der mit 100.000 Dollar dotierte Preis gilt als weltweit wichtigste Auszeichnung für Architekten. Der in 1927 Pune geborene Doshi ist vor allem bekannt für ein Projekt für bezahlbaren Wohnraum im indischen Indore. Dort baute er 1989 das Aranya Low Cost Housing, in dem heute 80.000 Menschen leben. »Die ganze Planung der Gemeinde, der Maßstab, die Schaffung von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Räumen sind ein Zeugnis für sein Verständnis davon, wie Städte funktionieren und wie wichtig städtisches Design ist«, urteilte die Jury. »Es scheint, als sollte ich einen Eid ablegen und mich mein Leben lang daran erinnern: der niedrigsten Klasse ordentliche Behausung zu bieten«, sagte der stark von Le Corbusier beeinflusste Doshi schon 1954. Er ist der erste Inder, der mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet wird. (dpa/jW)

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