Aus: Ausgabe vom 03.03.2018, Seite 14 / Feuilleton

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht

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Dem neunjährigen Srulik (Andrzej Tkacz) gelingt die Flucht aus dem ­Warschauer Ghetto: »Lauf Junge lauf«

Die üblichen Verdächtigen

Eine Menge Filme hat das Fernsehen an diesem Wochenende zu bieten. Gibt es da nicht auch was von Netflix? Aber los jetzt: Eine Schießerei und eine Explosion fordern im Hafen von Los Angeles Dutzende Todesopfer. Die Hintergründe sind unklar, aber alles deutet auf einen Drogendeal im großen Stil hin. Alles, bis auf die Tatsache, dass am Tatort keine Drogen gefunden wurden. Mit Stephen Baldwin, Benicio del Toro, Kevin Spacey. USA/D 1995. Regie: Bryan Singer (ja, Spacey und Singer, der Film ist trotzdem toll).

ZDF neo, Sa., 23.20

Tot oder Torte

Noch mehr Spannung. Nach einem vermasselten Auftrag taucht der Killer Milo in einem walisischen Nest unter. Schon bald ist den Einheimischen klar, welcher Profession der neue Dorfbewohner nachgeht. So mancher würde gern den verhassten Nachbarn von Milo beseitigen lassen. Nett. Mit Damian Lewis, Kate Ashfield. GB 2007. Regie: Gareth Lewis.

Das Erste, Sa., 23.40

Die drei Tage des Condor

Joe Turner arbeitet in einer getarnten Einrichtung der CIA. Als er bei der Rückkehr aus der Mittagspause alle seine Kollegen ermordet vorfindet, informiert er die Zentrale und entgeht kurz darauf einem Mordanschlag. Klassiker. Mit Robert Redford, Faye Dunaway. Regie: Sydney Pollack. USA 1975.

Arte, So., 20.15

Wer bezahlt den Osten?

Geben und Nehmen

Der RBB liefert an diesem Wochenende die Doku. Etwa 1,6 Billionen Euro sind seit 1990 in den Osten Deutschlands geflossen, und obwohl der oft so aussieht, wie der Westen oft gern aussehen würde, stimmt was nicht. Das Filmteam begibt sich auf die Spur der gigantischen Transferströme. Ob sie wohl auch die Machenschaften der Enteignungsbehörde »Treuhand« thematisieren?

RBB, So., 22.55

Lauf Junge lauf

Der Film erzählt die wahre Geschichte des neunjährigen Jungen Srulik, dem die Flucht aus dem Warschauer Ghetto gelingt. Bis zum Ende des Krieges muss er sich allein durch die Wälder schlagen. Die wenigen Freunde, die er findet, bleiben ihm nicht lange erhalten. Aber dann hat er Glück und wird einige Zeit von einer Bäuerin versteckt, die aus dem flüchtigen Srulik das polnische Waisenkind Jurek macht. Regie: Pepe Danquart. D/PL/F 2013.

Das Erste, So., 23.35


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