-
12.02.2018
- → Inland
Schwarzfahren: Minister debattieren
Hamburg. Sollen Schwarzfahrer weiterhin als Straftäter behandelt werden? Über die Antwort auf diese Frage streiten die Justizminister der Länder. »Ich bin dafür, dass Schwarzfahren als Ordnungswidrigkeit geahndet wird. Das Strafrecht ist offensichtlich kein geeignetes Instrument, um solche Delikte zu verhindern«, zitiert der Spiegel Brandenburgs Justizminister Stefan Ludwig (Linke). Wer ohne Fahrschein fährt, dem droht bislang wegen »Erschleichens von Beförderungsleistungen« im Wiederholungsfall eine Freiheitsstrafe. Mehrere Länder, neben Brandenburg auch Nordrhein-Westfalen und Hamburg, wollen laut Spiegel den Strafparagraphen aufweichen oder streichen. Argumente dafür seien hohe Justizkosten und Gerechtigkeitsgründe. Widerstand leisten laut Spiegel Baden-Württemberg und Hessen. Eine solche Reform wäre »eine Kapitulation des Staates vor den Massendelikten«, sagte Hessens Ministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) dem Magazin. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!