Aus: Ausgabe vom 10.02.2018, Seite 14 / Feuilleton

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht

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»Last Sumurai«: Mit Tom Cruise und Ken Watanabe in den Hauptrollen

Vergissmeinnicht

Was für ein Leben! Am 19. November 1926 kommt Si Mustapha Müller (gestorben 1993), mit bürgerlichem Namen Winfried Müller, in Wiesbaden zur Welt. Nach der Machtübergabe an den deutschen Faschismus flieht seine Mutter mit ihm nach Österreich. Heimlich hört er BBC und gibt Informationen an die Nachbarn weiter. Nach dem Anschluss 1938 wird er ins Hauptquartier der Gestapo nach Innsbruck gebracht und dort mehrere Tage lang verhört, misshandelt, anschließend einem Marineregiment an der Ostsee zugeteilt. Es gelingt ihm zu desertieren, er schließt sich zunächst der Roten Armee, später dem Nationalkomitee Freies Deutschland an. 1954 beginnt der antikoloniale Krieg in Algerien. Müller studiert zu diesem Zeitpunkt Journalismus in Frankreich. Er geht nach Marokko, tritt in die algerische Befreiungsarmee FLN ein und nennt sich nun Si Mustapha Müller. Und das ist erst die Hälfte!

Arte, Sa., 18.00

Last Samurai

Annehmbarer Kriegs- und Historienfilm, großartige Bilder. So wenn eine antike makedonische Phalanx gegen US-Marines kämpft. USA/NZ/J 2003. Regie: Edward Zwick.

Vox, Sa., 20.15

Erotik unter Verschluss

Der Pariser Louvre, der eine beachtliche Menge erotischer Werke sein eigen nennt, darunter auch Werke aus dem Besitz des Marquis de Sade, gewährt zu vielen dieser Stücke nach wie vor keinen Zugang. Und auch im Vatikan liegt eine der größten geheimen erotischen Sammlungen. Überrascht jetzt weniger. D/F/A 2008.

3sat, Sa., 23.30

Die glorreichen Sieben

Ein Klassiker für den Sonntagabend, mit Bier und Bourbon. USA 1960. Mit – man muss sie alle nennen – Yul Brynner (Chris), Steve McQueen (Vin), Eli Wallach (Calvera), Horst Buchholz (Chico), James Coburn (Britt), Robert Vaughn (Lee), Charles Bronson (Bernardo O'Reilly). Regie: John Sturges.

Tele 5, So., 20.15

Faschingskinder

Im Jahr 1981 waren sie Fliegenpilz, Clown oder Rotkäppchen. Ein kurzer Dokumentarfilm der DEFA, nur sieben Minuten lang, erzählte von ihrer Faschingsfeier im Kindergarten der Ostberliner Schule für Körperbehinderte. Acht von ihnen stellen sich erneut der Kamera. D 2014. Regie: Gunther Scholz.

RBB, So., 23.25


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