Aus: Ausgabe vom 04.12.2017, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Koks im Spiel

Sport am Wochenende | Sa., 19.10 Uhr, DLF

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Na, welche Kugel ist die richtige? Bei früheren FIFA-Auslosungen wurde schon mal zugunsten des Gastgeberlandes getrickst (1.12.2017, Moskau)

Wurde bei der Auslosung der Gruppenaufteilung bei der kommenden Fußballweltmeisterschaft zugunsten des Gastgebers Russland geschummelt? Der Deutschlandfunk befragte Thomas Kistner, Sportressortchef der Süddeutschen Zeitung und dabei Experte für Korruption. Der erzählte, wie bei früheren Ziehungen schon einmal Loskugeln in die Gefriertruhe gesteckt oder die Namen der Mannschaften von Zetteln verlesen wurden, von denen nicht ersichtlich war, ob sie tatsächlich den gezogenen Kapseln entnommen worden waren – oder vorbereitet auf dem Pult lagen. Schließlich habe die FIFA ein Interesse daran, dass die Mannschaft des Landes, das Austragungsort des Wettbewerbs ist, in ihm so weit komme wie möglich. Auch Spiele seien manipuliert worden. Der Schiedsrichter, der Südkorea im Viertelfinale 2002 gegen Spanien zum Sieg pfiff, sei später mit Kokain erwischt worden. Nur bei Südafrika sei es mit rechten Dingen zugegangen. In der Heimat der Vuvuzelas sei eben nicht soviel Geld im Spiel gewesen. (jt)


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