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Freddy Guevara

Venezuelas Gerichte wollen Gewalt aufarbeiten

Von Modaira Rubio, Caracas
Foto: Veronica Canino/AVN
Keine Berührungsängste: Freddy Guevara zeigte sich im Sommer gerne mit vermummten Straßenkämpfern

Caracas. In Venezuela soll sich der Parlamentsabgeordnete und Chef der Rechtspartei »Volkswille« (VP), Freddy Guevara, vor Gericht verantworten, weil er Kinder und Jugendliche zu terroristischen Aktionen angestiftet haben soll. Guevara, der auch Vizepräsident des venezolanischen Parlaments ist, hatte im Sommer während der monatelangen Ausschreitungen gegen die Regierung Venezuelas zu den Wortführern der militanten Opposition gehört und sich auch mit den meist jungen Straßenkämpfern ablichten lassen.

Der Oberste Gerichtshof des südamerikanischen Landes hatte am Freitag offiziell die Aufhebung der Immunität Guevaras beantragt, damit ihm vor einem ordentlichen Gericht der Prozess gemacht werden könne. Am Sonnabend setzte sich der Politiker daraufhin in die chilenische Botschaft in Caracas ab. Die diplomatische Vertretung nahm ihn als »Gast« auf, wie das Außenministerium in Santiago de Chile mitteilte.

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.11.2017, Seite 7, Ausland

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