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Geheimpapiere aufgetaucht

Die »Jamaika«-Chefunterhändler haben offensichtlich ein Geheimpapier verfasst, das nie ans Tageslicht gelangen und unter allen Umständen der Öffentlichkeit vorenthalten werden sollte. Das sieben Seiten lange Dokument beinhaltet einen 125 Punkte umfassenden Bearbeitungskatalog mit zwölf zentralen Themenblöcken.

Neben den Punkten befinden sich in dem Dokument dem Vernehmen nach mehrere tausend Kommas, eine unbekannte Anzahl von Doppelpunkten, viele Anführungs- und Fragezeichen sowie Dutzende Semikolons. Es soll zudem altgermanische Runen, Hieroglyphen, eine Keilschrift – vermutlich außerirdischen Ursprungs – und einige lose Seiten aus Hitlers Tagebuch umfassen. Nach Recherchen der Zeitschrift Stern garantiert echt. Experten rätseln über den Inhalt des Geheimpapiers und sind noch zu keiner Stellungnahme bereit.

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Die SPD-Führung zeigte sich an einer CD mit dem »Jamaika«-Geheimpapier interessiert und ist wohl bereit, mehrere Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Notfalls muss Peer Steinbrück reaktiviert werden (aktuell als Comedian auf Tour) und mit der 7. Kavallerie vom Fort Yuma die Herausgabe der Dokumente erzwingen. Was Schweizer Steuerhinterzieher-CDs angeht, hat er damit gute Erfahrungen gemacht.

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.11.2017, Seite 11, Feuilleton

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