Aus: Ausgabe vom 13.10.2017, Seite 14 / Feuilleton

Wahlboykott in Kenia

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In Kenia sind am Mittwoch Tausende Anhänger von Oppositionsführer Raila Odinga auf die Straße gegangen. Der Politiker hatte am Vortag seine Kandidatur bei der Wiederholung der Präsidentschaftswahl am 26. Oktober zurückgezogen. Der Widersacher des Amtsinhabers Uhuru Kenyatta begründete seine Entscheidung damit, dass notwendige Reformen des Wahlsystems nicht umgesetzt worden seien.

In der Hauptstadt Nairobi gab es Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten. Die Polizisten setzten Tränengas ein, die Anhänger des Oppositionspolitikers warfen Steine.

Kenyatta hatte die Präsidentschaftswahl vom 8. August nach amtlichen Angaben mit gut 54 Prozent gewonnen, auf Odinga entfielen demnach knapp 45 Prozent der Stimmen. Der Oberste Gerichtshof erklärte das Resultat allerdings wegen Unregelmäßigkeiten für ungültig. (AFP/jW)

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