Aus: Ausgabe vom 25.09.2017, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Klamauk mit Rattenhack

Der König von Berlin | ARD, Sa, 20.15

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Hat noch den witzigsten Part: Marc Hosemann als Rattenfänger Toni mit künstlichem russischen Akzent, weil Russen angeblich die besten Kammerjäger sind

Wenn das deutsche Fernsehen eine Komödie produziert, dann muss man sich selbst in nachsichtigst amüsierbereiter Stimmung anstrengen, eine Stelle zum Lachen zu finden. Obwohl die Geschichte über den Berliner Provinzfilz – Verfilmung eines Romans von Comedian Horst Evers – durchaus Potential gehabt hätte, kommt das Ding nicht in die Gänge. Ein Großmogul der Schädlingsbekämpfungsbranche soll sich selbst entleibt haben, obwohl er an Alzheimer leidet. Ein Kriminalbeamter aus Kloppenburg kommt zur Fortbildung in die Hauptstadt, nimmt sich des oberfaulen Falls an und versucht nebenbei zu klären, warum die Berliner Ratten plötzlich tagaktiv und resistent gegen alle Gifte sind. Verstehen muss man das alles ebensowenig wie die Motive der möglichen Täter. Dazwischen hampelt Anna Fischer als selbsternannte Assistentin und Verehrerin des Kloppenburgers (Florian Lukas) herum und kurvt mit ihrem Minitransporter als Verkehrsrowdy durch die Gegend. Am Ende regnet es gehäckselte Nager. (jf)


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