Aus: Ausgabe vom 02.09.2017, Seite 6 (Beilage) / Wochenendbeilage

Gepflastert mit den Leichen der Armen

Über die britische Kolonialherrschaft in Indien 1858–1947

Von Gerd Bedszent
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»Anreize für Faulheit«? Essensausgabe im westindischen Sholapur um 1900

»Er ist uns nötig; er macht uns Feuer,

Holt unser Holz, verrichtet mancherlei,

Das Nutzen schafft. He, Sklave! Caliban!

Du Erdkloß, sprich!«

(William Shakespeare, Der Sturm)

Dass das sogenannte Zeitalter der großen Entdeckungen auch ein Zeitalter weltweiter Plünderung und unzähliger Gewaltakte war, wird hier als bekannt vorausgesetzt. Im öffentlichen Bewusstsein sind Greueltaten spanischer Konquistadoren in Süd- und Mittelamerika durchaus präsent. Eine ähnlich brutale koloniale Landnahme gab es aber auch im Süden Asiens. Schon das schrittweise Vordringen portugiesischer Seefahrer bis hin zur Südspitze Afrikas wurde unter anderem mittels Sklavenhandel finanziert. Und als die Portugiesen im Jahre 1498 erstmals Indien erreichten, war dies für die Einheimischen der Beginn einer Katastrophe.

Nein, ein vollständiger Abriss der Geschichte Indiens kann hier nicht geliefert werden. Der Meinung von Karl Marx, die indische Gesellschaft habe überhaupt keine Geschichte, sondern nur eine »Geschichte der aufeinanderfolgenden Eindringlinge«¹, muss man allerdings widersprechen. Marx kannte die vollständige Geschichte des Subkontinentes ganz einfach nicht – zu seiner Zeit hatte sie noch kein Historiker oder Archäologe dem Dunkel des kolonialen Vergessens entrissen. Auf dem Territorium der heutigen Indischen Union und der Nachbarstaaten existierten jedenfalls schon in der Frühgeschichte der Menschheit bedeutende Hochkulturen. Bereits im dritten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zählte die Induskultur zu den am weitesten entwickelten der Welt.

Zum Zeitpunkt des Eindringens der Europäer wurde der Norden Indiens von muslimischen Feudalreichen dominiert. Die südindischen Küstenstädte waren damals bedeutende Zentren eines umfänglichen Fernhandels unter anderem mit der arabischen Halbinsel, China, Ägypten und dem südlichen Afrika. Die Ankunft der Portugiesen erwies sich für diesen Überseehandel als verheerend. Den mit Geschützen ausgerüsteten europäischen Karavellen waren die indischen und arabischen Handelsschiffe nicht gewachsen. Schon die ersten portugiesischen Flotten pflegten beim Zusammentreffen mit arabischen Schiffen diese auszuplündern und mitsamt der Besatzung zu versenken. Ostafrikanische und indische Küstenstädte, die sich restriktiv diktierten Handelsbedingungen nicht unterwerfen wollten, wurden mittels Schiffsartillerie in Trümmer gelegt. Der Seehandel über den Indischen Ozean ging massiv zurück; das im heutigen Simbabwe gelegene Munhumutapa-Großreich, das ökonomisch auf Rohstoffexporten in Richtung Indien basierte, zerfiel im Bürgerkriegschaos.

Abschöpfen von Reichtum

Mit der Ankunft anderer europäischer Mächte brach das überdehnte, auf nacktem Raub und Erpressung beruhende portugiesische Weltreich bis auf geringe Reste zusammen. Die frühkapitalistischen Mächte Niederlande und Großbritannien traten sein koloniales Erbe an. In Indien konnte sich die britische Ostindien-Kompanie gegen ihre Konkurrenten durchsetzen und dominierte in der Folge die Wirtschaft des Subkontinentes.

Indien war zunächst nicht im Besitz der englischen Krone. Die Kaufleute der britischen Ostindien-Kompanie zahlten einen jährlichen Tribut an die Regierung in London und diese verschaffte ihr bei den Geschäften freie Bahn. Die koloniale Wirtschaft beruhte hauptsächlich auf den Export von Textilien und Tee und dem Import englischer Industrieerzeugnisse. Unter Ausnutzung der Konflikte zwischen den verschiedenen Feudalreichen konnte die »Company« mit Hilfe einheimischer Söldner ihren Einfluss auf fast den gesamten Subkontinent ausdehnen.

Nach einer vordergründig religiös motivierten Revolte der indischen Kolonialtruppen im Jahre 1857 wurde der indische Subkontinent vom Privatbesitz einer Handelsgesellschaft in eine britische Kronkolonie umgewandelt. In der Praxis erschöpfte sich diese Umgestaltung weitgehend darin, die Angestellten der Ostindien-Kompanie durch Regierungsbeamte zu ersetzen. Das Grundprinzip der tributären und handelspolitischen Ausplünderung blieb bestehen.

Karl Marx schrieb dazu im Jahre 1853: »Es kann jedoch keinem Zweifel unterliegen, dass das von den Briten über Hindustan gebrachte Elend wesentlich anders geartet und unendlich qualvoller ist als alles, was Hindustan vorher zu erdulden hatte. (…) England hat das ganze Gefüge der indischen Gesellschaft niedergerissen, ohne dass bisher auch nur die Spur eines Neuaufbaus sichtbar geworden wäre.«²

Zerstörung von Infrastruktur

Die vorkoloniale Wirtschaft, auf der der umfängliche indische Fernhandel basierte, wurde nach Ankunft der Europäer weitgehend zerstört. Zahlreiche einheimische Handwerks- und Manufakturbetriebe fielen binnen kurzem der britischen Konkurrenz zum Opfer. Neu entstandene Wirtschaftszweige waren ausschließlich auf die Interessen des »Mutterlandes« ausgelegt und unterlagen rigiden Preisdiktaten. Die städtische Bevölkerung verarmte demzufolge massiv. Zwischen 1757 und 1947 gab es keinen Anstieg des indischen Pro-Kopf-Einkommens, eher eine deutliche Verschlechterung, verbunden mit einem Rückgang der durchschnittlichen Lebenserwartung.

Besonders desaströs wirkten sich die Folgen britischer Kolonialpolitik auf dem Agrarsektor aus. Der indische Subkontinent wurde zwar schon in der vorkolonialen Epoche regelmäßig von Dürreperioden heimgesucht. Die frühen Feudalreiche hatten jedoch durchaus wirksame Abwehrmaßnahmen gegen deren Folgen entwickelt. Ein System von Dämmen, ­Kanälen und Speichersystemen sorgte für eine Regulierung der regionalen Wasserhaushalte, jede Dorfgemeinschaft unterhielt außerdem Vorratshäuser, aus denen sich die Bewohner beim Ausbleiben der jährlichen Regenperiode mehrere Monate lang versorgen konnten. In Zeiten des Wassermangels konnte so ein Massensterben der Bevölkerung zumeist abgewendet werden.

Unter dem auf reine Profitmaximierung ausgerichteten Regime der Ostindien-Kompanie wurden die traditionellen Wasserregulierungssysteme gründlich vernachlässigt; es erfolgte keinerlei Investition öffentlicher Mittel mehr in deren Wartung und Instandhaltung. Nach der Umwandlung Indiens in ein britisches Vizekönigreich hatte die Regierung auch noch die dörflichen Vorratsspeicher privatisiert, also den Gesetzen des Marktes und damit der Profitgier von Händlern preisgegeben.

Gemäß dem damals gültigen liberalen Dogma von der alles regulierenden »unsichtbaren Hand« des Marktes galten staatliche Eingriffe in das Wirtschaftsgeschehen generell als schädlich. Man unterstellte, die bei einer Lebensmittelverknappung unweigerlich zu erwartenden Preissteigerungen würden Hungerkatastrophen von selbst verhindern. Das Gewinnstreben der Händler sollte zusammen mit dem unter britischer Herrschaft aufgebauten Eisenbahnnetz ganz ohne regulierende Eingriffe öffentlicher Institutionen dafür sorgen, dass Getreidevorräte aus nicht von der Dürre betroffenen Regionen schnell den erhöhten Lebensmittelbedarf der Katastrophengebiete ausglichen.

Massensterben

Man muss die blutigen Feudalfehden sowie die massive soziale Ungleichheit in der vorkolonialen Epoche Indiens nicht nachträglich idealisieren, um sich einen Blick dafür zu bewahren, dass die Frühphase der kapitalistischen Moderne »mit den Leichen der Armen gepflastert war.«³ Schon in den Anfängen der britischen »Landnahme« kam es zu grauenhaften Szenen – der Hungersnot des Jahres 1770 in Bengalen fiel beispielsweise ein Drittel der Bevölkerung zum Opfer. Das waren jedoch nur erste Vorzeichen dessen, was sich später abspielen sollte. Bei den weltweiten Dürrekatastrophen der Jahre 1876 bis 1879 sowie 1896 bis 1900 gab es nach verschiedenen Schätzungen zwischen 12 bis 29 Millionen Hungertote im britisch regierten Indien.

Die Kolonialadministration sah dem Massensterben zunächst tatenlos zu. Staatliche Preisreglementierungen sowie Hungerhilfe aus öffentlichen Mitteln wurden als »Anreize für Faulheit« betrachtet. Die Leute sollten arbeiten und sich selbst helfen. Hinzu kamen sozialdarwinistische Denk- und Verhaltensweisen bei den Funktionsträgern der Kolonialverwaltung. Gemäß diesen – auf den englischen Prediger Thomas Malthus zurückgehenden Vorstellungen – galten Kriege und Hungersnöte als quasi natürliche Regulationsmechanismen gegen eine drohende Überbevölkerung.

Die Folgen der ausschließlich nach monetären Gesichtspunkten ausgerichteten Kolonialpolitik waren grausig. Die Menschen starben massenhaft im Angesicht gefüllter Getreidespeicher, weil sie sich die inzwischen ins Unbezahlbare gestiegenen Preise für eine Handvoll Korn nicht leisten konnten. Mit der Preisexplosion griff der Hunger auch auf Gebiete über, in denen es überhaupt keine Missernte gegeben hatte. Irgendwann war die Angst vor dem Hungertod dann stärker als die Knüppel der Wächter und die Gewehre der Kolonialsöldner – allein 1877 gab es in Indien 150 »Getreideaufstände«. Oft stürmten die Verhungernden bereits geleerte Speicher, da die Händler in Voraussicht dessen, was unweigerlich passieren würde, ihre Vorräte hatten abtransportieren lassen. Natürlich mit Hilfe desselben Schienennetzes, das angeblich dafür errichtet war, die Hungergebiete mit Lebensmitteln zu versorgen. Während Millionen Inder vor Hunger starben, exportierte das Land Getreide und erzielte dabei Rekordüberschüsse.

Angesichts der Untätigkeit britischer Behörden organisierten Privatleute und Wohltätigkeitsorganisationen Lebensmittelspenden. Dies wurde ihnen mittels Haftandrohung als schädlicher Eingriff in das Marktgeschehen untersagt. Britisches Militär errichtete Straßensperren, um die in panischer Angst aus den Dürregebieten fliehenden Bauern davon abzuhalten, in Großstädte zu gelangen. Örtliche Beamte berichteten damals, die einzig Wohlgenährten in ihren Dörfern seien Hunde, die sich an den Leichen der Kinder satt fräßen.

Von der Kolonialverwaltung wurden die Hungerflüchtlinge schließlich in Lagern interniert und als Arbeitskräfte bei öffentlichen Baumaßnahmen eingesetzt. Ihre Lebensmittelversorgung lag wesentlich unter der schon knapp bemessenen Ration für inhaftierte Schwerverbrecher – die Menschen starben weiter massenhaft. Für den stellvertretenden Gouverneur Richard Temple waren diesbezügliche Berichte lediglich eine Folge der »Neigung dieser Armen, das Brot der Faulheit zu essen«.⁴

Der damals regierende britische Vizekönig Robert Bulwer-Lytton, nebenberuflich Dichter, erwarb sich als Hauptverantwortlicher für die Hungerkatastrophe von 1877 die Bezeichnung »der indische Nero«.⁵

Sklavenarbeit und Bauernkrieg

Die Indische Union errang nach dem Zweiten Weltkrieg die Unabhängigkeit. Das zunächst folgende Industrialisierungsprogramm basierte auf starken wirtschaftlichen Aktivitäten des Staates – allein in den ersten Jahren verdreifachte sich die indische Industrieproduktion. Unzweifelhaft vorhandene Disproportionen innerhalb der indischen Volkwirtschaft mussten dann in den 1980er Jahren als Begründung für einen ideologischen Schwenk in Richtung Neoliberalismus herhalten. Unter der Schirmherrschaft konservativ-nationalistischer Politiker schickte sich nun der Marktradikalismus an, das Erbe der staatsfinanzierten Aufbauperiode zu übernehmen.

Die Folgen waren voraussehbar. Die schon zuvor gigantische Kluft zwischen Arm und Reich in der indischen Bevölkerung verbreiterte sich noch weiter. Etwa einer Million neureicher Millionäre stand schließlich eine Zunahme der Armutsbevölkerung um 56 Millionen gegenüber. Für die städtische Armut erwiesen sich die 1990er Jahre als die »schlimmste Zeit seit der Unabhängigkeit«⁶ – allein zwischen 1991 und 1994 stiegen die Lebensmittelpreise um 58 Prozent. Von den derzeit 1,2 Milliarden Indern gelten nach offiziellen Angaben etwa 300 Millionen als arm. Nach den Bemessungsgrundlagen des »Human Development Reports« sind sogar 55,4 Prozent der indischen Bevölkerung von Armut betroffen. Ein funktionierendes Sozialsystem ist in Indien bis heute nicht vorhanden. Etwa 92 Prozent der arbeitenden Bevölkerung sind derzeit im informellen Sektor beschäftigt, also ohne Kranken-, Renten- und Unfallversicherung. Lediglich ehemalige Staatsbeamte haben Anspruch auf eine niedrige Pension. 35 Prozent der indischen Bevölkerung sind Analphabeten.

Ein besonders finsteres Kapitel der neueren indischen Wirtschaftsgeschichte ist die räuberische Kinderarbeit. Häufig verkaufen die Allerärmsten ihre Kinder für eine Handvoll Geld an Unternehmen, froh, der Sorge um den Unterhalt ledig zu sein. Diese Kinder müssen dann jahrelang ohne oder fast ohne Bezahlung in Betrieben schuften, deren Sozialstandards höchstens noch mit dem schlimmsten Manchesterkapitalismus verglichen werden können. In der Stadt Varanasi, Zentrum der indischen Textilindustrie, arbeiten beispielsweise 200.000 Minderjährige unter menschenunwürdigen Bedingungen. Zum Teil werden Kinder regelrecht gekidnappt und zu Sklavenarbeit gezwungen.

Die schrecklichen Verhältnisse in den städtischen Slums resultieren nicht zuletzt aus einer planmäßig vorgenommenen Enteignung von Dorfbewohnern. Die seit der Unabhängigkeit forciert vorangetriebene Industrialisierung Indiens ging stets zu Lasten der Landbevölkerung. Die Errichtung von Staudämmen – der erste indische Ministerpräsident Jawaharlal Nehru bezeichnete diese seinerzeit als »Tempel des modernen Indien« – und Industrieanlagen sowie die Erschließung von Rohstofflagerstätten bedeutete immer zuerst eine Vertreibung der ursprünglich ansässigen Bauernschaft.

Während Grundbesitzer im Regelfall entschädigt wurden, verloren Pächter und Tagelöhner den Lebensunterhalt und mussten ihre Siedlungen räumen. Die indische Schriftstellerin und Politaktivistin Arundhati Roy bezifferte die Anzahl der allein durch Staudammprojekte in den letzten Jahrzehnten Vertriebenen auf 33 Millionen. Nur wenige von ihnen konnten in den neu errichteten Indus­trieanlagen eine neue Erwerbsmöglichkeit finden; die Mehrheit landete in den Elendsvierteln der Großstädte.

Aber auch so sinkt der Lebensstandard in den indischen Dörfern ständig. Neoliberale Strukturreformen bewirkten einen erneut zunehmenden Verfall der ländlichen Infrastruktur. Indien hat zur Zeit eines der gefährlichsten Straßennetze der Welt; 80.000 Menschen sterben jährlich bei Verkehrsunfällen. Infolge permanenter Stromverluste im zusammenbrechenden Netz stiegen die Energiepreise um das Mehrfache und sind für ärmere Bauern unbezahlbar. Drei Viertel der dörflichen Haushalte verfügen über keine Abwasserentsorgung und über kein sauberes Trinkwasser. Ein Großteil der ländlichen Haushalte ist stark verschuldet. Seit 1997 kommt es daher immer wieder zu massenhaften Selbsttötungen überschuldeter Landwirte; allein im Jahre 2004 starben 16.000 indische Bauern durch Suizid.

Besonders betroffen von Vertreibung und Enteignung sind die zum Teil noch in vorfeudalen Stammesstrukturen lebenden indischen Ureinwohner (Adivasi). Die Mehrheit dieser kleinen Völkerschaften – ihre Bevölkerungszahl wird derzeit auf etwa 90 Millionen geschätzt – ist in noch unerschlossenen Urwäldern Zentralindiens beheimatet. Und gerade diese geraten immer mehr ins Visier westlicher Bergbaukonzerne.

Seit den 1960er Jahren lehnen sich Teile der indischen Landbevölkerung in einer ganzen Kette von Aufständen gegen den Terror von Grundbesitzern oder gegen von seiten der Behörden beabsichtigte Vertreibungen auf. Eine in Nord- und Zentralindien operierende maoistische Guerilla (Naxaliten) konnte unter verarmten Dorfbewohnern und den noch in Stammesgesellschaften lebenden Adivasi eine nicht unbeträchtliche Anhängerschaft rekrutieren. Die indischen Guerilleros stehen dabei in einem Zweifrontenkrieg: Sie kämpfen sowohl gegen die Enteignung und Vertreibung von Dorfgemeinschaften durch Regierung und internationale Konzerne als auch gegen die Ausplünderung der Dorfarmut durch Grundbesitzer, Geldverleiher und Händler. Die bewaffneten Maoisten werden seit dem Jahre 2009 von der indischen Regierung offiziell als ernste Bedrohung angesehen.

1 Karl Marx: Die britische Herrschaft in Indien. In: Marx-Engels-Werke (MEW), Band 9, Dietz-Verlag, Berlin/DDR 1960, S. 127–133

2 ebd.

3 Mike Davis: Die Geburt der Dritten Welt. Hungerkatastrophen und Massenvernichtung im imperialistischen Zeitalter. Aus dem amerikanischen Englisch von Ingrid Scherf, Assoziation A, Berlin/Hamburg/Göttingen 2005

4 ebd.

5 ebd.

6 Mike Davis: Planet der Slums. Aus dem amerikanischen Englisch von Ingrid Scherf, Assoziation A, Hamburg 2007

Gerd Bedszent, Jahrgang 1958, lebt und arbeitet als Journalist in Berlin. Langjährige Arbeit im Verkehrsbau. Letzte Veröffentlichung: »Zusammenbruch der Peripherie. Gescheiterte Staaten als Tummelplatz von Drogenbaronen, Warlords und Weltordnungskriegern« (2014)

Der hier abgedruckte Text stammt aus der Aufsatzsammlung »Wirtschaftsverbrechen und andere Kleinigkeiten«, die am 15. September erscheint.

Gerd Bedszent: Wirtschaftsverbrechen und andere Kleinigkeiten. Nomen-Verlag, Frankfurt am Main 2017, 160 Seiten, 14,90 Euro

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