• Pol & Pott

Aus: Ausgabe vom 19.08.2017, Seite 8 (Beilage) / Wochenendbeilage

Sushi mit Gemüse

Von Ina Bösecke

Wenn es dunkel wird, das weiß jedes Kind, kommen die Monster vorbei. Sitzen im Schrank, liegen unterm Bett, planschen in der Toilette – aber nur, wenn man allein drauf geht. Erwachsene sehen Monster nicht, sie sind einfach zu beschränkt. Deshalb spielen sie in dem Animationsfilm für Kinder »Die Monster AG« (USA 2001) von Peter Docter, David Silverman und Lee Unkrich auch keine Rolle. Alle Probleme, die auftauchen, lösen die Monster und die Kinder allein. Beziehungsweise ein kleines Mädchen namens Buh und die Monster Sulley und Mike Glotzkowski.

Die zwei zuletzt Genannten sind beste Freunde und arbeiten zusammen in der Monster AG, einer Firma, die für die Stadt Monstropolis Energie erzeugt. Sie tut das auf recht grausame Art. Die Monster erschrecken Kinder und gewinnen durch deren Schreie Energie, die sie in Behältern auffangen. Sulley ist einer der besten Kindererschrecker und damit der gefeierte Vorarbeiter dieser AG. Ausgerechnet ihm läuft durch einen Fehler ein kleines Mädchen aus der Menschenwelt zu und findet Gefallen an ihm. Und er an ihr. Monster haben nämlich – so vermittelt es der Film – genauso viel Angst und Abscheu vor den Kindern wie diese vor ihnen. Bleibt eine Kindersocke an einem Monster kleben, kommt wegen schwerer Kontaminierungsgefahr sofort ein Einsatzkommando und sperrt die gesamte Monster AG ab.

Damit es richtig spannend wird, gibt es noch ein echt fieses Monster, das gegen Sulley und Mike intrigiert und Buh lebensgefährlich bedroht. Am Ende siegt das Gute, wenigstens Kinder müssen daran glauben können. Außerdem gibt es eine fulminante Idee, wie man für die Stadt Monstropolis viel besser und friedlicher Energie beschaffen kann. Man muss die Dinge verändern, wenn sie nicht mehr zeitgemäß sind, lautet eine Botschaft des Films. Lernt die Leute (oder Wesen) kennen, vor denen ihr Angst habt, eine andere.

Was essen Monster? Diese Frage wird nun endlich geklärt: Sushi! Zumindest ist ihr Lieblings- ein Sushi-Restaurant. Sushi-Reis: 200 g japanischen Klebreis in ein Sieb geben, gründlich unter fließendem kalten Wasser waschen. Abtropfen lassen. Reis in einen Topf geben, so viel Wasser angießen, dass die Körner knapp bedeckt sind. Einmal aufkochen, bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten zugedeckt garen, bis das gesamte Wasser aufgenommen wurde. Vom Herd nehmen, ein gefaltetes Küchentuch unter den Deckel legen, Reis weitere 10 Minuten quellen lassen, dann in eine flache Schale geben. Eine Prise Salz und eine Prise Zucker in zwei EL Reisessig unter Rühren auflösen. Unter den Reis rühren.

Sushi mit Gemüse und Noriblättern: Eine Paprika, eine geschälte Salatgurke in Streifen schneiden und eine Fleischtomate klein schneiden. Ein großes Noriblatt einige Sekunden über einer kleinen Gasflamme anrösten. Blatt in 24 Streifen schneiden. Aus 125 g gekochtem Sushi-Reis 24 längliche Röllchen formen. Die Gemüsestücke auf einer Seite mit Wasabipaste bestreichen, mit dieser Seite auf die Reisröllchen legen. Jeweils mit einem Noriblattstreifen umwickeln. Wasabi, eingelegte Ingwerscheiben und Sojasauce dazu reichen.

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Infos und Verweise zu diesem Artikel:
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