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Durchsuchung bei Kiewer Medienholding

Kiew. Die ukrainische Militärstaatsanwaltschaft hat am Freitag die Büros der regierungskritischen Westi-Medienholding durchsucht. »Es werden gerade Durchsuchungen in 183 Räumen von Exminister (Alexander) Klimenko vorgenommen«, teilte Militärstaatsanwalt Anatoli Matios auf Facebook mit. Die Tätigkeit der Redaktionen würde angeblich nicht behindert. Die Journalisten von Zeitung und Radio sprachen dagegen von einer Blockade ihrer Arbeit. Die Razzia gehöre zu Ermittlungen gegen das Umfeld des im Februar 2014 nach Russland geflüchteten Exstaatspräsidenten Viktor Janukowitsch, schrieb Matios. Klimenko soll als Leiter der Steuerbehörde dem ukrainischen Staat zwischen 2010 und 2014 umgerechnet 10,5 Milliarden Euro entzogen haben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.07.2017, Seite 7, Ausland

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