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Atomkonzern will Tritium ins Meer leiten

Tokio. Der Betreiber des nach katastrophalen Kernschmelzen stillgelegten Atomkraftwerks im japanischen Fukushima will Wasser mit radioaktivem Tritium ins Meer ablassen. Das sagte der Chef des Nuklearkonzerns Tepco der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Das radioaktive Wasserstoff-Isotop Tritium ist in den gewaltigen Massen verstrahlten Wassers enthalten, das bei der Kühlung der am 11. März 2011 infolge eines schweren Erdbebens und Tsunamis zerstörten Reaktoren anfällt. Zwar filtert ein Reinigungssystem das Wasser von allen anderen radioaktiven Isotopen, aber nicht von Tritium. Das Isotop stelle nur ein geringes Risiko für die menschliche Gesundheit dar, hieß es von Kyodo am Freitag. Die Fischer in Fukushima befürchten jedoch weiteren Schaden für ihr Geschäft. Auch andere AKW lassen laut Kyodo routinemäßig tritiumhaltiges Wasser ins Meer ab. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.07.2017, Seite 1, Ausland

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