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03.05.2017
Literatur

Mnemosyne wendet sich ab

Erinnerungsarbeit für das 20. Jahrhundert: Christoph Heins Roman »Trutz«

Von Jakob Hayner
Mnemosyne, die Göttin der Erinnerung, gilt als die Mutter der neun Musen. Die antike Allegorisierung meint, dass die Kunst dem Gedächtnis dient oder dienen sollte. Es gibt aber auch eine Kunst des Gedächtnisses, die Mnemonik. Als deren Begründer wird gemeinhin Simonides von Keos angesehen, der bei einem Festmahl, welches durch den Einsturz der Saaldecke abrupt beendet wurde, präzise die Sitzposition der einzelnen Teilnehmer angeben konnte und so unverzichtbare Dien...

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