20.04.2017
Syrien
Eine verschwundene Welt
Flucht, Verfolgung und Gedanken an unbeschwerte Tage: Eine Reportage aus Aleppo
Von Karin Leukefeld, Aleppo
Die Eisenbahn in Aleppo fährt wieder. Laut erklingt ihr tiefes Horn, als sich die Waggons am Bagdad-Bahnhof langsam in Bewegung setzen. Der Name des Bahnhofs geht auf eine Zeit zurück, als der Zug von Aleppo über Mossul nach Bagdad fuhr, erklärt Joseph, der die Autorin in Syrien meist begleitet. Doch die schönste Strecke sei die durch Berge bei Dschisr Al-Schughur nach Latakia gewesen: »Durch die Wälder, durch Täler und Tunnel bis ans Mittelmeer.« Als Jugendliche...
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