Aus: Ausgabe vom 13.03.2017, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Diesel ohne Ende

Heute-Show | Fr. 22.30 Uhr, ZDF

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Demonstrant der Umweltschutzorganisation Greenpeace am 8. März in Berlin

Realsatire, die nicht mehr zugespitzt werden muss. Oliver Welke widmete sich der Frage, inwiefern regierende Politiker die Bevölkerung bezüglich des Dieselskandals für blöd verkaufen. Angela Merkel, in der vergangenen Woche letzte Zeugin vor dem entsprechenden Untersuchungsausschuss, erklärte, sie habe von Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung auch erst aus den Medien erfahren. Obwohl die EU seit 2007 vor den Folgen warnte. Merkels Sorge galt der Autoindustrie, die durch Umweltauflagen überfordert werden könne. Den besten Tip für von Politik und Automafia geprellte VW-Besitzer hatte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) parat, als er während einer Pressekonferenz das Verbot für Dieselfahrzeuge in Stuttgart verteidigte. Eine Reporterin fragte ihn, was er einem armen Schlucker sagen werde, der nun mal einen alten Diesel fahre und kein Geld habe, sich ein neues Auto zu kaufen. Kretschmann: »Auf andere Verkehrsmittel umsteigen oder sich irgendwas Intelligentes überlegen!« (mme)

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