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Weiter Streit um Atomausstieg

Berlin. In den Regierungparteien gibt es weiter Streit um die künftige Atompolitik. Nachdem Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) am Wochenende einen Sechs-Punkte-Plan für eine schnelle Energiewende vorgestellt hatte, bezweifelte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Fuchs, am Montag die Finanzierbarkeit der Vorhaben. Der haushaltspolitische Sprecher der Union, Norbert Barthle (CDU), sprach sich gegen Subventionen für regenerative Energieträger aus.

Röttgen hatte unter anderem ein Sonderprogramm zum schnellen Ausbau der Windkraft noch in diesem Frühjahr mit einem Volumen von fünf Milliarden Euro vorgeschlagen. Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) bezeichnete die Idee eines Atomausstiegs bis 2017 als »absurd«. Dagegen kommt das Umweltbundesamt in seinem aktuellen Bericht zu dem Schluß, daß alle deutschen AKW bis 2017 stillgelegt werden könnten, ohne daß es zu Versorgungsengpässen und großen Preissprüngen kommen müsse. Bis zum bedarfsdeckenden Ausbau regenerativer Energien könnten erdgasbetriebene Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung mögliche Engpässe überbrücken.
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(AFP/dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.04.2011, Seite 4, Inland

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