Zum Inhalt der Seite

Endlagerkritiker verweigern Dialog

Lüchow. Kommunalpolitiker und Umweltgruppen aus dem niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg verweigern sich dem »Dialogangebot« von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) über das Endlagerprojekt Gorleben. Röttgen biete nur begleitende Gespräche an, während im Gorlebener Salzstock Baumaschinen bereits Fakten schafften, kritisierten Landrat Jürgen Schulz (parteilos) und Politiker von SPD, Grünen, FDP und Linkspartei am Donnerstag in einer Anzeige der Elbe-Jeetzel-Zeitung. Das Angebot sei nichts »als eine Alibiveranstaltung, die den Weg zur Durchsetzung eines Atommüllendlagers in Gorleben nur garnieren soll«, heißt es in der als Offener Brief formulierten Anzeige weiter. Zu den Unterzeichnern gehören auch Umweltgruppen, der örtliche DGB, die Rechtshilfe Gorleben und das Aktionsbündnis »ausgestrahlt«. Röttgen will am kommenden Montag in einer öffentlichen Kreistagssitzung in Hitzacker sein Konzept für einen Gorleben-Dialog präsentieren. (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.02.2011, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!