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26.06.2010
- → Aktion
jW-Sommerakademie
Lektion 2: Gesellschaftliches Eigentum
Foto: jW-Archiv
Sommerakademie
Gesellschaftliches Eigentum, das (s.). Ist eine historisch
unterschiedlich kollektive Form des Eigentums an
Produktionsmitteln. Die geschichtlich erste Form des
Gemeineigentums war in der Urgesellschaft Grundlage des Lebens
kleiner, getrennt voneinander lebender Gruppen. Mit der
Herausbildung von Klassen und Staat entstand staatliches Eigentum.
Es ist in allen Klassengesellschaften bis hin zum Kapitalismus Teil
der jeweiligen Ausbeutungsverhältnisse. Ihnen sind auch die
verschiedenen Formen des Gruppeneigentums (z. B. Genossenschaften,
Vermögen von Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und anderen
Organisationen) unterworfen. In national befreiten Ländern
kann staatliches Eigentum Grundlage für die Überwindung
des kolonialen Erbes und für eine antikapitalistische,
sozialistisch orientierte Entwicklung werden.
Im Kapitalismus wird in einem jahrhundertelangen Prozeß die Zersplitterung der Produktion überwunden, verschmelzen lokale Märkte zu nationalen, entsteht ein Weltmarkt. Mit der maschinellen Fertigung bilden sich riesige Industriezentren und -regionen, erhält die Produktion gesellschaftlichen Charakter. Zugleich bleibt die privatkapitalistische Aneigung der Ergebnisse bestehen. Die Folge ist Anarchie der Produktion auf gesellschaftlicher Ebene bei straffster Organisation der Produktion im Einzelbetrieb. Laut Friedrich Engels kommt dieser Widerspruch in den Wirtschaftskrisen »zum gewaltsamen Ausbruch« (Marx-Engels-Werke: Band 19, Seite 219). Die deformierte Vergesellschaftung schafft die materiellen Voraussetzungen für sozialistisches g. E. Dessen Entstehung und Entwicklung ist aber an eine sozialistische Revolution gebunden. (asc)
Im Kapitalismus wird in einem jahrhundertelangen Prozeß die Zersplitterung der Produktion überwunden, verschmelzen lokale Märkte zu nationalen, entsteht ein Weltmarkt. Mit der maschinellen Fertigung bilden sich riesige Industriezentren und -regionen, erhält die Produktion gesellschaftlichen Charakter. Zugleich bleibt die privatkapitalistische Aneigung der Ergebnisse bestehen. Die Folge ist Anarchie der Produktion auf gesellschaftlicher Ebene bei straffster Organisation der Produktion im Einzelbetrieb. Laut Friedrich Engels kommt dieser Widerspruch in den Wirtschaftskrisen »zum gewaltsamen Ausbruch« (Marx-Engels-Werke: Band 19, Seite 219). Die deformierte Vergesellschaftung schafft die materiellen Voraussetzungen für sozialistisches g. E. Dessen Entstehung und Entwicklung ist aber an eine sozialistische Revolution gebunden. (asc)
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