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16.04.2009
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Ukrainische Nazianhänger und Massenmörder
Aus: Christopher Simpson: Der amerikanische Bumerang – NS-Verbrecher im Sold der USA. Wien 1988
»Die fünf Richter hatten einstimmig zu dem Urteil gefunden. Für sie besteht kein Zweifel, daß Demjanjuk ein ukrainischer Wachmann in den Diensten der SS war. Nachgewiesen ist seine Ausbildung zum Massenmörder im Lager Trawniki. Dort ermordeten Wachmänner übungsweise Juden im Rahmen ihrer Ausbildung zu Massenmördern an den Gaskammern der Vernichtungslager. Kein Zweifel, auch, daß Demjanjuk im Vernichtungslager Sobibor gedient hat.Die Richter bezweifeln auch nicht im geringsten das Erinnerungsvermögen der Überlebenden von Treblinka. Einige haben – gemäß allen Regeln der Kunst – in Demjanjuk ihren grausamen Peiniger wiedererkannt. Trotz dieser überwältigenden Beweislast wurde das Todesurteil des Jerusalemer Bezirksgerichts in erster Instanz nicht bestätigt.«
Der Tagesspiegel, 30. Juli 1993
»Es gibt aber noch einen anderen, viel schädlicheren Grund für die Unsichtbarkeit (gemeint ist das angebliche Ignorieren der Westmächte) der Ukraine: die nachhaltige Vorstellung von einer ukrainischen Kriegsschuld. Das Bild mit den Tausenden von Bürgern, die die Straßen ukrainischer Städte säumten, um die einrückenden deutschen Truppen im Jahre 1941 zu begrüßen, verfolgt die Ukrainer bis heute ebenso wie die Erinnerung an Tausende von Ukrainern, die sich an den deutschen Kriegsmaßnahmen beteiligt hatten. Aber dieses Bild von den ukrainischen Nationalisten als überschwengliche Nazi-Anhänger spiegelt ein Image wider, das von der Sowjetpropaganda mit allen Mitteln gefördert wurde.«Aus: Jahrbuch der Ukrainekunde 1986, hrsg. von einem Arbeitskreis der Ukrainischen Freien Universität München
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