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Leserbrief zum Artikel Mobilisierung gegen Gesetzentwurf: Entschlossen irrational vom 19.11.2020:

Protegierte Mystik

So was kommt von so was. Auf der einen Seite offenbart sich die Unfähigkeit des imperialistischen Systems zu wahrheitsgetreuer Bildung, und andererseits zeigt sich diese gefährliche Irrationalität bei den Anticoronaaktionen als existentielle Bedingung bis hin zur faschistischen Graduierung. Die Verleumdung der DDR und die Gleichsetzung von Sozialismus und Faschismus ist ein Beleg für die tendenzielle Richtung. Es spricht dabei für die »Errungenschaft« des Systems, die sozialistische Gegenwartsbewegung weitgehend paralysiert zu haben. Dafür muss das System Mystik, d. h. den geistigen Rückfall ins Mittelalter, nicht nur in Kauf nehmen, sondern in seinem Parasitentum als das kleinere Übel um des Maximalprofits Willen auch noch protegieren. Und was die Irrationalität mit zunehmend sprachlichen Paradoxien angeht, so höre ich in den Nachrichten von Klassikradio beispielsweise jüngst über die Kriegsverbrechen der US-Armee in Afghanistan, dass zahlreiche Zivilisten »unrechtmäßig getötet« worden seien. Der Fisch fängt immer vom Kopf an zu stinken, denn wie schlimm ist es um das geistige Niveau bestellt, wenn von »unrechtmäßiger Tötung« gesprochen wird? Es besteht demnach also auch ein »Recht auf Tötung«?
E. Rasmus
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