Probeabo abschließen und weiterempfehlen
Gegründet 1947 Dienstag, 31. März 2020, Nr. 77
Die junge Welt wird von 2267 GenossInnen herausgegeben
Probeabo abschließen und weiterempfehlen Probeabo abschließen und weiterempfehlen
Probeabo abschließen und weiterempfehlen

Leserbriefe

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bitte beachten Sie, dass Leserbriefe keine redaktionelle Meinungsäußerung darstellen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zur Veröffentlichung auszuwählen und zu kürzen. Leserbriefe sollten eine Länge von 2.500 Zeichen (etwa 390 Wörter) nicht überschreiten. Kürzere Briefe haben größere Chancen, veröffentlicht zu werden. Bitte achten Sie auch darauf, dass sich Leserbriefe mit konkreten Inhalten der Zeitung auseinandersetzen sollten. Ein Hinweis auf den Anlass Ihres Briefes sollte am Anfang vermerkt sein (Schlagzeile und Erscheinungsdatum des betreffenden Artikels bzw. Interviews). Online finden Sie unter jedem Artikel einen Link »Leserbrief schreiben«.

Einsendungen bitte an: leserbriefe@jungewelt.de

Nur Leserbriefe, die an diese Mailadresse geschickt werden, werden von uns berücksichtigt!

Per Post: junge Welt, Torstr. 6, 10119 Berlin, Kennwort: Leserbriefe

 

Leserbrief zum Artikel Corona: Virale Zeiten vom 26.03.2020:

Jammerlappen

Was sind viele unserer heutigen Zeitgeister für Jammerlappen wegen der läppischen »Ausgangbeschränkung«! Sieht und hört man auf irgendeinem Kanal die Interviews bezüglich dieser Maßnahmen, stellt man fest, dass im Regelfall die Älteren die Sache
gelassen und positiv sehen, diese Beschränkungen verstehen, sich ohne Gezeter danach richten. Leider stellt man fest, ohne etwas gegen die Jugend zu haben, dass viele der Jungen die Maßnahmen für übertrieben, ja fast unmenschlich halten. Party machen und das Leben genießen stehen im Vordergrund. Ausgerechnet durch diese Typen hat jetzt der größte Teil der Menschen in unserem
Land die »Ausgangsbeschränkung« per Diktat verordnet bekommen. Es sollte denen, die diese »Ausgangbeschränkung« so unmenschlich finden, einmal vor Augen geführt werden, was die Älteren alleine schon während der sechs Jahre des Zweiten Weltkrieges und der drei Jahre danach bis zur Währungsreform am 20. Juni 1948 in der BRD alles durchzustehen hatten. Dahingegen ist die jetzige »Ausgangsbeschränkung« eine Leichtigkeit. Man kann das Lemento und Gezetere derer noch etwas entschuldigen, haben sie doch meist nur gute wirtschaftliche Zeiten erlebt, wurden von den Eltern nur auf Watte gebettet, haben immer aus dem Vollen geschöpft, haben nie eine wirkliche Not kennengelernt. Wenn ein Älterer mal irgendeine Bemerkung aus der schlechteren Zeit macht, wird dies nur immer abgetan: »Was ihr Alten immer für Schmarrn erzählt!« Also macht es einmal nichts aus, wenn man nicht mehr so aus dem Vollen schöpfen kann und etwas in seiner fast unerschöpflichen Freiheit eingegrenzt ist. Vielleicht gereicht die Zeit einmal dazu, sich wieder auf das wirklich »Wichtige« zu besinnen.
Alois Sepp, München
Veröffentlicht in der jungen Welt am 26.03.2020.
Weitere Leserbriefe zu diesem Artikel:
  • Alles nur Manipulation?

    Der Anlass für diese Mail ist die Berichterstattung über die Corona-Krise. Als experimenteller Physiker bin ich zwar auf diesem medizinischen Gebiet kompletter Laie, aber einige Erfahrungen mit der Au...
    Hans Langhammer
  • Gleichgewicht überschritten

    Wie hieß doch die Forderung der bürgerlichen Revolution von 1789 in Frankreich – »Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit«? Nichts ist davon übriggeblieben. Das Kapital konnte und musste sich gemäß seine...
    E. Rasmus
  • Unter die Haut

    Corona baut die Welt um – wie, entscheiden (nicht) wir: Am 16. März 2020 veröffentlicht der Focus-online-Autor Ulrich Reitz eine Kolumne mit der Überschrift »Coronakrise ist eine Chance für die Digita...
    Dennis Hoffmann
  • Dürfen die das?

    Auf dem Foto zum Artikel stehen drei Polizisten um einen sitzenden Mann herum. Dürfen die denn das? Ich dachte und las irgendwo, dass nur maximal zwei Personen zusammensein dürfen, und auch nur dann, ...
    Joán Ujházy

Jetzt drei Wochen gratis im Probeabo!