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Leserbrief zum Artikel Faschismus und Demagogie: Von oben arrangiert vom 08.01.2019:

Was heißt hier »Volk«?

Ich habe immer grundsätzliche Schwierigkeiten mit dem Begriff »Volk«. So auch bei dem Leserbrief »Glas Wasser«. Das Wort suggeriert, dass die Menschen, die so bezeichnet werden, ein monolithischer Block sind, mit den gleichen Wünschen, Bedürfnissen und Meinungen. Statt dessen leben in Deutschland 82 Millionen Einzelbürger. Jeder hat seine eigene Meinung, eigene Wünsche und Bedürfnisse. Eine vielfältige Gesellschaft halt. Deshalb wird dieses »deutsche Volk« auch nie in der Lage sein, einen »anderen Staat« zu schaffen, weil es nicht einheitlich agiert, zumal »anders« nicht unbedingt bedeutet, dass es auch besser sein wird. Im übrigen: Kommen die »Eliten« und das »Volk« denn wirklich aus zwei gegenseitig abgeschotteten Welten? In vielen Familien findet man Beispiele, dass die Eltern aus dem »Volk« kommen, die Kinder aber den Sprung in die »Eliten« geschafft haben. Genauso wie es Gegenbeispiele gibt. Die Trennung zwischen »Volk« und »Eliten« ist heute bei weitem nicht mehr so stark wie noch vor 40 oder 50 Jahren, zumal auch der Begriff der »Eliten« sehr ungenau ist. Was ist denn genau die Definition des Begriffes »Eliten«, und wo ist genau die Trennlinie zwischen der »Elite« und dem »Volk«?
Harald Möller
Veröffentlicht in der jungen Welt am 10.01.2019.

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