Rosa-Luxemburg-Konferenz am 13.01.2024
Gegründet 1947 Mittwoch, 6. Dezember 2023, Nr. 284
Die junge Welt wird von 2753 GenossInnen herausgegeben
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Rosa-Luxemburg-Konferenz am 13.01.2024
jW stärken!

Berichte

  • Wachstum organisieren

    Empfehlen und verschenken Sie die junge Welt – das nutzt Ihnen und unseren Abozahlen
    Aktion und Kommunikation
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    Rund 20.000 Menschen demonstrierten am 25. November für Frieden und gegen Hochrüstung in der Mitte Berlins: ein wichtiges Signal, das gleichwohl noch kraftvoller hätte ausfallen müssen. Wenn der Bundeskanzler in einer »zweiten ›Zeitenwende‹-Rede« die Menschen auf Sozialkürzungen einschwört und gleichzeitig Einsparungen beim Militär ausschließt, ist dies schließlich auch eine Kampfansage – gegen die eigene Bevölkerung. Und da parlamentarische Gegenwehr nicht zu erwarten ist, kann nur eine außerparlamentarische Friedensbewegung dies verhindern.

    Auch die XXIX. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz am 13. Januar 2024 wird ein Gradmesser für die Stärke linker und oppositioneller Kräfte in diesem Land sein. Und wir haben uns viel vorgenommen: In unserer neuen Spielstätte, dem Berliner Tempodrom, wollen wir 1.000 Besucher mehr als in diesem Jahr begrüßen, um so ein kraftvolles Signal gegen Krieg und Militarisierung auszusenden. Sollte dies nicht gelingen, wäre dies kein gutes Signal; nicht nur für die Konferenz, sondern für die gesellschaftliche Linke insgesamt. Zum Zeichen der Schwäche würde sich auch ein erheblicher finanzieller Schaden gesellen. Beides gilt es um jeden Preis zu vermeiden – auch dabei können Sie helfen; zum Beispiel, indem Sie mit Freunden und Bekannten an der Konferenz teilnehmen. Mehr Informationen und Tickets gibt es unter jungewelt.de/rlk.

    Gerade die Ökonomie wird uns nächstes Jahr in vielfältiger Form beschäftigen. Die Preise für Zustellung und Druck steigen, die Branche verabschiedet sich nach und nach von gedruckten Tageszeitungen – und von qualitativ hochwertigem Journalismus. Die junge Welt beschreitet andere Pfade und bleibt bei ihrer marxistischen Orientierung – und auch bei der täglichen Printausgabe als Maß für die Inhaltsmenge sowie Gewichtung und Auswahl der Themen.

    Das zusammen macht die junge Welt einzigartig auf dem deutschsprachigen Tageszeitungsmarkt. Doch auch darüber hinaus besitzt die jW einen unschätzbaren Stellenwert. Denn sie analysiert, berichtet und kommentiert im Interesse ihrer Leserinnen und Leser. Auch diejenigen, die nicht alles richtig finden, was in der Zeitung steht, können sie mit Gewinn lesen und Fakten und Argumente aus unserer Berichterstattung entnehmen.

    Um dieses Projekt weiterführen zu können, ist jedes Abo wichtig. Im Moment fehlen noch 1.520 Bestellungen bis Mitte Januar. Wir verbuchen übrigens auch einen Umstieg in eine höhere Preisklasse als gleichwertig mit einem Neuzugang. Damit haben wir die Reichweite zwar nicht vergrößert, aber die notwendige wirtschaftliche Stabilität erhöht. Sollte es die Brieftasche also hergeben, nehmen wir jederzeit einen Umstieg mit Freuden vor – schweren Herzens auch einen Umstieg in niedrigere Preisklassen, bevor das Abo aus finanziellen Gründen gekündigt werden muss.

    Das beste Instrument zur Vergrößerung von Abozahl und Reichweite ist jedoch die persönliche Empfehlung. Vielleicht haben Sie den jW-Beileger vom 28. Oktober noch am Kühlschrank hängen oder in der Schublade liegen. Damit können Sie umsteigen, aber auch neue Leserinnen und Leser über ein verschenktes Abo gewinnen. Nutzen Sie dafür gerne auch das aktuelle Angebot: 75 jW-Ausgaben für 75 Euro verschenken, dazu erhalten Sie noch eine Geschenkkarte, damit Sie auch vor Beginn der Belieferung schon etwas in der Hand haben. Sie können auch hier ganz einfach im Internet bestellen unter jungewelt.de/verschenken.

    Alle Aboangebote unter jungewelt.de/abo, Umsteiger kommen am schnellsten über jungewelt.de/umstieg an das richtige Formular. Für alle Fragen ist der Aboservice werktäglich von 9 bis 18 Uhr (freitags bis 17 Uhr) unter 0 30 / 53 63 55- 80 oder abo@jungewelt.de zu erreichen.

  • ¡Camarada Neruda – presente!

    7. Dezember: Abschluss der Chile-Reihe mit Rolf Becker und dem Duo Yarawi
    jW-Maigalerie
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    Das Jahr ist beinahe vergangen, und auch unsere Veranstaltungsreihe zum 50. Jahrestag des faschistischen Putsches in Chile neigt sich dem Ende zu. Bevor wir aber am 13. Januar auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2024 mit der Aufführung von »Mumien. Kantate für Rockband« von Floh de Cologne ein würdiges Finale unserer Reihe gestalten, erwartet uns eine weitere Veranstaltung in der jW-Maigalerie.

    Im Gedenken an den chilenischen Dichter Pablo Neruda (1904–1973) begleiten Aruma Itzamaray und Tobias Thiele (Duo Yarawi) am 7. Dezember den Schauspieler Rolf Becker mit der Nueva Canción Chilena (dem neuen Lied Chiles) auf eine Reise durch das revolutionäre Chile. Der Kommunist, Schriftsteller und Diplomat Neruda wurde unmittelbar nach dem Putsch von der Junta im Krankenhaus ermordet. Die Sängerinnen und Sänger der Nueva Canción stellten sich – im Sinne Nerudas – gegen die faschistische Militärdiktatur unter Pinochet, gegen den Imperialismus und setzten sich für Demokratie und Menschenrechte ein. Die Lieder handeln von Unterdrückung, Widerstand und Hoffnung. Der chilenischen Junta gelang es trotz brutaler Unterdrückung nicht, die Bewegung zu zerschlagen.

    Aruma Itzamaray, die 1971 in Chile geboren wurde, erlebte die Pinochet-Diktatur selbst. Früh begann sie, sich mit den Liedern der Nueva Canción auseinanderzusetzen. Auch der Liedermacher Tobias Thiele fühlt sich seit langem der Musik Lateinamerikas verbunden. Auf die Gäste warten Lieder und Texte von Pablo Neruda, Violetta Parra, Víctor Jara, Daniel Viglietti, Circe Maia und Quilapayún. Über 50 Anmeldungen haben uns bereits erreicht. Die Veranstaltung ist also fast ausgebucht.

    Wer keinen Platz mehr ergattern konnte oder nicht in Berlin ist, kann den musikalischen Abend per Live­stream ab 19 Uhr auf jungewelt.de verfolgen.

    Alle Informationen zu der Veranstaltung sowie Berichte und Aufzeichnungen der vergangenen Events der Reihe finden Sie auf unserem Chile-Blog unter https://www.jungewelt.de/chile

  • Konsequente Stimme für Frieden und Verständigung

    Tageszeitung junge Welt: Wer sie noch nicht kennt, kann sie testen – oder sich schenken lassen
    Aktion und Kommunikation
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    Ob die Schuldenbremse festgezogen bleibt oder gelockert wird, eines dürfte so oder so klar sein: Die Ausgaben für Rüstung und Krieg werden nicht von Einsparungen betroffen sein. »Kriegstüchtigkeit« ist das Ziel, das Minister Boris Pistorius unlängst ausgegeben hat. Soziale und ökonomische Folgen dieser Entscheidung werden von der Bundesregierung hingenommen. Die Legitimationslücken der Hegemonie der imperialistischen Staaten müssen mit Bomben und Waffen gestopft werden, in der Hoffnung, den Aufstieg des globalen Südens noch aufhalten zu können.

    In dieser Weise argumentiert auch die Initiative »Nein zum Krieg – Die Waffen nieder!«, die für den 25. November zu einer Demonstration im Berliner Tiergarten aufgerufen hat. Die Tageszeitung junge Welt, die als eine konsequente Stimme für Frieden und Verständigung sowohl über militärische Konflikte als auch über Klassenkämpfe weltweit berichtet, wird natürlich auch am Sonnabend vor Ort sein und die Friedensdemo journalistisch begleiten. Die Berichterstattung der jW hilft, da nur diejenigen für eine bessere und friedliche Welt einstehen können, die zuvor die Interessen der Herrschenden verstanden haben. Diese Haltung kann die jW auch vor allem deshalb einnehmen, weil sie unabhängig von Kapital, Kirche und Staat ist.

    Wenn Sie die jW heute das erste Mal in der Hand halten, so bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich ein Aktionsabo zu gönnen und zu testen: Hält unsere Berichterstattung, was die Werbung verspricht? Nach 75 Ausgaben können Sie das gut beurteilen und wissen auch, ob eine gedruckte Tageszeitung etwas für Sie ist.

    Wenn Sie zusammen mit Ihren Gewerkschaftskolleginnen und -kollegen auf der Demo waren, sind diese vielleicht aufgeschlossen für eine Zeitung des Friedens. Schenken Sie Ihnen eine Ausgabe oder überzeugen Sie sie davon, unser Testangebot zu nutzen! Vielleicht sind Sie aber auch zusammen mit einem Parteifreund oder mit Genossinnen angereist oder haben zufällig Ihre Nachbarin getroffen. Viel zu viele kennen die jW noch nicht, wären aber sicher von Ihren erfrischenden Inhalten begeistert.

    Andererseits rückt die Zeit für Geschenke näher. Spendieren Sie doch 75 Ausgaben der Tageszeitung junge Welt zum Jahresende. Bei rechtzeitiger Bestellung erhalten Sie auch eine Geschenkkarte, die Sie zum Anlass überreichen können.

    Nutzen Sie für die Bestellung den Coupon in der Zeitung oder das Formular unter jungewelt.de/verschenken

  • Illu 16 unten.png

    Die Tageszeitung junge Welt gehört der Genossenschaft LPG junge Welt eG. Die ordentliche Generalversammlung findet in der Regel Ende Juni statt und beschäftigt sich vor allem mit dem Jahresabschluss und dem Rechenschaftsbericht von Vorstand und Aufsichtsrat. Laut Satzung können darüber hinaus bei Bedarf außerordentliche Generalversammlungen einberufen werden.

    Diesen Bedarf sehen wir:

    – Am 13. Januar 2024 findet die XXIX. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz statt. Sie ist die wichtigste, die wir je veranstaltet haben: Gelingt es uns mit ihr, einen linken Aufbruch zu signalisieren oder scheitern wir mit der gewaltigen Aufgabe, die wir uns da gestellt haben?

    – Die ökonomischen Grundlagen der jW sind stabil, aber die Tageszeitungsbranche ist gerade dabei, sich selbst zu zerstören: Die Belieferung von gedruckten Tageszeitungen in diversen Regionen wird eingestellt, ND und Taz wollen die Zeitungsproduktion außerhalb der Wochenendausgaben einschränken oder ganz einstellen, Druckereien schließen (um nur einige Stichpunkte zu nennen). Wie positioniert sich dazu die jW?

    – Die Bundesregierung erklärt offen, dass ihr Inlandsgeheimdienst der jW »den Nährboden entziehen will«. Unser Verlag klagt dagegen vor Gericht, ein erster Prozesstermin steht an. Welche Folgen kann das haben?

    – Zur Zukunft der jW gehört auch die Frage, wie sich das Unternehmen organisiert und wie die Nachfolgeüberlegungen für die Geschäftsführung aussehen.

    – Die außerordentliche Sitzung ist aber auch notwendig, um Nachwahlen für den Aufsichtsrat durchzuführen: Eine Aufsichtsrätin ist zurückgetreten, die von der Generalversammlung gewählten Nachrücker können aber das Amt nicht übernehmen.

    Zu all diesen Fragen wollen wir informieren und darüber diskutieren, welchen Beitrag die Genossenschaft für die Weiterentwicklung in unserem Sinne leisten kann. Dazu laden wir alle Genossinnen und Genossen herzlich ein.

    Einladung zur außerordentlichen Generalversammlung

    der LPG junge Welt eG, Sonnabend, 16. Dezember 2023, 13 Uhr bis voraussichtlich 17 Uhr

    in der jW-Maigalerie, Torstraße 6, 10119 Berlin

    (ab 12 Uhr werden Führungen durch die Räume von Verlag und Redaktion angeboten)

    Vorschlag für die Tagesordnung:

    1. Begrüßung, Wahl der Versammlungsleitung, Tagesordnung

    2. Besondere Situation RLK 2024 und Aufgaben der Genossenschaft

    3. Ökonomische Grundlagen und Perspektiven der Druckausgabe

    4. Zum Stand Prozess Verlag 8. Mai gegen die Bundesrepublik Deutschland

    5. Vorstellung Unternehmensstatut und Nachfolgepläne Geschäftsführung

    6. Diskussion

    7. Nachwahl Aufsichtsrat und Nachrückende

    8. Sonstiges

    Berlin, den 24. 11.2023

    Mit genossenschaftlichen Grüßen

    Eckehard Schlauß (Aufsichtsratsvorsitzender)

  • Für Frieden und Solidarität!

    Jeremy Corbyn kommt zur XXIX. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am 13. Januar 2024 nach Berlin
    Aktion und Kommunikation
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    Die ersten 500 Karten für die XXIX. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz (RLK) am 13. Januar 2024 im Berliner Tempodrom sind bereits verkauft. Das ist auch insofern beachtlich, als bis heute das Programm noch gar nicht feststand – junge Welt-Leser bekommen nun als erste die notwendigen Informationen dazu über den dieser Zeitungsausgabe beiliegenden Programmflyer.

    Die kommende Konferenz beschäftigt sich mit der Frage, was geschieht, wenn neoliberale imperialistische Kräfte ungehindert ihre Agenda umsetzen können, obwohl sie sich im Niedergang befinden. Eine Referentin aus Kuba schildert die Folgen dieses Niederganges, der Journalist Ignacio Ramonet aus Spanien untersucht die damit einhergehende Zunahme von Irrationalismen und Faschisierung, Theodora Pius aus Tansania zeigt die Folgen für die Umwelt gerade in der sogenannten dritten Welt auf. Aber es gibt auch Alternativen zu so einer Entwicklung. Fikrejesus Amahazion aus Eritrea wirbt für eine andere Welt, beruhend auf Solidarität und Gerechtigkeit, und damit für eine echte Dekolonialisierung. Sevda Karaca aus der Türkei geht der Frage nach, welche Rolle für so eine Entwicklung die Eigentumsverhältnisse spielen. Torkil Lauesen aus Dänemark beschreibt, wie Antiimperialismus heute konkret aussieht und welche Widerstandsformen sich herausbilden.

    Wie jedes Jahr bemühen sich jW und die über 30 Unterstützergruppen um einen Blick über den deutschen und europäischen Tellerrand. Internationale Solidarität spielt eine zentrale Rolle. So werden der politische Gefangene Mumia Abu-Jamal und die legendäre US-Bürgerrechtlerin Julia Wright zu Wort kommen. Mit einer Manifestation für einen gerechten Frieden im Nahen Osten setzen die 4.000 Teilnehmenden der Konferenz ein klares Zeichen. Besonders freut es uns, den ehemaligen Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn als einer der Hauptredner begrüßen zu können, den wir aufgrund seiner konsequent solidarischen Haltung eingeladen haben (nachdem er andernorts gerade deshalb ausgeladen worden war). Die abschließende Podiumsdiskussion beschäftigt sich mit der Frage: Wer stoppt die Rechten? Hier geht es nicht nur um die Rechtsentwicklung bürgerlicher und das Erstarken faschistischer Kräfte in Deutschland und Europa, sondern vor allem darum, wie wir als Linke dagegen erfolgreich vorgehen können. Unter den Diskutanten sind Vertreter der Gewerkschaft, des »Bündnisses Sahra Wagenknecht«, eine Vertreterin der DIDF und eine Basisaktivistin. Weitere Details können Sie dem beiliegenden Flyer entnehmen.

    500 Karten sind bereits verkauft. Da wir aber mit 4.000 Teilnehmenden rechnen, von denen etwa 400 als Helfer, Ordner, Pressevertreter und Gäste im Einsatz sind, müssen wir insgesamt 3.600 Karten verkaufen. Das ist auch notwendig, um die enormen Kosten wenigstens teilweise decken zu können. Wir bitten nun alle Leserinnen und Leser dieser Zeitung, uns bei der Mobilisierung zu helfen. Dazu können Sie den beiliegenden Flyer nutzen, dürfen aber gerne auch mehr tun: Bestellen Sie das Aktionspaket zur Rosa-Luxemburg-Konferenz und machen Sie damit Werbung in Ihrer Umgebung. Und weil wir parallel zur Vorbereitung der Konferenz auch möglichst viele Abonnements für die jW einwerben möchten, können Sie das Aktionspaket für unsere Abowerbekampagne gleich mitbestellen. Ab kommendem Wochenende wird in Kinos, mit Plakaten und verstärkt im Internet für jW-Abos geworben, mit Ihrem Einsatz verstärken Sie also die Wirkung unserer Kampagne: Insgesamt brauchen wir noch 1.698 Abonnements oder Umsteiger, um die vor uns liegenden Aufgaben und Anforderungen leisten zu können. Mit Ihnen zusammen werden wir das schon schaffen.

    Das laufend aktualisierte Programm findet sich auch auf jungewelt.de/rlk. Dort können Sie auch Tickets und RLK-Aktionspakete bestellen (oder im Shop: jungewelt-shop.de).

    Das Aboaktionspaket bekommen Sie unter jungewelt.de/aktionspaket, per Mail an aktionsbuero@jungewelt.de oder telefonisch 0 30/53 63 55 10

  • Gegenkultur entdecken

    Rolf Becker interpretiert Dietrich Kittner
    Dietmar Koschmieder
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    Dietrich Kittner auf dem Volksstimmefest 2008 in Wien

    Einer der schärfsten und konsequentesten deutschen Aufklärer nach 1945 war der vor zehn Jahren verstorbene Kabarettist Dietrich Kittner. So skizzierte er eindringlich, wem den angeblich unabhängigen Richtern in der deutschen Nachkriegszeit die Sympathie galt: Der Zigarettendieb, so rechnet Kittner anhand von realen Urteilen vor, muss pro gestohlener Zigarette mehr Tage Haft absitzen als der Nazifunktionär pro nachgewiesenem Mord. Wer aber nicht mit flachen Witzen, sondern mit solch bösen Beispielen sein Publikum beeindruckt, hat keine Chance, von bürgerlichen Medien adäquat wahrgenommen zu werden. Sein Fernsehauftrittsverbot galt ihm jedoch als Gütesiegel. Um so wichtiger ist es, dass linke Kräfte diese Arbeit würdigen und sie weiterhin für sich nutzen.

    Kein Zufall ist es, dass Dietrich Kittner und die junge Welt vieles verbunden hat. Er beteiligte sich an Rettungskampagnen und spendete in diesem Zusammenhang der jungen Welt auch seine legendäre Mütze, mit der er bei seinen Auftritten viele Spenden eingesammelt hat (so auch für die Finanzierung der Soliarbeit im Berufsverbotsverfahren gegen den Autor dieser Zeilen). Natürlich prägte Dietrich Kittner mit seinen Kulturbeiträgen auch die Rosa-Luxemburg-Konferenz. Als wir Ende 2006 erleben mussten, dass Dietrich in einem Kabarett im Westberliner Axel-Springer-Hochhaus vor gerade mal 30 Teilnehmenden spielte, organisierte die junge Welt seinen legendären Auftritt im Kino Babylon am 25. März 2007: Die 600 Plätze waren schnell restlos ausverkauft. Dietrich stellte damals sämtliche Einnahmen der jW zur Verfügung. Und natürlich war Kittner langjähriger Abonnent dieser Zeitung. Es dauerte zwar Tage, bis die gedruckte Ausgabe sein Domizil in den österreichischen Bergen erreichte – aber, so stellte er immer wieder fest, in dieser Zeitung findet man auch dann noch viele Dinge, die woanders nicht zu erfahren sind.

    Dankenswerterweise haben Wegbegleiter, Freunde und Kollegen des Ausnahmekünstlers eine Revue zusammengestellt, mit der man am kommenden Donnerstag in der Berliner jW-Maigalerie einen hervorragenden Einblick in dessen Schaffen bekommen kann: Es werden Kittner-Texte zitiert, die erstaunlich aktuell geblieben sind, interpretiert von einem weiteren langjährigen Freund dieser Zeitung: dem Schauspieler Rolf Becker. Susi Duhme stellt Videoschnipsel von Auftritten und Interviews (zum Teil aus dem Privatbesitz des Künstlers) vor, durch das Programm führt Franziska Schneider von der Stiftung kultureller Förderung und Bewahrung des Lebenswerkes von Dietrich und Christel Kittner. Darüber hinaus kommen zahlreiche Freunde des Künstlers zu Wort.

    Dieser Abend wird all jenen Kraft geben, die wie der Künstler konsequent links geblieben und mit ihm politisch groß geworden sind. Er ist aber auch ein guter Einstieg für alle, die diesen Ausnahmekünstler erst noch für sich entdecken wollen.

    • Die Veranstaltung »Dietrich Kittner: Gütesiegel Fernsehverbot« findet statt am Donnerstag, den 23. November 2023, in der Maigalerie der Tageszeitung junge Welt, Torstr. 6, 10119 Berlin. Einlass ist ab 18 Uhr, Beginn um 19 Uhr.
    • Eintrittspreis: 5 € Normalpreis/ 10 € Solipreis
    • Bitte um Voranmeldung unter maigalerie@jungewelt.de
  • Selber tun

    Aufruf, aktiv zu werden: Die Rosa-Luxemburg-Konferenz der jungen Welt zum Nachlesen und Nachschauen

    Sammelband: Broschüren der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenzen 2017–2021

    Der Sammelband vereint die Broschüren zu fünf Rosa-Luxemburg-Konferenzen. Seit 1996 findet die Veranstaltung jährlich am zweiten Januarsonnabend in Berlin statt. Diskutiert wird dort über die Aktualität des Werkes von Rosa Luxemburg, über linke Theorie und Politik, Geschichte und Gegenwart antiimperialistischer Bewegungen und Perspektiven gesellschaftlicher Veränderungen. Die inhaltlichen Schwerpunkte werden in künstlerischen Beiträgen aufgenommen, die der Veranstaltung ein besonderes Gepräge geben.

    Die vorgestellten Konferenzen standen unter den Titeln »Gegen rechts ist nicht genug«,»Amandla! Awethu – Die Machtfrage stellen«, »Sozialismus oder Barbarei«, »Macht der Straße« sowie »Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein«.

    Im Band sind die jeweiligen Podiumsdiskussionen und Beiträge folgender Referentinnen und Referenten zu finden: Mumia Abu-Jamal (USA), Stefano G. Azzarà (Italien), Nnimmo Bassey (Nigeria), John Bellamy Foster (USA), Dietmar Dath (Deutschland), Selahattin Demirtaş (Türkei), Radhika Desai (Kanada), Ding Xiaoqin (China), Karl Ghazi (Frankreich), Vladimiro Giacché (Italien), Kamal Hamdan (Libanon), Achille Mbembe (Kamerun), Abel Prieto (Kuba), Tory Russell (USA), Lea Tsemel (Israel), Enrique Ubieta Gómez (Kuba), Max Zirngast (Österreich) u. a.

    Verlag 8. Mai, 325 Seiten, 15,00 Euro

    Broschüre Rosa-Luxemburg-Konferenz 2023

    Die XXVIII. Rosa-Luxemburg-Konferenz fand am 14. Januar 2023 in Berlin statt. Unter dem Motto »Den dritten Weltkrieg stoppen – Jetzt!« gab es u. a. Beiträge von: Anne Morelli (Historikerin, Belgien), Jack Rasmus (Ökonom, USA), Nikolai Platoschkin (Politiker, Russland), Wen Tiejun (Ökonom, VR China), Aminata D. Traoré (Exministerin, Mali), Rosa Miriam Elizalde (Journalistin, Kuba) sowie die Podiumsdiskussion »Kämpfen in der Krise. Der Krieg und die soziale Frage« mit Christin Bernhold (Basisaktivistin); Thilo Nicklas (Bezirksvorsitzender IG BAU); Sevim Dagdelen (MdB/Die Linke) und Melina Deymann (Journalistin).

    Verlag 8. Mai, 75 Seiten, 5,90 Euro

    Broschüre Rosa-Luxemburg-Konferenz 2022

    Der durch NATO-Osterweiterung und Regime-Change-Strategie geschürte Konflikt in der Ukraine ist in einen offenen Krieg umgeschlagen. Die seitdem zu verzeichnende Entfesselung von Hysterie und Rüstungswahn in den imperialistischen Metropolen entspricht genau jener Eskalation, vor der die Konferenzakteure wenige Wochen zuvor eindringlich warnten. Mit Beiträgen u. a. von: Dmitri Nowikow (Vizevorsitzender der KPRF), Lucia Pradella (Sozialwissenschaftlerin), Juan Ramón Quintana (früherer Minister der Präsidentschaft, Bolivien), Rania Khalek (Journalistin), Jeremy Corbyn (Labour-Vorsitzender 2015–2020), Rosario del Pilar Pentón Díaz (Rektorin der Hochschule der KP Kubas).

    Verlag 8. Mai, 73 Seiten, 5,90 Euro

    Broschüre Rosa-Luxemburg-Konferenz 2019

    Die XXIV. Rosa-Luxemburg-Konferenz fand am 12. Januar 2019 in Berlin zum Thema »Sozialismus oder Barbarei. Die nächste Krise. Der nächste Krieg. Die nächste Revolution« statt. Vorgestellt werden Beiträge der Referentinnen und Referenten Otto Köhler, Vladimiro Giacché (Italien), Michael Hudson (USA), Meşale Tolu (deutsch-kurdische Journalistin), Dietmar Dath und Abel Prieto (Kuba) u. a. sowie Auszüge aus der Manifestation: 60 Jahre Revolution – Gegenkultur auf Kuba und dem Podiumsgespräch »Dass sich die Wut in Widerstand verwandeln wird – trotz alledem!« mit Ulrich Maurer (Mitbegründer der Partei Die Linke), Jan von Hagen, (Gewerkschaftssekretär), Lena Kreymann (SDAJ-Bundesvorsitzende) sowie Nina Scholz (Journalistin).

    Verlag 8. Mai, 70 Seiten, 4,90 Euro

    Broschüre Rosa-Luxemburg-Konferenz 2014

    Manifestation gegen imperialistische Kriege

    Mit Beiträgen u. a. von: Jörg Kronauer (Sozialwissenschaftler), Anders Kaergaard (dänischer Whistleblower), Denis Goldberg (Weggefährte Nelson Mandelas), Michel Chossudovsky (Professor der Wirtschaftswissenschaften), Živadin Jovanović (ehem. Außenminister Jugoslawiens), Maria do Socorro Gomes Coelho (Präsidentin des Weltfriedensrates); außerdem: Dokumentation der Podiumsgespräche (»Vierte Gewalt und Heimatfront: Wie Medien Kriege möglich machen«, »Widerstand gegen Faschismus, Krieg und Sozialabbau zusammenführen«) sowie Grußbotschaften, Interviews mit den Mitwirkenden des Konzerts »Lieder gegen den Krieg« und ergänzende Artikel.

    Verlag 8. Mai, 88 Seiten, 3,60 Euro

    Eure Ordnung ist auf Sand gebaut

    X. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz am 8. Januar 2005: Filmdokumentation mit den Auftritten von Chumbawamba, Angela Davis, Christian Geissler, Alfred Hrdlicka u. v. a.

    »Die Ordnung herrscht in Berlin«, verkündet die bürgerliche Presse im Januar 1919 nach dem Abschlachten aufständischer Arbeiter. Am 14. Januar 1919 entgegnet Rosa Luxemburg in einem Artikel in der Roten Fahne: »Ihr stumpfen Schergen! Eure ›Ordnung‹ ist auf Sand gebaut.« Die fortwährende Gültigkeit und die aktuellen Bezüge dieses zum Konferenzmotto erkorenen Satzes erörterten die Referentinnen und Referenten, Beiträge von Künstlern und die Podiumsdiskus­sion »Krieg global – Widerstand lokal«.

    Verlag 8. Mai, DVD, Laufzeit 57 Minuten, 3 Euro

    Klasse für sich. Unsere Politik. Unsere Kultur. Unsere Medien

    XIII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz 2008

    Die Filmdokumentation enthält u. a. Beiträge von: Gina Pietsch (Sängerin), Mandakranta Sen (Schriftstellerin, Indien), Tubal Paez (Journalist, Kuba), William Grigsby Vado »El Chele« (Direktor von Radio La Primerisima, Nicaragua), Ignacio Ramonet (Chefredakteur Le Monde Diplomatique), Dietrich Kittner (Kabarettist), Danbert Nobacon (Exsänger von Chumbawamba) sowie den Punk-Bands Xinkei und Banda Bassotti. In der Podiumsdiskussion stellten sich u. a. Hans Heinz Holz und Sahra Wagenknecht der Frage: Partei für alle? Brauchen wir neben der »Linken« eine marxistische Organisation?

    Verlag 8. Mai, DVD, Gesamtlaufzeit 45 Minuten, 3,00 Euro

  • Solidarisches Prinzip

    Preiserhöhung bei der Tageszeitung junge Welt zum 1. Dezember
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    Unverzichtbar in allen sozialen Belangen: Verteilaktion der jW am 1. Mai 2022 in Berlin

    Es häufen sich weiter die schlechten Meldungen aus der Tageszeitungsbranche: So hat die Zeitungsgruppe Thüringen im Sommer in weiten Teilen ihres Vertriebsgebietes die Frühzustellung eingestellt. Seit Oktober stellt die zum Madsack-Konzern gehörende Märkische Allgemeine (MAZ) die gedruckte Zeitung in der Prignitz (Brandenburg) ein. Zum 1. Dezember wird der Druck der MAZ-Regionalausgaben in Kyritz und Wittstock eingestellt. Die Einstellung weiterer Regionalausgaben dürfte folgen. Das ND überlegt, ab April die Zeitung an einem Wochentag nicht mehr zu drucken. All das hat Folgen für die Zustellung der jungen Welt in den betroffenen Regionen. Auch darüber hinaus steigen die Kosten für Zustellung und Distribution zum Jahreswechsel wieder deutlich. Die Deutsche Post verteuert die Zustellung der jW – trotz Milliardengewinn – um acht Prozent. Der Berliner Zustelldienst fordert eine Erhöhung der ohnehin schon teuren Zustellkosten um über zehn Prozent.

    Wir müssen von deutlichen Mehrkosten im Jahr 2024 ausgehen. Zudem stehen in Verlag und Redaktion große Investitionen in die Digitalisierung an. Und angesichts der allgemeinen Preissteigerungen werden wir die bescheidenen Gehälter der Kolleginnen und Kollegen erhöhen müssen. Da sich der Verlag aber vor allem aus dem Verkauf der jungen Welt finanziert, sehen wir uns gezwungen, die Abo- und Kioskpreise zum 1. Dezember vorsichtig zu erhöhen.

    Für Print- und Digialtabos steigen die Normalpreise um 1,90 Euro, das Solidaritätsabo um 2,90 Euro und das Sozialabo um 0,90 Euro im Monat. Für das Wochenendabo und das Mittwoch-/Sonnabendabo verlangen wir künftig 0,90 Euro mehr. Wer zum Printabo ein Onlineabo gebucht hat, zahlt für letzteres 0,60 Euro mehr im Monat. Im Pressehandel kostet die junge Welt jeweils 10 Cent mehr, also montags bis freitags 2,10 Euro, am Wochenende 2,60 Euro. Auch nach dieser Preiserhöhung bleiben wir die preiswerteste überregionale Tageszeitung.

    Die steigenden Kosten geben wir dabei nur zum Teil weiter, den anderen Teil wollen wir durch das Gewinnen neuer Abonnentinnen und Abonnenten kompensieren. Gleichzeitig möchten wir alle Leserinnen und Leser, die es sich leisten können, bitten zu prüfen, ob sie auf eine höhere Preisklasse wechseln können. Das hilft uns auch dabei, das Sozialabo auch weiterhin besonders günstig und ohne Nachweise anbieten zu können. Dieses solidarische System möchten wir auch künftig aufrecht erhalten können.

    Für Fragen steht Ihnen unser Abo­service telefonisch (0 30/53 63 55 80/-81/-82, montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr, freitags von 9 bis 17 Uhr) oder per E-Mail unter abo@jungewelt.de zur Verfügung.

    Bitte helfen Sie uns, die junge Welt bekannter zu machen, neue Leser zu gewinnen und damit Reichweite und Wirkmächtigkeit der jungen Welt zu steigern. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung!

    junge Welt-Aboservice

  • 10.539 Abos für die Pressefreiheit

    Warum wir noch 1.797 junge Welt-Abos bis Ende Januar brauchen
    Verlag, Redaktion und Genossenschaft
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    Leser der jW wissen, was wichtig ist

    Vor fünf Wochen haben wir Sie an dieser Stelle darauf eingestimmt, dass wir mit unserer neuen Aktion »Wem gehört die Welt?« bis Ende Januar 2.300 zusätzliche Print- und Onlineabonnements hinzugewinnen wollen. Damit soll sichergestellt werden, dass wir die vor uns liegenden Aufgaben (wie etwa Qualifizierung unserer digitalen Ausgabe) und Entwicklungen (wie etwa die Demontagen in der Branche und Steigerungen an der Kostenfront) auch ökonomisch meistern können. Denn auf Dauer genügt es nicht, die junge Welt nur zu lesen, etwa im Internet oder in der Bibliothek: Wer die Zeitung liest, sollte sie auch abonnieren! Wir finanzieren unsere Arbeit fast ausschließlich über die Einnahmen aus Abonnements. Und von denen brauchen wir aus den genannten Gründen bis Ende Januar 2024 mindestens weitere 2.300!

    Um genau zu sein: Wir brauchen noch mindestens 1.797 Abos! Denn in der Zwischenzeit gingen bei uns 503 Bestellungen ein (auch Umsteiger auf eine höhere Preisklasse werten wir wie ein zusätzliches Abonnement). Und damit wir uns gemeinsam vor Augen führen, was wir bis Ende Januar noch zu leisten haben, wird künftig auf Seite eins direkt unter dem jW-Titelkopf die aktuelle Zahl der noch benötigten Abonnements (und Umsteiger) genannt. Sie wird jeweils am Sonnabend auf den aktuellen Stand gebracht. Gewertet werden hierbei übrigens alle Formen von bezahlten Abonnements, also auch die Aktionsabos. Die laufen zwar nach drei Monaten aus, aber etwa 30 Prozent der Probeleser buchen anschließend ein unbefristetes Digital- oder Printabo.

    Bisher stand an dieser Stelle im Titel der Zeitung über Monate hinweg die Aufforderung, 5.000 Abos für die Pressefreiheit zu bestellen (als Reaktion auf die Angriffe von Bundesregierung und Inlandsgeheimdienst auf die junge Welt). Auch hier haben wir alle Formen von bezahlten Abonnements und Umstiege mitgezählt, so dass wir vom 1. Januar 2022 bis heute auf insgesamt 10.539 Bestellungen gekommen sind. Zu berücksichtigen ist nun, dass etwa die Hälfte davon befristete Abos waren (vor allem Aktionsabos). Der Gesamtbestand an bezahlten Abonnements hat sich in diesem Zeitraum real um 1.176 erhöht (hier sind Umsteiger nicht mitgezählt und Abbestellungen sind bereits gegengerechnet). Aus diesen Zahlen wird deutlich, dass es einer guten Zeitung und kreativer Anstrengungen bedarf, unsere Geschäftsgrundlage (andere nennen es den »Nährboden der Zeitung«) zu entwickeln.

    Und dabei rechnen wir mit der Unterstützung unserer Leserinnen und Leser, die die Vorteile dieser Zeitung gerade in diesen Zeiten besonders gut kennen und deshalb zusätzliche Abos einwerben oder verschenken können. Wir wenden uns aber auch an alle, die die Zeitung (zum Beispiel über das Internet) schätzengelernt, sie aber noch nicht abonniert haben und bitten Sie um Ihren Beitrag zur Absicherung der weiteren Existenz der Zeitung. Darüber hinaus wollen wir jW verstärkt als Alternative für jene Zeitungen ins Spiel bringen, die aus verschiedenen Gründen regional oder überregional keine (oder nur noch eingeschränkt) gedruckte Exemplare anbieten oder deren Inhalt beliebig geworden ist.

    Noch 1.797 Abonnements (und Umsteiger) bis Ende Januar helfen uns auch dabei, die wachsenden Kosten nicht komplett auf den Abopreis umlegen zu müssen und damit weiterhin eine preisgünstige Tageszeitung am Kiosk und im Abonnement anbieten zu können. Jedes Abo, jeder konkrete Beitrag hilft!

  • Bitter nötige Aufklärung

    jW-Konferenz analysierte den ukrainischen Faschismus
    Aktion und Kommunikation
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    Faschismusforscher Moss Robeson entlarvt das Bandera-Kartell (Münzenbergsaal im ND-Gebäude, 29.10.2023)

    Am vergangenen Sonntag fand in Berlin die jW-Konferenz zum Bandera-Komplex statt – sie war ein voller Erfolg. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Münzenberg-Saal im ND-Gebäude lauschten 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Ausführungen der Referenten. Weitere mindestens 3.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, darunter rund 300 englischsprachige, erlebten das Ereignis per Livestream. Moss Robeson und Russ Bellant beeindruckten mit ihrem Expertenwissen und lieferten Vorträge auf einem Niveau, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Von den Anfängen des ukrainischen Faschismus bis zur Rolle der Bandera-Verehrer im aktuellen Krieg wurde kein Detail einer verhängnisvollen Entwicklung ausgespart. Jürgen Lloyd sorgte mit seinem Referat über die Interessen des Monopolkapitals in der Ukraine für die nötige historisch-materialistische Einordnung. Den Abschluss fand die Konferenz in einer spannenden Gesprächsrunde, die künftige Entwicklungen in den Blick nahm.

    Bei einem derart verdichteten Programm war es kaum möglich, die Fülle von Informationen auf Anhieb zu verarbeiten. Die gute Nachricht: Alle Vorträge sowie die Diskussionsrunde wurden auf dem Youtube-Kanal der jungen Welt eingestellt – auf deutsch und auf englisch. Wer am Konferenztag selbst am Bildschirm nicht teilnehmen konnte, hat jetzt die Gelegenheit, dies nachzuholen.

    Eine Veranstaltung dieser Art war bitter nötig und von ihrem aufklärerischen Gehalt her wohl auch weltweit einzigartig. Dass sie in dieser Qualität realisiert werden konnte, ermöglichten nicht zuletzt Spenderinnen und Spender, die in den vergangenen Wochen rund 5.000 Euro zur Verfügung stellten. Für diese Unterstützung möchten wir uns bei allen bedanken! Auch jetzt können Sie zur Kostendeckung der Konferenz noch über unsere Webseite beitragen: www.jungewelt.de/blogs/bandera_komplex/spenden

    Mit dem Schwung der gelungenen Veranstaltung bereiten wir nunmehr forciert die Rosa-Luxemburg-Konferenz 2024 vor. Die ersten Informationen zum Programm des politischen Jahresauftakts werden bald unter jungewelt.de/rlk veröffentlicht. Bleiben Sie gespannt!

  • Zeitung für Solidarität

    Warum jedes junge-Welt-Abo auch Kuba hilft
    Aktion und Kommunikation
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    Solidarisch mit Kuba: junge-Welt-Stand auf der jährlich stattfindenden Fiesta de Solidaridad in Berlin (29.7.2023)

    Und wieder ein eindeutiges Ergebnis: 187 der 193 UN-Mitgliedsländer stimmten am Donnerstag in der Generalversammlung für die von Kuba eingebrachte Resolution zur Verurteilung der 1961 von den USA verhängten einseitigen Wirtschafts-, Finanz- und Handelsblockade. Es war das 31. Mal, dass Kuba einen solchen Antrag in die UN-Vollversammlung eingebracht hat. Zwar votieren die europäischen Staaten immer für eine Verurteilung der US-Blockade, politische Folgen lassen sie in ihrem Handeln jedoch nicht erkennen.

    Umso wichtiger erweist sich die europäische Solidaritätsaktion »Unblock Cuba«, die von der Tageszeitung junge Welt initiiert wurde und gemeinsam mit Soligruppen, Organisationen und Einzelpersonen durchgeführt wird. Die Aktion soll nicht nur Tatbestand und Ausmaß der Blockade sowie deren Folgen für das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Leben auf Kuba einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen, sondern auch Druck auf die europäischen Regierungen ausüben, damit den wohlfeilen Worten endlich Taten folgen. Die Solidaritätsaktion finanziert sich über Spenden.

    Kuba spielt für die Tageszeitung junge Welt eine ganz besondere Rolle. Seit 1959 begleitet die Zeitung die Kubanische Revolution und ihren Kampf für ein souveränes und sozialistisches Kuba. Dazu gehören eine kontinuierliche und umfassende Berichterstattung, wie sie sonst in keiner anderen deutschsprachigen Tageszeitung zu lesen ist, die Beteiligung an Solidaritätsaktionen und die regelmäßige Präsenz kubanischer Vertreterinnen und Vertreter auf der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz. Und unser Verlag 8. Mai vertreibt nicht nur die junge Welt, sondern ebenso die deutschsprachige Ausgabe der Monatszeitung Granma Internacional, die in Havanna produziert und seit 2017 in Berlin gedruckt wird. Eine deutliche Vergrößerung der Leserschaft und viele neue Abonnements sind das Ergebnis.

    All das ist jedoch nur bei langfristig gesicherter Existenz der jungen Welt möglich. Angesichts dramatisch steigender Druck-, Vertriebs- und Zustellkosten benötigen wir im Rahmen der Aboaktion »Wem gehört die Welt?« bis Ende Januar 2.300 zusätzliche Abonnements, um den wachsenden Belastungen standhalten zu können.

    Falls Sie noch kein Abo der jungen Welt haben, abonnieren Sie! Oder verschenken Sie ein Abonnement an Freunde, Bekannte, Verwandte! Wollen Sie die zu Ihnen am besten passende Aboform erkunden, schauen Sie auf jungewelt.de/abo. Informationen zum Umstieg auf eine höhere Preisklasse finden Sie unter jungewelt.de/umstieg.

    Helfen Sie mit, die Zukunft der jungen Welt und damit auch so wichtige Projekte wie die Rosa-Luxemburg-Konferenz, einzigartige Veranstaltungen wie die Konferenz zum Bandera-Komplex oder die »Unblock Cuba«-Aktion zu sichern. Vielen Dank!

    Spendenkonto für die »Unblock Cuba«-Aktion:
    Netzwerk Cuba, IBAN: DE28 4306 0967 1206 4415 00, BIC: GENODEM1GLS
    Verwendungszweck: »Unblock Cuba«

  • Drecksgeschäft

    Warum die aktive Teilnahme an dieser jW-Veranstaltung nicht für alle möglich ist
    Aktion und Kommunikation
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    Am Sonntag, dem 29. Oktober, findet von 10.30 bis 19 Uhr unsere Konferenz zum Bandera-Komplex in Berlin statt. Mit Gästen aus dem In- und Ausland beleuchten wir sowohl die Geschichte der faschistischen Bewegung in der Ukraine als auch deren Einfluss bis in die Gegenwart hinein. Die Veranstaltung ist schon seit längerem ausverkauft, aber Sie können sie kostenlos und von zu Hause aus im Livestream miterleben. Wir senden am Sonntag ab 10 Uhr aus Berlin unter www.jungewelt.de.

    Erschreckend ist für uns die Feststellung, dass es wohl keine vergleichbare Veranstaltung in Deutschland oder im westlichen Ausland gibt: Keine Stiftung, keine Partei, keine antifaschistische Organisation hat sich bisher die Mühe gemacht, Hintergründe und Ausmaß der Wirkmächtigkeit ukrainischer Faschisten in Geschichte und Gegenwart zusammenzutragen. Dazu haben wir überall in der Welt kompetente Forscher und Wissenschaftler zum Thema kontaktiert und zwei von ihnen aus den USA bewegen können, an der Konferenz vor Ort teilzunehmen. Manche waren am Gespräch interessiert, aber nicht bereit zu einem öffentlichen Auftritt. Die einen fürchten um ihre Karriere, andere um ihr Leben: So ist es kein Zufall, dass wir keinen Gast aus der Ukraine vor Ort haben. Deren Sorgen sind berechtigt, wie die Washington Post in dieser Woche berichtet: Es sind Killerkommandos unterwegs, die ihr Drecksgeschäft auch mit Deckung aus der ukrainischen Regierung vollziehen.

    Trotzdem und gerade deshalb wird sich die junge Welt auch weiterhin mit diesem Thema intensiv beschäftigen. Denn nur mit diesem Wissen kann man den Krieg in der Ukraine richtig einordnen. Allerdings ist der Aufwand für diese Konferenz enorm. Allein die Technik- und Personalkosten für die Realisierung von Simultanübersetzung und Livestream in deutscher und englischer Sprache kosten über 11.000 Euro, schon diese Summe werden wir mit den Eintrittsgeldern nicht ausgleichen können. Deshalb bitten wir alle, die die Konferenz über den Stream mitverfolgen, um eine Spende. Wir nennen das eine symbolische Eintrittskarte.

    Leserinnen und Leser der Tageszeitung junge Welt wissen, dass diese Art von Veranstaltungen und Berichterstattung nur dank der ökonomischen Absicherung in Form von ausreichend Abonnements möglich ist. Wenn Sie also am Sonntag mit Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern die Konferenz in einer Kneipe oder vor dem heimischen Bildschirm miterleben: Nutzen Sie den beiliegenden Aboflyer! Denn mit einem Abonnement der jW bekommt man auch über die Veranstaltung hinaus täglich Informationen und Einschätzungen, die so sonst nicht zu erhalten sind.

    Alle Informationen zum Programm der Konferenz und zu den Spendenmöglichkeiten finden Sie unter: www.jungewelt.de/blogs/bandera_komplex
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    Haben Sie bereits ein Abo verschenkt oder wollen dies demnächst tun? Auch ein Aktionsabo (75 Euro für 75 Printausgaben oder 18 Euro für drei Monate Onlineausgaben) ist ideal zum Verschenken und Kennenlernen der Zeitung geeignet. Wir würden gerne Ihre Geschichte dazu hören und Schenkende und Beschenkte in der jW abbilden. Wenn Sie also Ihrer Enkelin eine Freude machen wollen oder Ihrem Fußballfreund, Arbeitskollegen, Ihrem Briefträger oder der Lieblingsbäckerin: Melden Sie sich! Alle, die sich beteiligen, erhalten von uns eine kleine Aufmerksamkeit! Bitte rufen Sie uns unter 0 30/53 63 55-18 an oder melden Sie sich unter kommunikation@jungewelt.de. Wir sind sehr gespannt! (jW)

  • Bekenntnis zu den Rechten

    Die junge Welt berichtet über das, was Habeck nicht sehen kann
    Verlag, Redaktion und Genossenschaft
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    Augen zu und durch: Habeck verteidigt in den ARD-»Tagesthemen« Rechteabbau

    Der einstige Vorzeigegrüne Robert Habeck verrät heute als Vizekanzler all das, wofür er wohl schon früher nicht so richtig stand: billiger Strom für die Großindustrie, Waffenlieferungen in Kriegsgebiete, Verharmlosung von Faschisten oder verschärfte Abschiebung – der Mann weiß halt, wessen Interessen er zu vertreten hat. Wenn die letzten Aufrechten aus den eigenen Reihen monieren, die gerade beschlossene Verschärfung der Asylgesetzgebung sei ein unverhältnismäßiger Eingriff in diverse Grundrechte, bekennt Habeck: Das Gesetz sei, »wenn man es vom individuellen Schicksal aus betrachtet, eine harte Antwort (…), aber gleichwohl eine notwendige«. Es sei ein »Bekenntnis zu den Rechten«, um das Land dahinter zu vereinen. Auf die Frage des TV-Moderators, ob das nicht eher eine Reaktion auf das Erstarken der Rechten im Land sei, meint Habeck lapidar: »Nein, das kann ich nicht sehen.« Wie immer: Augen zu und durch (»Tagesthemen« vom 25.10.2023).

    Diese Entwicklung von eher linken zu rechten Positionen in Zeiten von Krieg und Krise kann man ebenfalls in anderen Parteien, aber auch Medien und Institutionen beobachten. Zu den wenigen, die sich diesem Anpassungsdruck verweigern, gehört die Tageszeitung junge Welt. Um diesen Kurs durchhalten zu können, kämpfen wir derzeit darum, dass sich möglichst viele Abonnentinnen und Abonnenten hinter ihr versammeln. Jedes zusätzliche Print- oder Onlineabo verschafft uns Spielraum, um hinter die Kulissen blicken zu können und herauszuarbeiten, wer wessen Interessen vertritt. Und da die junge Welt weder von Industrie noch Kirche, Parteien oder Stiftungen gepampert wird, muss ihr Verlag den notwendigen ökonomischen Spielraum selbst erwirtschaften.

    Das kann nur gelingen, wenn all jene, die unsere Arbeit nutzen, ein Abo abschließen und weitere Abos im Freundes- und Bekanntenkreis einwerben. Denn auch eine marxistische Tageszeitung im kapitalistischen Umfeld wird rasch verschwinden, wenn sie Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, die bei der Produktion und für die Entwicklung der Zeitung nun mal anfallen. Jedes jW-Abo erhöht aber auch die Reichweite von Vernunft und Aufklärung, und der Gesamtbestand an jW-Abonnements ist ein Gradmesser dafür, wie sich politisches Bewusstsein im Land entwickelt.

    Deshalb liegt der heutigen Ausgabe der jW Ihr ganz persönlicher Aboflyer bei: Bitte nutzen Sie ihn und leisten Sie damit Ihren ganz konkreten Beitrag zum Gelingen unserer Aktion!

  • Musks Medienwelt

    Wie Sie mit einem jW-Abo einen konkreten Beitrag für Aufklärung und Medienkultur leisten können
    Dietmar Koschmieder
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    Es haben sich schon viele Lese­rinnen und Leser gemeldet, die die aktuelle Aktion der Tageszeitung junge Welt ganz konkret unterstützen: Einige sind auf eine höhere Abopreisklasse umgestiegen, andere haben selbst ein Abo gebucht oder Freunde davon überzeugt, wie notwendig eine Tageszeitung mit klaren Standpunkten in diesen Zeiten ist. Denn wir leben in einer Welt, die anscheinend nur noch wenigen wie dem Multimilliardär Elon Musk gehört, der mit Mitteln aus der Portokasse riesige Medienunternehmen kauft und sie für seine Interessen zurichtet.

    Wenn aber die Welt nur noch durch die Brille von Musk und Konsorten wahrgenommen wird, liegt es nahe, dass die Interessen ihrer Lohnabhängigen keine Berücksichtigung finden. Weshalb zum Beispiel jedem Beschäftigten der Tesla-Werke ein Abonnement der Tageszeitung junge Welt wärmstens zu empfehlen ist. Sie kann aber auch für alle anderen eine wichtige Ergänzung zum täglichen Medieneintopf sein, dem man sich kaum zu entziehen vermag.

    Elon Musk kann vielleicht auch deshalb Tageszeitungen wie die junge Welt nicht leiden. Am Freitag spottete er jedenfalls auf dem ihm persönlich gehörenden Portal X (bis vor kurzem noch Twitter) über Zeitungen auf Papier: »Die in Zeitungen abgedruckten Artikel sind im wahrsten Sinne des Wortes die Nachrichten von gestern«. Das stimmt schon deshalb nicht, weil natürlich die abgedruckten Artikel Nachrichten vom selben Tag, also vom Drucktag, sind. Allerdings braucht es einige Zeit, bis sie im Briefkasten landen oder am Kiosk verfügbar sind. Wenn es nur auf Schnelligkeit ankäme, könnte man darauf hinweisen, dass die Beiträge ja bereits am Drucktag überall im Netz verfügbar sind. Vielmehr aber kommt es auf die journalistische Qualität an – und ob erkennbar ist, wer welche Interessen vertritt. Klar kann jeder schnell was in die Tasten hauen und ins Netz kippen. Das aber, was die junge Welt täglich liefert, wurde im Kollektiv ausgewählt, diskutiert, überprüft. Und der Standpunkt, von dem aus die jW berichtet, analysiert und kommentiert, wird nicht verschwiegen. Auch deshalb gibt es in handwerklich aufwendig produzierten Medien meistens weniger Fake News – und wenn sie vorkommen, sind sie dort schneller erkennbar und nachvollziehbar zu korrigieren. Unsere Onlineausgabe profitiert hier eindeutig davon, dass sie auf den Grundlagen eines Printproduktes gemacht wird.

    Wenn wir mit unserer aktuellen Kampagne 2.300 zusätzliche Print- und Onlineabos gewinnen wollen, geschieht das vor allem aus ökonomischen Gründen: Durch zusätzliche Einnahmen können wir flexibler auf Kostensteigerungen reagieren und müssen diese nur zum Teil an die Abonnenten weitergeben. Wichtig ist aber auch: Mit jedem von Ihnen geworbenen Abonnement erweitern wir Reichweite und Bekanntheit der jW. Und nicht zuletzt leisten Sie damit einen wichtigen Beitrag für Aufklärung und Medienkultur.

    Alle verfügbaren Aboarten mit Preisen finden Sie unter jungewelt.de/abo. Fragen Sie auch gern unter 030/53 63 55 82 oder abo@jungewelt.de nach Möglichkeiten, die jW zu abonnieren.

  • Zur Funktion des Faschismus

    jW-Veranstaltung »Der Bandera-Komplex« am 29. Oktober im Livestream in deutscher und englischer Sprache
    jW-Aktionsbüro
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    Bandera-Verehrung im ukrainischen Lwiw (1.1.2023)

    Wir haben uns viel vorgenommen: Nachdem wir im Sommer unsere sehr erfolgreiche Veranstaltungsreihe zum 50. Jahrestag des faschistischen Putsches in Chile gestartet haben, folgt nun mit der Konferenz »Der Bandera-Komplex. Der ukrainische Faschismus – Geschichte, Funktion, Netzwerke« am 29. Oktober die nächste große Veranstaltung. Das vollständige Programm wurde auf unserer Webseite (www.jungewelt.de/blogs/bandera_komplex) veröffentlicht.

    Mit Moss Robeson und Russ Bellant aus den USA sowie Jürgen Lloyd (Marx-Engels-Stiftung) konnten wir Experten gewinnen, die in ihren Vorträgen sowohl auf die Geschichte der Faschisten in der Ukraine als auch auf die derzeitige Rolle der faschistischen Bewegung im Kontext des Ukraine-Kriegs eingehen werden. Ihren Abschluss findet die Konferenz in einer von jW-Chefredakteur Stefan Huth moderierten Diskussionsrunde unter dem Titel »Ukrainische Faschisten und die Bandera-Lobby – Scharfmacher für den dritten Weltkrieg?«. Daran werden sich unter anderem der im Exil lebende Ukrai­ner Oleg Jassinskij, jW-Autor Jörg Kronauer, Russ Bellant und Arnold Schölzel (jW, Rotfuchs) beteiligen.

    Die Karten für die Veranstaltung sind seit einigen Tagen ausverkauft. Wer keine Gelegenheit hatte, sich ein Ticket zu sichern, kann den Live­stream der Konferenz auf www.jungewelt.de verfolgen. Wir übertragen die komplette Veranstaltung in deutscher und englischer Sprache, der Livestream ist kostenlos zu sehen.

    Die Veranstaltung ist mit hohen Kosten verbunden. Wir freuen uns deshalb über Spenden in Form einer symbolischen Eintrittskarte. So unterstützen Sie eine Veranstaltung, die uns vor große organisatorische wie politische Herausforderungen stellt – und die nicht stattfinden würde, wenn wir dies nicht in die Hand genommen hätten. In Zeiten, in denen der – nicht nur ukrainische – Faschismus normalisiert und verharmlost wird, ist diese Konferenz um so wichtiger. Alle Infos zur ­Bandera-Konferenz sowie den Spendenlink finden Sie unter www.junge­welt.de/bandera_konferenz.

    Nach der Bandera-Konferenz konzentrieren wir uns auf die Vorbereitung der XXIX. Rosa-Luxemburg-Konferenz (RLK) in Berlin (13. Januar 2024, Tempodrom). Auch hier sind wir weiterhin auf die Unterstützung unserer Leserinnen und Leser angewiesen. Bestellen Sie sich schon heute Ihr Ticket für die RLK 2024 und erzählen Sie Ihren Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern davon! Auch für diese Veranstaltung wünschen wir uns Spenden, denn die Kosten für die kommende Konferenz sind stark gestiegen. Informationen zum Programm sowie zu Spendenmöglichkeiten finden Sie unter www.jungewelt.de/rlk.

  • Wer, wenn nicht wir

    Jetzt bestellen: Wie Sie mit dem Aktionspaket zum Erfolg der Rosa-Luxemburg-Konferenz beitragen können
    Aktionsbüro
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    Es wird die größte Konferenz, die wir je gemacht haben: Am 13. Januar 2024 findet die XXIX. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz im Berliner Tempodrom statt. Die ersten 150 Eintrittskarten sind bereits verkauft – ein gutes Zeichen, insbesondere, weil vor allem Solitickets bestellt wurden.

    Da wir aber für die kommende Konferenz deutlich mehr Besucherinnen und Besucher gewinnen wollen (aus politischen, räumlichen und ökonomischen Gründen), starten wir die Werbung früher als in den vergangenen Jahren. Dabei sind wir auf aktive Mitwirkung von Leserinnen und Lesern, aber auch auf die Hilfe von Unterstützern angewiesen: Egal, wo Sie wohnen – ob in Wien oder Dortmund, Bern oder Erfurt – und egal, ob in Ihrer politischen Gruppe oder dem Fußballverein – rühren Sie die Werbetrommel für die kommende Rosa-Luxemburg-Konferenz! Erzählen Sie Ihren Freundinnen und Freunden, Familienmitgliedern und Kolleginnen und Kollegen vom Jahresauftakt der politischen Linken im Januar in Berlin. Natürlich kann man schon jetzt Fahrgemeinschaften in die Hauptstadt bilden – aber es geht uns bei der Werbung für die Konferenz auch darum, dass möglichst viele Menschen generell etwas über sie erfahren.

    Am besten lässt sich die RLK 2024 mit unserem speziell zusammengestellten Aktionspaket bekanntmachen, das Sie gegen eine frei wählbare Spende bestellen können. Das RLK-Aktionspaket umfasst zwei Plakate in der Größe A1, fünf A2-Plakate, 15 Aufkleber sowie 15 Postkarten. Alle Materialien zeigen Motto und Motiv der anstehenden Rosa-Luxemburg-Konferenz. Sie eignen sich besonders gut dafür, im Stadtteilladen, der Stammkneipe oder im Jugendclub aufgehängt, geklebt bzw. verteilt zu werden. Bestellen Sie Ihr RLK-Aktionspaket unter jungewelt.de/rlkaktionspaket. Größeren Gruppen stellen wir auf Anfrage selbstverständlich auch gern mehr Material zu Verfügung. Bitte wenden Sie sich dazu an das Aktionsbüro unter aktionsbuero@jungewelt.de oder unter 0 30/53 63 55 10.

    Der Erfolg der kommenden Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz hängt nicht nur davon ab, dass das Tempodrom knackevoll wird und dass Tausende die Veranstaltung über den Livestream mitverfolgen. Wir wollen zudem, dass Zigtausende etwas über diese Konferenz erfahren, auch wenn sie nicht Leserin oder Leser der jungen Welt sind. Mit den Werbemitteln aus dem Aktionspaket helfen Sie dabei, alle drei Anliegen effektiv umzusetzen. Dafür möchten wir uns schon heute herzlich bei Ihnen bedanken!

  • Stütze in harten Zeiten

    Jetzt sind Sie an der Reihe: 500 plus 300 aktive Leserinnen und Leser der jungen Welt gesucht
    Verlag, Redaktion und Genossenschaft junge Welt
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    Sicher kennen auch Sie Menschen in Ihrem Umfeld, denen die jW nicht fremd ist und die sie gelegentlich lesen. Denn das Interesse an Hintergründen und Zusammenhängen, an Einordnung und Schlussfolgerung bezüglich vieler historischer und aktueller Ereignisse wächst, brauchbare Angebote dazu nehmen aber gleichzeitig stark ab. Die junge Welt bietet da wichtiges Material mit klarem Standpunkt (wie etwa die Analyse der Vorgänge in Chile vor 50 Jahren und welche Lehren daraus heute zu ziehen sind), ordnet aber auch aktuelle Ereignisse in den historischen Kontext ein: Die junge Welt ist gerade in diesen komplizierten Zeiten für viele unverzichtbar geworden.

    Aber längst nicht alle, die die jW dringend brauchen, haben deshalb die Zeitung auch abonniert – obwohl ihnen klar sein müsste, dass diese Zeitung vor allem aus Aboerlösen finanziert wird. Falls Sie also selbst noch kein Abo haben oder wenn Sie in Ihrem Umfeld jemanden kennen, der die junge Welt liest, bitten wir Sie um aktive Unterstützung! Denn damit die Zeitung sich stabil entwickeln kann, brauchen wir bis Ende Januar 2.300 zusätzliche Print- bzw. Onlineabonnements. Eine enorme Zahl, die wir über die Nutzung unterschiedlicher Quellen erreichen wollen. Eine davon ist die aktive Beteiligung unserer Leserinnen und Leser: Wir wünschen uns ganz konkret von Ihnen (und 500 weiteren jW-Nutzern), dass Sie für uns ein Print- oder Digitalabo einwerben. Dazu können Sie ganz einfach den Coupon auf dieser Seite ausfüllen oder diese bzw. eine andere jW-Ausgabe mit Abocoupon einem Freund oder Bekannten vorlegen, der die jW schon öfters von Ihnen ausgeliehen oder zum Nachlesen geschenkt bekommen hat. Überzeugen Sie ihn davon, dass gerade sein Abo zählt, dass so ein Abo vor allem von ihm selber, aber auch von der jW dringend gebraucht wird.

    Falls Ihnen gerade niemand einfällt, den Sie für ein jW-Abo gewinnen könnten, gibt es eine andere Möglichkeit für einen konkreten Beitrag zu unserer Aktion: Steigen Sie auf eine höhere Preisklasse um! Wir suchen weitere 300 Leserinnen und Leser, die sich das leisten können. Denn jeder Umstieg vom Sozial- auf das Normal- bzw. Soliabo ist für uns materiell so wertvoll wie ein neues Abonnement: Gerade für die Printausgabe generieren wir so Mehreinnahmen, ohne Mehrkosten zu haben. Auch beim Onlineabo bieten wir drei Preisklassen an. Mit dem Normal-, vor allem aber mit dem Soliabo ermöglichen Sie, dass auch Menschen mit deutlich weniger Einkommen die jW abonnieren können. Dass die junge Welt nicht nur eine besondere Zeitung ist, sondern auch besondere Leserinnen und Leser hat, zeigt sich auch daran: Obwohl wir die Auswahl der Abopreise freistellen (auch das Sozialabo ist frei und ohne irgendwelche Nachweise wählbar), wird in der Regel der höhere Preis gewählt und ist die Bereitschaft groß, auf die oberen Preisklassen umzusteigen, wenn wieder mehr Mittel zur Verfügung stehen. Welche Möglichkeiten Sie haben, sagt Ihnen Ihr Geldbeutel, aber auch die Seite jungewelt.de/umstieg.

    Falls wir gemeinsam diese beiden Teilziele (500 plus 300) erreichen, ist schon mehr als ein Drittel des Gesamtziels geschafft. Weitere Überlegungen folgen, jetzt aber sind erst mal Sie an der Reihe!

    Alle verfügbaren Aboarten mit Preisen finden Sie unter jungewelt.de/abo. Fragen Sie auch gern unter 030/53 63 55 82 oder abo@jungewelt.de nach Möglichkeiten, die jW zu abonnieren.

  • Radiogeschichte als Klassenkampf

    Maigalerie-Kollektiv
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    In der kommenden Woche erzählt jW-Autor André Scheer aus seinem neuen Buch zur Widerstandsgeschichte des Radios, dessen 100. Geburtstag das offizielle Deutschland diesen Oktober feiert. Er berichtet, wie in der Weimarer Republik Schwarzsender zur Information der arbeitenden Bevölkerung entstanden. Wie im Faschismus die Staatskontrolle aufs äußerste verschärft wurde, aber die KPD und andere Organisationen trotzdem Wege fanden zu senden. Im Mittelpunkt stehen Radio Moskau und der Deutsche Freiheitssender 29,8, der der Gestapo und damit dem Hitler-Regime das Leben erschwerten. Es geht um Radio Leningrad und dessen Arbeit während der 872 Tage der Belagerung, ums Radio im Wiederaufbau in DDR und BRD, die Übernahme des DDR-Radios nach 1989 und vieles mehr. Wir freuen uns auf einen kurzweiligen und spannenden Abend!

    Buchvorstellung mit André Scheer: »Klassenkampf im Äther: 100 Jahre Radio in Deutschland«, Donnerstag, 12. Oktober 2023, 19 Uhr (Einlass 18 Uhr). Eintritt: 5 € Normalpreis/10 € Solipreis. Um Anmeldung unter maigalerie@jungewelt.de wird gebeten

  • Ziel: 2.300 neue Abos

    Mit neuer junge Welt-Abokampagne soll bis Ende Januar Ökonomie entwickelt und Wirkmächtigkeit erhöht werden
    Verlag, Redaktion, Genossenschaft junge Welt
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    Noch schafft es die Tageszeitung junge Welt, sich widrigen Umständen zum Trotz auf dem Markt zu behaupten. Aber an der Preisspirale wird weiter gedreht: So verlangt die Deutsche Post für die jW-Zustellung acht Prozent mehr. Parallel zu den nun seit Jahren regelmäßigen, unverschämten Preiserhöhungen sinkt die Zustellqualität von Jahr zu Jahr. Aber auch die Frühzustellung von Zeitungen wird reduziert, weil sich das für die Verlagshäuser (die auch die jW zustellen) nicht mehr rentiert und die Bundesregierung von Zustellungsförderung nur spricht. Den Bestellern von jW-Printabos wird also viel zugemutet! Für die Entwicklung der Digitalabos wird es ebenfalls schwieriger: »Weniger Social-Media-Zugriffe auf News-Seiten« vermeldet etwa eine Axios-Studie am vergangenen Mittwoch. Und der Einzelverkauf? Der wird durch das Grossosystem organisiert, wo die pure Angst umgeht.

    Angst vor Systemkollaps

    Die großen Zeitungen verabschieden sich von Print (so wurde diese Woche bekannt, dass auch das Verlagshaus Dumont die hauseigene Zeitungsdruckerei schließt). Auch deshalb stehen da Entwicklungen an, die in dieser Woche im Fachorgan PV Digest so beschrieben werden: »Im Grossovertrieb wird ab 2028 kein Stein auf dem anderen bleiben … Die Angst vor dem Systemkollaps ist mittlerweile so groß, dass sich dagegen niemand mehr wehrt.«

    Damit wir aber auch künftig die stetig wachsenden Kosten für Druck, Vertrieb und Zustellung der Zeitung (und ebenfalls die notwendig wachsenden Personalausgaben für Verlag und Redaktion) stemmen können, brauchen wir dringend mehr Abonnements! Denn wir wollen (im Gegensatz zu so ziemlich allen anderen Tageszeitungen) die Abopreise nur moderat steigern, um den Einstieg in das Zeitungslesen nicht noch weiter zu erschweren.

    Notwendige Entwicklung

    Wir haben auf dieser Grundlage errechnet, dass wir bis Ende Januar 2.300 zusätzliche Abonnements brauchen, um den absehbaren Entwicklungen standhalten zu können. Deshalb starten wir mit dieser Ausgabe unsere Abokampagne »Wem gehört die Welt?«, mit der wir möglichst viele zusätzliche Abonnements gewinnen wollen. Unsere Leserinnen und Leser bitten wir, sich in diesem Zeitraum mit wenigstens einem konkreten Beitrag an der Aktion zu beteiligen: Abonnieren Sie, falls Sie das nicht schon längst getan haben! Verschenken Sie ein Abonnement an Freunde, Bekannte, Verwandte! Spenden Sie ein Knast­abo, damit Inhaftierte sich über das, was außerhalb ihrer Mauern geschieht, umfassend informieren können! Ordern Sie zu Ihrem Printabo ein Onlineabo (oder umgekehrt)! Schenken Sie Ihrer örtlichen Bibliothek, dem Jugendzentrum oder Ihrer Lieblingskneipe ein Abo! Steigen Sie auf eine höhere Preisklasse um (etwa vom Normal- aufs Soliabo, wir bewerten das wie ein zusätzliches Abonnement)! Es geht bei dieser Kampagne um möglichst viele unbefristete Vollabos. Falls sich aber herausstellt, dass Ihr Bekannter noch gar nicht so sicher ist, ob er so ein jW-Abo haben möchte, bieten Sie ihm doch ein dreiwöchiges Probeabo zum Kennenlernen und Einstieg an.

    Gemeinsam erfolgreich

    Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Neben der ökonomischen Seite (die Bundesregierung nennt das den »Nährboden«, den sie uns entziehen will) bewirkt die Steigerung unseres Abobestandes noch ganz andere Dinge: Reichweite, Aufmerksamkeit und Wirkmächtigkeit der Zeitung nehmen zu (also all die Dinge, die der Verfassungsschutz mit seinen Aktivitäten verhindern will). Und nicht zuletzt wäre ein Erfolg der Aktion ein Gradmesser dafür, ob klassenbewusste, linke Kräfte im deutschsprachigen Raum noch in der Lage sind, gemeinsam erfolgreich zu handeln. Und es gilt zu beachten: Nur eine junge Welt, die gestärkt aus diesen Prozessen hervorgeht, kann in den kommenden Jahren Veranstaltungen wie die Chile-Reihe, die Bandera-Konferenz oder die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz auf die Beine stellen.

    Wir haben uns viel vorgenommen: Die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz am 13. Januar, zu der wir 4.000 Teilnehmende erwarten, soll den Endspurt für unsere Abokampagne einläuten. Wenn wir gemeinsam handeln, schaffen wir das!

    Wenn Sie sich über alle Aboformen informieren wollen, schauen Sie auf jungewelt.de/abo. Wenn Sie auf eine höhere Preisklasse umsteigen wollen, gehen Sie auf jungewelt.de/umstieg