Liebe Leserin, lieber Leser,
Kriegsvorbereitung und Krieg sind ein Bombengeschäft – und das Kapital deswegen in Feierlaune. Deutsche Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall sichern sich weitere Großaufträge und Drohnenproduzent Helsing untermauert seine Position als Europas bestfinanziertes Startup für Rüstungstechnologie. Derweil gehen in Berlin die Proteste von Antimilitaristen gegen den Bau einer neuen Munitionsfabrik im Arbeiterbezirk Wedding weiter, Aktivisten blockierten den Eingang zum Rheinmetall-Büro, wie Luca von Ludwig berichtet.
Auch die Bundesregierung blockiert – nämlich mögliche EU-Wirtschaftssanktionen gegen illegale Siedlungen im Westjordanland. Doch selbst wenn die EU-Außenminister am Montag die Sanktionen beschlossen hätten, würden diese zu kurz greifen. Denn längst ist das Treiben der religiös-zionistischen Siedler unmöglich von der israelischen Regierungspolitik zu trennen, wie ich im Kommentar aufzeige.
Vor fünf Jahren starben 184 Menschen bei einer Flutkatastrophe im Ahrtal und anderen Regionen in Westdeutschland. Es war ein Unglück mit Ansage, doch Behördenignoranz verhinderte, dass rechtzeitig Schutzmaßnahmen ergriffen wurde, wie Wolfgang Pomrehn schreibt.
Um weiter über die Geschäfte der deutschen Waffenschmieden, den Terror der israelischen Armee und Siedler oder die Ursachen und Folgen des Klimawandels zu berichten, brauchen wir eure Unterstützung. Und zwar in Form von Abos, um die dauerhafte Existenz der jungen Welt und damit von unabhängigem linken Journalismus abzusichern.
Eine gute Lektüre wünscht Chefredakteur Nick Brauns
IMAGO/ZUMA Wire
Ukrainer sollen an EU-Grenze abgewiesen werden. Kommentar von Reinhard Lauterbach Von Reinhard Lauterbach
Augst/Eibner-Pressefoto/IMAGO
Vor fünf Jahren starben bei der Ahrtalflut viele Menschen auch in Folge von Behördenversagen Von Wolfgang Pomrehn
Ellisif Wessel/Av Preus museum/Kirkenes 1907/Wikimedia
Kirkenes im Nordosten Norwegens hat eine lange linke Tradition. Vor dem Krieg in der Ukraine gab es einen regen Austausch mit den russischen Nachbarn. Von Gabriel Kuhn Von Gabriel Kuhn
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Extremereignis erwartet: Prognosen gehen von einem Rekord-El-Niño aus. Von David Goeßmann Von David Goeßmann
Jonas Gehring
Friedensaktivisten blockierten am Montag morgen ein Büro von Rheinmetall. Die Waffenschmiede feierte am selbigen Tag einen neuen Großauftrag, Wert: eine Milliarde Euro. Auch im Rest der scheinbar letzten Wachstumsbranche der BRD läuft das Geschäft. Von Luca von Ludwig
Ilia Yefimovich/dpa
Die Bundesregierung hält bei der Debatte über die Sanktionierung von israelischen Siedlern ihre schützende Hand über den Partner in Nahost und nimmt dabei andere EU-Staaten in Geiselhaft für ihre Staatsräson. Von Nick Brauns
Umit Bektas/REUTERS
Wer zuerst »Kommunist« ruft, hat recht. Donald Trump tat das nach einer Zählung von Reuters in drei Wochen etwa 80 Mal. Vergessen aber wurde das globale Terrornetzwerk der Antifa. Das wird am Donnerstag auf einer Konferenz im US-Außenministerium enttarnt und zerrissen. Von Arnold Schölzel
Ellisif Wessel/Av Preus museum/Kirkenes 1907/Wikimedia
Kirkenes im Nordosten Norwegens hat eine lange linke Tradition. Vor dem Krieg in der Ukraine gab es einen regen Austausch mit den russischen Nachbarn. Oslos NATO-Kurs stößt nicht bei allen auf Verständnis. Von Gabriel Kuhn
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Er muss versuchen, verlorengegangene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.
Klaus Wowereit (SPD), ehemaliger Regierender Bürgermeister von Berlin, meldete sich am Montag via Bild mit Ratschlägen für den neuen CDU-Spitzenkandidaten Stefan Evers zu Wort.
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Sina Schuldt/dpa
Drei Schüsse von hinten – in die Hüfte, den Oberkörper und in den Kopf. So wurde Lorenz A. im April 2025 in der Oldenburger Innenstadt von einem Polizisten erschossen. Jetzt hat das Landgericht die Anklage gegen den Beamten zugelassen. Von Max Grigutsch
IMAGO/ABACAPRESS
Während Marokkos Herrschende einen weiteren Oppositionellen einkerkern, befindet sich der sahrauische Aktivist Naâma Asfari nach einem Monat Hungerstreik in akuter Lebensgefahr. Von Jörg Tiedjen
Majid Asgaripour/WANA/REUTERS
Washington hat erneut Militärstellungen bombardiert, aber auch Verkehrswege im Hinterland. Teheran antwortet einmal mehr mit Angriffen auf US-Basen in der Region, so in den Golfstaaten und in Jordanien. Von Lars Lange
Belal Osama/APAimages/IMAGO
Trotz angeblicher Waffenruhe bombardiert Israel den Gazastreifen immer weiter. Beim Beschuss einer Schmiedewerkstatt in Gaza-Stadt (Foto) wurden dabei am Sonntag laut der Agentur Xinhua vier Palästinenser getötet und einer verletzt.
jW
Infoveranstaltung
Mittwoch, 15. Juli 2026, 18:30 Uhr
Auftaktveranstaltung zur geplanten Protestwache vor der US-Botschaft in Berlin vom 12. bis 19. September 2026 mit Beiträgen zur aktuellen Lage aus Kuba, Vorstellung der Soliaktion und einem Konzert des kubanischen Liedermachers Tony Ávila.
Ort: junge Welt-Maigalerie, Torstraße 6, 10119 Berlin
Beginn: 19.00 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Für die Protestwache suchen wir Organisationen und Einzelpersonen zur Unterstützung. Kommt zahlreich! Werdet aktiv, beteiligt euch!
Anmeldungen für die Veranstaltung sowie weitere Unterstützungsangebote nehmen wir unter 0 30 / 53 63 55 54 oder maigalerie@jungewelt.de entgegen.