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31.01.2008 / 73 / Seite 15

»Die Unangepaßten aussortieren«

Über den ideologischen Nutzen widersinniger Hirnforschung, das Ziel von Erziehungscamps und warum ADS eigentlich USS heißen müßte. Ein Gespräch mit Freerk Huisken

Birgit v. Criegern
Freerk Huisken, Jahrgang 1941, war bis 2006 Professor an der Uni Bremen mit dem Schwerpunkt Politische Ökonomie des Ausbildungssektors. Er schrieb Bücher zu Schule und Erziehung, Rechtsextremismus und Jugendgewalt. Am 15. Januar hielt er an der Freien Universität Berlin den Vortrag »Kritik der Hirnforschung«. Der Vortrag wurde auf dieser Seite am 17.Januar polemisch angefeindet, hat aber auch anderswo für Diskussionen gesorgt.

Sie ernten viel empörten Widerspruch, aber dabei fallen Ihre Argumente oft unter den Tisch. Ihre Gegner sagen, als Pädagoge könnten Sie über die Hirnforschung kein Urteil abgeben. Warum tun Sie es doch?

Wenn ich das täte, hätten die Kritiker recht. In die naturwissenschaftliche Abteilung der Hirnforschung mische ich mich nicht ein. Ich bin kein Naturwissenschaftler. Allerdings reicht es bei mir noch allemal dazu, Natur und Geist, Gehirn und Verstand zu unterscheiden. Indem Gerhard Roth, Manfred Spitzer und andere Hirn-Philosophen bezi...

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